Mittwoch, 5. August 2015

Mottenkraut mit Waldmeisterduft

Wehrt Motten ab: ein Sträußchen Steinklee 
im Schlafzimmer. Wer empfindlich auf 
Cumarin reagiert, hängt den Steinklee 
besser im Kleiderschrank auf.
Ein Sträußchen Steinklee im Schlafzimmer ist ein altbewährtes Hausmittel, um Kleidermotten abzuschrecken. Motten reagieren sehr empfindlich auf Gerüche. Getrockneter Steinklee verströmt einen intensiven Geruch, der an Waldmeister erinnert, also von uns Menschen nicht als unangenehm empfunden wird – ganz im Gegensatz zu den Motten. Verantwortlich für diesen Geruch ist der Inhaltsstoff Cumarin.
Steinklee (Melilotus officinalis), der auch Honigklee genannt wird (daher das griechische Wort Méli = Honig im botanischen Namen) und eine gute Bienenweide ist, hilft aber nicht nur gegen Motten, sondern ist auch ein altes Volksheilmittel, das seit der Antike gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt wurde, insbesondere bei Ödemen, da das Cumarin eine entzündungshemmende Wirkung hat. Heutzutage finden Steinklee-Präparate vor allem Anwendung bei der Therapie von Durchblutungsstörungen. Überdosiert kann das Cumarin im Steinklee allerdings Kopfschmerzen und Benommenheit hervorrufen.

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