Montag, 16. Februar 2015

Fleißig gegraben

Der Jogger wird sich gewundert haben, als er mich
am Wegesrand hockend und die Maulwurfshügel
fotografierend gesehen hat. Egal!
Nanu, wird hier ein Kabel verlegt? Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs zur Postfiliale in Hankensbüttel und wundere mich über den frischen Erdaushub neben dem Radweg. Aber irgendwie sieht der ziemlich unprofessionell aus. Nein, das war kein Minibagger und auch kein Bauarbeiter mit Spaten oder Schaufel. Es war offensichtlich ein Maulwurf oder, in der Fachsprache der Biologen, ein Talpa europaea.
Maulwurfshügel sind ja nichts Besonderes, aber so viele in einer Reihe angeordnet habe ich noch nie gesehen. Ich zähle fast 100 auf einer Strecke von etwa 50 Metern. Wow, da war aber einer fleißig!
Wieder zu Hause, muss ich gleich mal recherchieren. "Die Grabgeschwindigkeit kann, je nach Bodenbeschaffenheit, bis zu sieben Meter pro Stunde betragen", lese ich bei Wikipedia.
Wenn der Erdaushub ihn nicht verraten würde, wüssten wir gar nicht, wo und wie ein Maulwurf unter der Erde aktiv ist und würden nicht ahnen, dass neben dem Radweg ein Tunnel verläuft. Zu sehen bekommt man Maulwürfe meistens leider nur, wenn sie tot am Wegesrand liegen.

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