Samstag, 3. August 2013

Farbtupfer und schwarzer Rauch

Viel blüht nicht mehr im Garten. Nur die Rosen und Stockrosen sorgen noch für Farbtupfer.
Schon wie im Herbst, dachte ich, als unser Hof gegen Abend in goldenes Licht getaucht wurde. Obwohl ich dieses Licht liebe, war ich ein bisschen traurig, denn mir wurde schlagartig bewusst, dass die Zeit des Wachsens und des Blühens fast vorbei und die Natur gewissermaßen auf dem Rückzug ist. Die meisten Blumen sind schon verblüht, nur die Rosen und die Stockrosen setzen noch bunte Farbtupfer in Garten. Zwar kommt noch die Zeit der Astern und Dahlien und der anderen Herbstblüher, aber die meisten Blumen und auch die Bäume haben ihre Blütezeit längst hinter sich. Statt saftigem Grün dominiert jetzt welkes Gelb.
Gelb sind auch die Getreidefelder. Nur der Mais steht wie eine grüne Wand vor dem blauen Himmel. An diesem entdeckte ich heute Nachmittag eine bedrohlich wirkende, schwarze Rauchwolke. Feuer? Waldbrand? Aber warum hört man keine Sirenen? Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und lief deshalb den Hang hinauf. Oben schirmte ich meine Augen mit den Händen vor der Sonne ab und suchte die Äcker und Felder ab. Da sah ich auch schon den vermeintlichen Brandherd: Ein Kartoffelroder zog eine gewaltige Staubwolke hinter sich her. Aus der Ferne hatte der aufgewirbelte Heidesand wie Rauchschwaden ausgesehen.

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