Sonntag, 6. Oktober 2013

Zaunbau als Zeitvertreib

Not amused: Aladin (zweiter von links) zwischen den drei zickigen Mädchen im Paddock.
Unser Haflinger Aladin hat es nicht leicht. Er muss sich den Paddock mit drei Mädchen teilen, und das ist für ihn kein Vergnügen. Wenn die Mädchen mal wieder 'rumzicken, bekommt er das schmerzhaft zu spüren. Entweder wird er vom Heuhafen weggebissen oder er kassiert einen Huftritt.  Deshalb lassen wir ihn tagsüber meistens frei auf dem Hof herumlaufen. Aber statt sich uns gegenüber dafür dankbar zu erweisen, das wir ihn aus dem "Zickenstall" befreit haben, macht er nur Blödsinn. Entweder steigt er in die Scheune ein und bedient sich selbst beim Heu, oder er bricht in den Obstgarten ein und lässt sich unsere schönen roten Äpfel schmecken. Sein neuster Streich: Er klettert über den Zaun auf die Schafweide. Friedlich grasend steht er da, während sich die Schafe fürchterlich beschweren, dass ihnen ein Pferd ihr Gras wegfrisst.
Nachdem ich Aladin heute innerhalb einer Stunde drei Mal von der Schafweide holen musste, hat es mir gereicht – vor allem deshalb, weil er den Wildzaun von den Zaunpfählen abgerissen und niedergetrampelt hat. Das bedeutete, dass unsere Sonnntagstour mit den Hunden heute ausfallen musste und wir stundenlang fluchend den Zaun reparierten. Und abends waren wir dann alle depromiert: Aladin, weil er nun nicht mehr auf die Schafweide kommt, die Hunde, weil sie auf ihren Spaziergang verzichten mussten, und wir, weil Zaunbau als Zeitvertreib nicht unbedingt auf Platz eins unserer liebsten Sonntagsbeschäftigungen steht.
Ja, mit den lieben Tieren hat man so seinen Spaß...

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