Mittwoch, 4. Januar 2017

Eine ziemlich nasse Angelegenheit

Auf den Moorwiesen steht das Wasser zwischen den Binsen.
Das Moor ist auch nicht mehr das, was es mal war – nämlich vor allem ziemlich nass. Durch etliche, zum Teil bis zu zwei Meter tief ins Gelände eingeschnittene Gräben ist es viele Jahrzehnte lang entwässert worden. Moorkultivierung nennt man das Urbarmachen von Moorböden zur Gewinnung von landwirtschaftlicher Nutzfläche – in diesem Fall Weideland. "Kultiviert" waren derlei Eingriffe allerdings nicht. Ich würde sie eher als barbarisch bezeichnen, zerstörten sie doch einen uralten Naturrraum. Klar, auch das Weideland hat seinen Wert, insbesondere für Wiesenvögel, aber der ursprüngliche Charakter ist verloren gegangen. Zurzeit ist das Moor allerdings fast so feucht wie früher. Die ergiebigen Regenfälle brachten viel Wasser, das allerdings auf dem oberflächlich gefrorenen Boden nicht abfließen konnte. Und so holt man sich, wenn man nicht mit wasserdichten Schuhen oder Gummistiefeln ausgestattet ist, dort schnell mal nasse Füße.

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