Donnerstag, 9. August 2012

Blaue Bohnen

Die Autorin bei der Bohnenernte
Bislang dachte ich immer, mit dem Begriff blaue Bohnen sei Schusswaffenmunition gemeint. Es gibt ja diverse (Schund-)Krimis, in deren Titeln diese Bezeichnung auftaucht, und manch einer erinnert sich noch an den Italo-Klamauk-Western "Blaue Bohnen für ein Halleluja". Aber jetzt weiß ich: Blaue Bohnen müssen nicht unbedingt hart wie Stahl und bleihaltig sein, sondern können auch aussehen wie ganz normale Buschbohnen – nur dass sie nicht grün, sondern blau sind. Wobei blau allerdings nicht ganz korrekt ist. Denn streng genommen handelt es sich eher um ein Dunkles Violett.
Das reicht massig fürs Abendessen. Der
Rest der Ernte wird eingefroren.
Hübsch sehen sie ja aus – eine richtige Zierde für den Gemüsegarten sind sie. Aber sie essen? "Du, ich weiß nicht, ob ich die überhaupt essen mag", sage ich zu der Freundin, von der ich das Saatgut bekommen habe . "Ich finde die Farbe wirklich schön, aber bei Bohnen ist sie vieleicht doch etwas gewöhnungsbedürftig." Die Freundin amüsiert sich. "Keine Angst, die Bohnen werden beim Kochen grün." Ich mag es kaum glauben, aber tatsächlich. Als ich das Kochwasser abgieße, sehen die Bohnen aus wie ganz normale grüne. Und sie schmecken auch so.
Die blaue Bohne ist übrigens eine heutzutage eher selten anzutreffende alte Varietät der grünen Bohne.

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