Donnerstag, 23. Oktober 2014

Radtour wider Willen

Da ich pünktlich bei der Geburtstagsfeier ankommen
wollte, verzichtete ich auf Fotostopps und fotografierte
stattdessen im Fahren – die eine Hand am Fahrradlenker,
die andere am iPhone.
Eigentlich wollte ich heute gar keine Radtour machen, sondern mit meinem geliebten, superpraktischen Faltrad nur die zehn Kilometer bis zur nächsten Bahnstation und dann 36 Minuten mit dem Zug fahren und dann noch die vier Kilometer vom Bahnhof bis zu meinem Ziel radeln – ich war zu einem runden Geburtstag eingeladen –, aber es kam ganz anders: Nachdem ich zu Hause etwas zu spät gestartet war, weil ich zuvor noch alle Tiere versorgen musste, sah ich nur noch die Rücklichter des Zuges, als ich an der Bahnstation ankam. Statt mich darüber zu ärgern, sagte ich mir: "Inka, sei doch froh, so kannst Du wenigstens etwas von dem schönen, sonnigen Herbsttag genießen, wenn Du die ganze Strecke mit dem Fahrrad fährst. Und der Zug wäre doch auch viel zu früh angekommen, sodass Du noch mehr als eine Stunde Zeit hättest "totschlagen" müssen. Mit dem Fahrrad kommst Du jetzt, wenn Du Dich etwas beeilst, pünktlich an und hast keinen Leerlauf.
So radelte ich fast 50 Kilometer durch die schöne Herbstlandschaft, freute mich über das bunte Laub, den blauen Himmel und die wärmenden Sonnenstrahlen.
Vielleicht sollte ich öfter mal den Zug verpassen ...

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