Mittwoch, 16. Januar 2013

Analog statt digital

Die Autorin freut sich über ihre neue Küchenwaage im
Retro-Design, die Ihr heute der Paketbote gebracht hat.
Einerseits fühle ich mich in der digitalen Welt ganz wohl, liebe mein iPad, mein iPhone und meine Digitalkameras und natürlich das Internet, auf das ich ungern verzichten würde. Andererseits mag ich alte Häuser und Möbel, antiken Hausrat und ganz einfache Dinge, die ohne Motor und Akkus auskommen. Ein solches Teil habe ich mir jetzt auch für mein Küche angeschafft. Eine analoge Waage im Retro-Design. Sie ersetzt ab sofort meine zwar stylische, aber, weil ständig die Batterie (eine kleine, teure Knopfzelle!) leer ist, nervige Digitalwaage. Die kommt nicht auf den Müll, sondern wird mir hoffentlich als Briefwaage im Büro noch gute Dienste leisten. Einen Brief zu wiegen, geht deutlich schneller, als nacheinander sämtliche Zutaten für einen Kuchen zu wiegen, und so hoffe ich, dass die Batterie nicht so schnell schlapp macht wie beim Betrieb der Waage in der Küche.
Neben der Küchenmaschine habe ich jetzt einen zweiten Blickfang in der Küche. Ich finde es schön, wenn nützliche Dinge zugleich auch dekorativ sind und einen sogar dann erfreuen, wenn man sie gerade nicht im Einsatz hat.
Woher kommt die Vorliebe für das Alte, das Schlichte, das Einfache? Wahrscheinlich ist es eine Reaktion auf den Alltag in der digitalen Welt – ein Art Kontrastprogramm sozusagen. Wenn man den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, ist es schön, sich abends und am Wochenende mit Dingen umgeben zu wissen, die ohne die ganze moderne Elektronik funktionieren.
Dass ich mit vielen Tieren in einem alten Fachwerkhaus auf dem Land lebe, ist auch so ein Kontrastprogramm. Ich bin gerne in großen Städten, gehe dort durch die Geschäfte und freue mich über das vielfältige kulturelle Angebot. Aber ich bin auch immer wieder froh, wenn ich aus der Stadt zurück aufs Land flüchten kann.
Digital und analog, Elektronik und Mechanik, Stadt und Land – die Gegensätze machen den Reiz aus.

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