Montag, 19. Mai 2014

Liebe auf den zweiten Blick

Rhododendren gehören zweifellos nicht zu meinen Lieblingspflanzen, aber dieses Exemplar in unserem Innenhof ist mir dennoch irgendwie ans Herz gewachsen.
Bei uns im Innenhof steht ein großer Rhododendron, der seine üppige Blütenpracht direkt vor unserem Wohnzimmerfenster entfaltet hat. Wir mögen seine großen, violetten Blüten, aber es war Liebe auf den zweiten Blick.
Der Rhododendron stammt noch von den Vorbesitzern unseres Hofes. Als wir den Hof übernahmen, brachten wir es nicht übers Herz, die Pflanze herauszureißen, obwohl wir es am liebsten getan hätten, denn ehrlich gesagt mögen wir keine Rhododendren – zumindest nicht im Garten. Rhododrendren, finde ich, brauchen Platz, um richtig zu wirken. In weitläufigen Parkanlagen oder an der französischen Atlantikküste sehen sie phantastisch aus, aber in den meisten – viel zu kleinen – Gärten wirken sie geradezu erdrückend, besonders wenn sie, was leider häufig vorkommt, neben Azaleen mit quietschorangen Blüten stehen.
Bei uns im Innenhof, unter dem ausladenden Blätterdach des Nussbaums, ist der Rhododendron eigentlich ganz gut platziert. Sonst wächst dort, im Halbschatten, nicht viel. Ein Grund mehr, die Pflanze stehenzulassen. Außerdem passt sie auch irgendwie in die Lüneburger Heide: Rhododrendren sind nämlich eine Pflanzengattung der Heidekrautgewächse. Rhododendron kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet Rosenbaum.

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