Samstag, 25. Februar 2012

Lieber zu früh als zu spät

Die Autorin bei der Aussaat.
Im vergangenen Jahr war ich etwas zu spät, in diesem Jahr vielleicht etwas zu früh. Wenn man im Voraus wüsste, wie der Frühling wird, wäre es einfach, den perfekten Aussaattermin für die Tomaten und Kürbisse zu finden. Damit ich nicht, wie im vergangenen Jahr, erst im Herbst reichlich Tomaten ernte, habe ich mich diesmal entschlossen, die Samen schon ein paar Wochen früher in die Erde zu bringen. Denn im Allgemeinen gilt ja die Erkenntnis: Lieber zu früh als zu spät. Bei zu früher Aussaat besteht allerdings die Gefahr, dass die Jungpflanzen in der Wärme auf der Fensterbank zu schnell in die Höhe schießen und dabei nicht kräftig genug werden. Der Grund dafür ist der Lichtmangel. Auf der Suche nach Licht recken die Pflänzchen gewissermaßen ihre Hälse in der Hoffnung, am Horizont die Sonne zu erspähen. Falls die Sonne im März rumzicken sollte, werde ich eine Pflanzenleuchte in die Fassung der Hängelampe im Fenster drehen.
Diesmal haben wir uns bei Tomaten für die Sorte "Idyll" entschieden – ein schöner Name, wie ich finde. "Idyll" ist eine Partytomate, kleiner als eine normale, aber größer als eine Cocktail-Tomate. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die etwas kleineren Sorten aromatischere Früchte ausbilden, auch wenn der Sommer, wie im vergangenen Jahr, nicht so sonnig ist. Dafür haben wir bei den Kürbissen richtig hingelangt: "Big Max" heißt die Sorte, die auf Früchte so groß wie Medizinbälle hoffen lässt. Im Gegensatz zu den nur stecknadelkopfgroßen Tomatensamen lassen sich die großen Kürbissamen auch von grobmotorisch veranlgten Hobbygärtnerinnen ohne Probleme in den mit Anzuchterde gefüllten Torfquelltöpfen aussäen.
Auch die ersten Blumen habe ich heute schon ausgesät: Levkojen. Jetzt stehen zwei Mini-Gewächshäuser auf der Fensterbank im Wohnzimmer, und in acht bis zehn Tagen werden wir hoffentlich die erste zarten Pflänzchen wachsen sehen. Nach und nach kommen dann die Samen weiterer Gemüsearten in die Erde

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