Samstag, 22. Oktober 2016

Lange verschmäht, jetzt wieder geliebt

Lieber Grün als Braun – das gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für den Grünkohl. Als Kind hätte man mich mit Grünkohl jagen können, und auch heute mag ich ihn überhaupt nicht, wenn er auf die klassische, norddeutsche Art zubereitet ist – zerkocht und mehr braun als grün. Dass man den Grünkohl auch farb- und formbeständiger und vor allem vitaminschonender zubereiten kann, erfuhr ich erstmals durch eine Reportage über die Bermuda-Inseln, wo Grünkohl offenbar besonders beliebt ist und entsprechend häufig in den Gärten angebaut wird – als Alternative zu teurem Importgemüse.
Mittlerweile erlebt der Grünkohl auch hierzulande eine Renaissance, nicht nur in Sterne-Küchen, sondern auch zuhause bei den Hipstern, die ihn schon zum Superfood erklärt haben. Seitdem grüne Smoothies in Mode sind, kommt er im Winter immer häufiger in den Mixer – frisch aus dem Garten und reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. So schmeckt er mir auch am besten.
Wie komme ich gerade heute auf das Thema Grünkohl? Eine Wanderung, die wir heute mit Leserinnen und Lesern unseres Vier-Jahreszeiten-Magazins der Südheide unternahmen, führte uns durch ein kleines Dorf und dort an einem Garten mit Grünkohl vorbei.

Der Grünkohl in diesem Garten steht wie eine Eins ....
... was man von der den Garten umgebenden Mauer nicht unbedingt behaupten kann.

Kommentare:

  1. Hallo Inka, aber die Mauer hat was, mir gefallen solche Dinge. Sie könnte sicher Geschichten erzählen die auch sehr spannend sein würden. oder?
    Ganz liebe Grüße von Edith, der Naturwanderin

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    1. Ja, das Mauerfragment hat nicht nur einen morbiden Charme, sondern es könnte tatsächlich auch viele Geschichte erzählen, immerhin soll es Teil der Schlossmauer gewesen sein. Vom Schloss selbst gibt es nur noch ein paar Mauerreste. Das Gebäude wurde nahezu komplett abgetragen, und die Steine wurden als Baumaterial verwendet.
      Danke und liebe Grüße
      Inka

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