Montag, 7. September 2015

Gelbe Riesen – schön und gut fürs Klima

Während sich die Blätter und Knospen der Sonnenblumen – hier unser fast drei Meter hohes Exemplar der Sorte "Herbst-schönheit" – im Tagesverlauf mit der Sonne drehen, verharren die Blütenköpfe der aufgehenden Sonne 
im Osten zugewandt.
Eigentlich soll sie "nur" zwei Meter hoch werden, aber bei uns im Gemüsegarten ist sie so in die Höhe geschossen, dass wir eine Leiter bräuchten, um uns eine Blüte für die Vase zu schneiden, aber das kommt für uns sowieso nicht in Frage. Viel lieber erfreuen wir uns draußen im Garten an den Blüten. Dabei ist die Sorte "Herbstschönheit" (Helianthus annuus) eigens so gezüchtet worden, dass sie statt einer großen, schweren Blüte wie bei den zur Ölgewinnung dienenden Sonnenblumen einen ganzen Strauß kleinerer Blüten hervorbringt, die als Schnittblumen dienen sollen.
Kleinere Blüten haben den Vorteil, dass sie nicht gleich abknicken, wenn der Wind mal kräftiger bläst. Außerdem währt die Blütenpracht länger. Während die älteste Blüte schon fast verblüht ist, hat sich die jüngste noch gar nicht geöffnet.
An Sonnenblumen fasziniert mich nicht nur das schnelle Wachstum und die stattliche Größe, die sie erreichen, sondern auch ihr beachtlicher Beitrag zum Klimaschutz: Eine ausgewachsene Pflanze kann, ein vollsonniger Standort vorausgesetzt, an einem einzigen Tag das in einem 100 Kubikmeter großem Raum vorhandene Kohlenstoffdioxid (CO2) binden. Vielleicht sollten wir statt der riesigen Mais-Monokulturen für die Biogasanlagen lieber im großen Stil Sonnenblumen pflanzen. Die müssten sich doch eigentlich doppelt nutzen lassen. Aus den Kernen würde man Öl gewinnen, und die Grünmasse wandert in die Biogasanlage.

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