Freitag, 8. Mai 2015

Mitternächtliche Begegnung mit einer Stachelkugel

Zusammengerollt zu einer Stachelkugel, ist der Igel recht gut ge-
schützt. Nur gegen Autos nützt ihm diese Strategie leider nichts.
Wir hätten sie im Dunkeln wahrscheinlich gar nicht entdeckt, aber die Hunde mit ihren feinen Nasen hatten sie natürlich sofort aufgespürt, die Stachelkugel auf dem Rasen. Kläffend standen sie um die Kugel herum, hüteten sich aber davor, sie zu attackieren, denn sie wissen aus leidvoller Erfahrung: Das kann ziemlich weh tun.
Obwohl wir wussten, dass dem Igel zusammengerollten nichts passieren würde, holten wir die Hunde sofort wieder ins Haus, nicht nur, um dem Igel noch mehr Stress zu ersparen, sondern auch aus Rücksicht auf die Nachbarn. Die müssen jetzt, gegen Mitternacht, schon genug Lärm ertragen, denn jetzt sind grölende Besoffene auf dem Nachhauseweg. An diesem Wochenende ist bei uns im Dorf nämlich Schützenfest, und anscheinend können das die meisten der Teilnehmer nur in stark alkoholisierten Zustand ertragen.
Um unangenehme Begegnungen mit torkelnden Schützenbrüdern zu vermeiden, haben wir die mitternächtliche Hunderunde durchs Dorf heute ausnahmsweise einmal ausfallen lassen und die Hunde stattdessen nur auf den Hof gelassen. Und so kam es zu der Begegnung mit der Stachelkugel. Außerdem tauchten im Taschenlampenlicht die ersten beiden Maikäfer dieses Jahres auf.

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