Donnerstag, 29. Oktober 2015

Bienenfreund ohne Bienen

Blühende Phacelia. Als Bienenweide kommt sie zwar zu spät, als Augenweide gerade zu rechten Zeit.
So ein Pech: Im Sommer haben die Bienen auf den Feldern und Äckern kaum etwas gefunden, weil immer mehr landwirtschaftliche Flächen in Mais-Monukulturen (Futter für die Biogas-Anlagen) umgewandelt worden sind, und jetzt, im Herbst, gibt es Nahrung im Überfluss. Dummerweise sind zu dieser Jahreszeit kaum noch Bienen unterwegs.
Aber die Bauern haben die Rainfarn-Phazelie (Phacelia tanacetifolia), die eine sehr ertragreiche Bienentrachtpflanze ist und deshalb umgangssprachlich auch als Bienenfreund bezeichnet wird, auch gar nicht wegen der Bienen angepflanzt, sondern als Bodenverbesserer. Gründüngung nennt man diese Methode. Die ursprünglich aus Amerika stammende Pflanze ist nicht winterhart. Sobald die Temperatur unter minus fünf Grad sinkt, stirbt sie ab. Zuckerrüben können anschließend direkt in die Pflanzenreste ausgesät werden. Bei anderen Folgekulturen kann es sinnvoll sein, die Grünmasse unterzupflügen.
Auch wenn die blühende Pharcelia jetzt als Bienenweide zu spät kommt: Eine Augenweide ist sie allemal.

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