Samstag, 13. Juni 2015

Die Apfelernte liegt am Boden

Die Apfelbäume leiden unter Trockenstress und werfen die Äpfel ab.
Unser Celler Dickstiel, der uns im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit einer reichen Ernte voller lecker schmeckender Äpfel bedachte, sieht noch immer wunderbar gesund aus, aber die Trockenheit hinterlässt ihre Spuren: Für all die kleinen Äpfel, die unter seiner Krone im braunen Gras liegen, wäre auch der für heute angekündigte Regen zu spät gekommen. Der Baum schmeißt ab, was unter diesen Bedingungen nicht groß zu ziehen ist.
Das Gewitter fiel bei uns aus. Schwül war es, lauter dunkle Wolken zogen vorbei, einen einzigen nennenswerten Guss gab es, aber auch dessen Tropfen reichten nicht einmal unter die Kronenbereiche der großen Bäume, jetzt ist der Himmel schon wieder klar. Um wenigstens die letzten Äpfel zu retten, habe ich heute Abend noch einmal ausgiebig gesprengt, aber eine Lösung ist das nicht.
Die Landwirte bei uns im Dorf kann ich gar nicht mehr verstehen. Mehrfach fuhren sie mit ihren Spritzentanks am Haus vorbei, der Ackerrand war heute Abend gelb, wo das Unkrautvernichtungsmitteln schon sein zerstörerisches Werk vollbracht hat. Wären die Bauern mit Ladungen voller Wasser vorbeigekommen, um ihre Ackerfrüchte zu retten, das hätte für mich Sinn gemacht. Stattdessen wird auf das trockene Zeug jetzt noch Gift gegossen. Völlig verrückt.

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