Freitag, 16. Oktober 2015

Zusammenrücken und erfinderisch sein

Geranie im Winterquartier in der Küche.
Beobachtung im Vorbeifahren: Aus der geöffneten Containerklappe schauen lauter Blüten hervor, der Baumarkt hat aussortiert. Was nicht mehr hübsch aussieht, wird "entsorgt". Im privaten Haushalt ist es meist nicht anders, wer in einer kleinen Mietwohnung wohnt, hat es schwer, so mal eben drei Blumenkästen voller Geranien ein ansprechendes Winterquartier zu bieten, bevor der Frost die empfindlichen Pflanzen ohnehin dahinrafft.
Diese Ausrede haben wir nicht, Platz haben wir genug, trotzdem ist es jedesmal wieder ein Puzzlespiel, den richtigen Überwinterungsplatz für die einzelne Pflanze zu finden.
Bei unseren beiden "abgefackelten" Küchengeranien lag es nah, die Pflanzen, die sich vom aschegrauen zusammengeschrumpelten Häufchen wieder zu zwei perfekten Exemplaren entwickelt haben, wieder in der zwischenzeitlich hergerichteten Küche unterzubringen, wo sie seit Jahren die dunklen Monate überdauern.
Duftgeranie hinter der
Bistrogardine.
Schwieriger ist es bei den vielen Ablegern, die noch keinen angestammten Winterplatz haben. Um die gut über den Winter zu bringen, hilft als Rezept nur, zusammenzurücken und erfinderisch zu sein (erinnert an ein aktuelles Thema unserer Tage).
Der kleine Eimer mit dem Henkel gab die Lösung vor: Weil sich die Töpfe auf dem Fensterbrett schon arg drängelten, zog der ein Stockwerk höher, wurde über die Gardinenstange gezogen, sodass die Duftgeranie darin nun auch etwas vom spärlichen Winterlicht abbekommt.
Draußen stehen noch etliche Einwanderer auf Abruf: die kleine Magnoliensammlung und zwei Zitronen. Eines ist klar, an die Gardinenstange kann ich deren große Töpfe nicht hängen ...

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