Samstag, 7. Dezember 2013

Lawinen

Heute Mittag: Der größte Teil des Schnees ist schon vom Dach
gerutscht.
Es war heute Nacht zwischen vier und fünf: Rrrrrrrrummmms! Ich schrecke aus dem Schlaf hoch, die Hunde fangen an zu kläffen. Einbrecher? Ein umstürzender Baum? Oder ein Verkehrsunfall direkt vor unserem Haus? Angestrengt lausche ich in die Dunkelheit. Alles wieder ruhig. Was war das bloß?
Kaum bin ich wieder eingeschlafen, geht es schon wieder los: Rrrrrrrrummmms! Doch diesmal kommt es offenbar nicht von der Ostseite, sondern von der Westseite des Hauses. Ein bisschen gruselig ist das ja schon. Jetzt kann ich nicht mehr schlafen. Erst muss ich herausfinden, woher dieses merkwürdige Geräusch kommt.
Da, schon wieder! Jetzt wird mir auf einen Schlag alles klar, und ich muss lachen. Na klar, der Schnee! Der taut jetzt, weil es wärmer geworden ist, und rutscht lawinenartig vom Dach.
Erwas traurig über das Tauwetter, versuche ich, die Lawinen zu ignorieren und doch noch etwas zu schlafen.
Morgens hat sich im Traufenbereich schon ein richtiger Schneewall aufgetürmt, und auch direkt vor der Haustür haben wir jetzt einen weißen Deich, der allerdings wohl kaum dazu taugen dürfte, uns vor Hochwasser zu schützen.
Den ganzen Tag lang rutscht weiterer Schnee vom Dach, und allmählich verwandelt sich die weiße Pracht in ekeligen Matsch. Am späten Nachmittag beginnt es dann zu regnen...



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