Sonntag, 13. Juli 2014

Vom Wegesrand in die Vase

Allemal schöner als üppig blühende Pesizid-Rosen aus
Afrika: Wiesenblumen vom Wegesrand.
Wir lieben Blumen, aber Schnittblumen bekomme ich eigentlich gar nicht mehr so gerne geschenkt, seit ich eine Dokumentation über die Schnittblumenindustrie in Afrika gesehen habe. Zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Rosen stammen aus Kenia, und auch bei vielen anderen Blumen handelt es sich um Importware aus Afrika, die unter ökologisch und sozial unvertretbaren  Bedingungen produziert worden ist. Zwar gibt es vielerorts Blumensträuße mit dem Fair-Trade-Siegel zu kaufen, aber an der Pestizidbelastung und Übernutzung der Böden ändert auch dieses Siegel nichts. Doch ganz auf Schnittblumen verzichten? Nein, man kann es ja auch so machen wie meine Nichten Yara, Linnea und Lia, die uns heute zusammen mit ihrem kleinen Bruder Shahin und ihrer Mutter Nina besucht haben. Sie haben einen wunderschönen kleinen Wiesenblumenstrauß mitgebracht, den sie unterwegs am Wegesrand gepflückt hatten. Wir haben uns über diesen Strauß mehr gefreut als über so manchen gekauften, den wir in der Vergangenheit geschenkt bekommen haben. Wem Wiesenblumen nicht "edel" genug sind, verschenkt vielleicht stattdessen Blumen aus dem eigenen Garten hat welche, die er von einem Blumenfeld, wo Blumen zum Selberpflücken angeboten werden, geholt hat.

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