Dienstag, 12. März 2013

Weißer wird's nicht

Schlechte Zeiten für notorische Schwarzseher: In dieser Woche ist Weiß die Farbe, die wir vor Augen haben, wenn wir das Haus verlassen, und zwar nicht Wollweiß, Blütenweiß oder Cremeweiß, sondern Schneeweiß, und das ist schon ziemlich weiß, weißer geht's kaum und weißer wird's wohl auch in diesem Winter nicht mehr.
Obwohl Weiß laut Definition eine unbunte Farbe ist, treibt es der Winter nach Meinung vieler Menschen inzwischen doch zu bunt. Manchen bringt es sogar zur Weißglut, wenn sie Mitte März Schnee sehen.
Apropos Weißglut: Es gibt doch tatsächlich Leute, denen das viele Weiß noch nicht reicht. Sie wollen noch mehr Weiß, möglichst in Form von Rauch. Sie wollen ihn aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle in Rom aufsteigen sehen und dann "Habemus Papam" rufen und einem älteren Herrn in wallendem weißen Gewand zujubeln, der sich demnächst am Fenster des Papstpalastes am Petersplatz zeigen wird. Da Handys, Smartphones und Tablet Computer im Konklave absolut tabu sind, müssen die Kardinäle wohl oder übel zu solch altertümlichen Kommunikationsmitteln greifen. Viel romantischer und dramaturgisch ausgereifter fände ich es allerdings, wenn statt des weißen Rauches weiße Tauben aus einer Dackluke der berühmten Kapelle aufsteigen würden. Ansonsten lässt mich der weiße Rauch übrigens ziemlich kalt. Und genau das ist das Stichwort: Heute steht uns noch eine kalte Nacht bevor. Bei uns in der südlichen Lüneburger Heide soll die Temperatur bis auf minus zehn Grad zurückgehen.
Da ich es sowieso nicht ändern kann, nehme ich die Kälte gelassen hin und genieße das Winterwetter und mache auf meinem täglichen Spaziergang mit den Hunden Fotos wie dieses, das eine Schneeverwehung auf einem Feldweg zeigt:


Weiße, weich fließende Formen in weichem Licht – im Schnee lassen sich schöne
High-Key-Fotos aufnehmen.

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