Mittwoch, 7. September 2016

An was erinnert mich dieses Bild?

Beim Betrachten dieser treppenstufenartig angeordneten Birnen hatte ich heute ein Bild aus meiner Kindheit vor Augen.
Es ist kaum zu glauben, dass so ein kleiner Birnbaum schon so viele und so große Früchte trägt, denke ich. Sechs Birnen zähle ich alleine an einem dünnen Zweig. Sie hängen so dicht nebeneinander, dass sie sich fast berühren. Und obendrein sind sie auch noch treppenstufenartig angeordnet. Sehr elegant! An irgendetwas erinnert mich dieses Bild, aber an was? Ich muss eine Weile überlegen, dann fällt es mir ein: Ja, klar, an das Glockenspiel an der Fassade des Rathauses in der Stadt, in der ich die ersten fünf Jahre meines Lebens gewohnt habe.  Ohne das Glockenspiel wäre die Rathausfassade nicht mehr als eine schmucklose, hässliche Betonwand gewesen. Aber mit den unterschiedlich großen Glocken – links unten hing die größte, die mit dem tiefsten Klang, und rechts oben die kleinste, und die hatte den höchsten Klang.
Dieses Glockenspiel faszinierte mich als Kind genauso, wie mich heute die Koshi-Klangspiele begeistern. Wahrscheinlich hat das Glockenspiel irgendwo in meinem Kopf ein kleines Plätzchen gefunden und behalten, denn sonst hätte ich es längst vergessen, und das Bild wäre heute nicht abrufbar gewesen, als ich den kleinen Birnbaum neben unserem roten Gartenhaus betrachtete.

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