Sonntag, 2. Oktober 2016

An der Gerdau entlang

Nicht tief, aber dafür umso schöner: die Gerdau zwischen 
Eimke und Wichtenbeck.
Inspiriert von den Tourenbeschreibungen von Niels Tümmler aus Bargfeld, der in unserem Südheide-Magazin Calluna die Kolumne "Plattdüütsch" (Plattdeutsch) schreibt und mit eigenen Fotos illustriert, haben wir uns heute auf den Weg ins Flusstal der Gerdau gemacht. Unsere insgesamt 19,6 Kilometer lange Wanderung führte uns von Bargfeld am Naturschutzgebiet Mönchsbruch vorbei nach Eimke und von dort am Westufer der Gerdau entlang flussaufwärts bis an den Rand des Kiehnmoor und dann am Ostufer zurück nach Eimke. Von dort sind wir dann durch den kleinen Ort Wichtenbeck und über den Kapellenberg zurück in Richtung Bargfeld gegangen.
Es war unsere erste längere Wandertour in diesem Herbst – im Sommer waren wir ja meistens mit dem Fahrrad unterwegs – und für die beginnende Wandersaison ein Auftakt nach Maß: Die Gegend dort ist tatsächlich so wunderschön, wie von Niels Tümmler beschrieben, und das Wetter war nicht weniger abwechslungsreich als die Landschaft. Wir hatten viel Sonne, wunderbare Wolken, einen kräftigen Regenschauer und danach einen traumhaften Regenbogen.

Blick von der "Kirchsteigbrücke" auf den Fluss.
Nachdem wir vor einigen Jahren schon auf der Gerdau von Bohlsen bis zur Mündung in die Ilmenau bei Holdenstedt am südlichen Stadtrand von Uelzen gepaddelt waren, lernten wir nun endlich auch einmal den Oberlauf des Flusses kennen – und waren fasziniert von dem kalten, klasklaren, durchaus flott fließenden Wasser und den Wanderwegen an den Ufern entlang.

Über uns scheint noch die Sonne, im Hintergrund verfinstert sich der Himmel.

Obwohl Fyffes und Fussel nach dem Sommer nicht mehr so gut im Training waren, bewältigten sie die Tour ohne ein Anzeichen von Müdigkeit. Aber geradezu phänomenal war, dass auch Fiene, obwohl erst fünf Monate alte und als Jack Russell mit kürzeren Beinen ausgestattet als die beiden langbeinigen Parson-Russell-Terrier, nicht schlapp machte und nur einmal, während des Regenschauers, mein Angebot, sie ein Stück zu tragen, annahm.

Fyffes, Fussel und Fiene auf dem Wanderweg, der am Ostufer der Gerdau entlang führt.
Heidschnuckenherde auf einer Wiese in der Flussaue.
Kaffeepause auf einer Bank am Waldrand bei Wichtenbeck.
Erlenbruchwald am Rand des Kiehnmoores.
Fyffes am Kapellenberg.
Regenbogen, als nach dem Schauer wieder die Sonne hinter den Wolken hervorkommt.

Kommentare:

  1. Liebe Inka, liebe Marion,

    es ist erstaunlich, wie unterschiedlich eure nähere und weitere Umgebung ist und auch wie schön. Weite, großzügige Flächen wie Wiesen und Wälder und herrliche kleine Naturnischen scheint es bei euch noch in beruhigend großer Anzahl zu geben. Leider winkt aber auch auf dem letzten Foto hinten schon die moderne Technik in Form von Windrädern.
    Auf dem dritten Foto hat man zuerst das Gefühl, in den Bergen zu sein, aber es sind nur Wolken.
    Schön auch, wie Ihr zwei die Kaffeepause genießt: Zwei Frauen, die wissen, dass sie in einer wunderbaren Umgebung leben.
    Liebe Grüße
    Felicitas

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    1. Danke, liebe Felicitas, für Deinen Kommentar. Zum Glück leben wir in einer sehr dünn besiedelten Gegend. Bei 16 Einwohnern je Quadratkilometer habe ich manchmal den Eindruck, dass es hier mehr Windräder als Menschen gibt. Wir genießen es sehr, stundenlang mit den Hunden durch die Landschaft streifen zu können, ohne dabei ständig anderen Menschen zu begegnen.
      Liebe Grüße
      Inka

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