Samstag, 25. April 2015

"Erste Hilfe" für halb verhungerte Hummeln

Gierig saugt die Hummel mit ihrem Rüssel die Zuckerlösung aus dem Esslöffel.
Wir waren heute Nachmittag gerade mit Renovierungsarbeiten in unserer Küche beschäftigt, da entdeckten wir eine apathisch im Putzeimer liegende Steinhummel.  Klar, dass wir sofort "Erste Hilfe" leisteten: Wir setzten eine Nektar-Ersatz-Lösung an, bestehend aus zwei Tropfen warmen Wasser und so viel Zucker dazu, wie sich löst. Die Hummel war ziemlich ausgehungert, streckte ihren Saugrüssel aus und begann, die Zuckerlösung aufzunehmen. Danach dauerte es eine Weile, bis das Leben sichtlich in sie zurückkehrte. Ob sie es schaffen wird, wissen wir nicht, aber im Putzeimer hätte sie es nicht mehr lange gemacht.
Kaum hatten wir der einen Hummel wieder auf die Beine heholfen und im Garten ausgesetzt, entdeckten wir in der Küche eine weitere Steinhummel (gut zu erkennen am organgefarbenen Hinterteil und der sonst einheitlich schwarzen Farbe). Also wieder Zuckerlösung ansetzen, Hummel füttern, und im Garten aussetzen, wo sie kurz darauf schon die Blüten der Jostabeere umschwirrt.
Zumindest die nächste Zeit haben sie genug Nahrung: Die Kirschen blühen, Zwetschgen und demnächst Birnbaum und Apfelbäume, danach könnte es schon wieder etwas eng werden, wir müssen unbedingt noch mehr pflanzen, damit sie das ganze Frühjahr, im Sommer und bis in den Herbst hinein etwas finden.

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