Sonntag, 26. Juli 2015

Eine vom Aussterben bedrohte Art

Ein Hingucker am Wegesrand: die Heide-Nelke.
Sie wächst auf trockenen Wiesen und Wegrändern und braucht magere, kalkarme Böden. Doch ihr Lebensraum schrumpft, und so kommt sie immer seltener vor, und deshalb ist sie nicht nur nach der Bundsartenschutzverordnung streng geschützt, sondern steht auch schon in der Hälfte aller Bundesländer, darunter Niedersachsen, auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Umso mehr freue ich mich, dass auch in diesem Sommer wieder bei uns am Ortsrand viele Exemplare dieser kleinen, wunderschönen Blume blühen.
Die Umwandlung von Magerwiesen und Sandtrockenrasen in Acker, Grünland, Forst oder Bauland und die Stickstoffeinträge aus der Luft und durch die Landwirtschaft machen der Heide-Nelke (Dianthus deltoides) vielerorts das (Über-)Leben schwer. Die Lüneburger Heide mit ihren nährstoffarmen, lockeren Sandböden ist eine der wenigen Gegenden, in denen diese Blume überhaupt noch anzutreffen ist.

Die rosa- bis purpurfarbigen Blütenblätter haben kleine,weiße Punkte, die sich bei näherer Betrachtung als deltaförmig
erweisen – daher die lateinische Bezeichnung deltoides im botanischen Namen.

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