Mittwoch, 27. April 2016

Nasse Füße tun ihr gut

Seit Tagen wechselhaftes Aprilwetter. Die Sonne lässt sich nur sporadisch blicken, wenn sich ein Loch in der dichten Wolkendecke zeigt. Dennoch sind trübe Tage jetzt viel besser zu ertragen als in den Wintermonaten, denn überall blüht es so schön gegen die Tristesse an. Besonders kräftig leuchten die Sumpfdotterblumen (Caltha palustris), die am Rand von Bächen und Gräben und feuchten Wiesen anzutreffen sind. Da sie es, wie der Name schon andeutet, feucht mag, macht ihr der Regen nichts aus. Im Gegenteil, "nasse Füße" tun ihr sogar gut.

Leuchtend gelb blühende Sumpfdotterblumen am Rand einer Feuchtwiese.
Zur Walpurgisnacht, die uns am 30. Aril bevorsteht, wurde einst Sumpfdottterblumen gesammelt und vor die Türen der Viehställe gestreut, um so Hexen fernzuhalten, die bekanntlich in der Walpurgisnacht am aktivsten sind. In Dänemark, Schweden und Irland glaubte man sogar, dass die in der Walpurgisnacht gesammelten Sumpfdotterblumen Zauberkräfte besitzen.
Heutztage sollte man es unterlassen, die gelben Blumen zu pflücken, denn sie gilt als in ihrem Bestand gefährdet. Bei uns in Niedersachsen steht sie deshalb, ebenso wie in Hamburg, Berlin und Brandenburg auf der Roten Liste. Verantwortlich dafür ist vor allem das Trockenlegen von feuchten Wiesen und das Trockenfallen vieler Bäche und Gräben infolge des gesunkenen Grundwasserspiegels.

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