Sonntag, 8. Januar 2017

Wacholder im Nebelmeer

Grüne Säulen säumen den Waldweg, und an einigen der Wacholder (den weiblichen) 
hängen sogar Beeren, die im botanischen Sinne allerdings Zapfen sind.  
Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) gilt als die "Zypresse des Nordens", dabei ist er das weltweit am weitesten verbreitete Nadelgehölz und nicht nur im Norden zu Hause. Der Vergleich mit der Zypresse drängt sich wegen der Säulenform auf, er passt aber auch aus botanischer Sicht, denn Wacholder gehören tatsächlich zur Familie der Zypressengewächse.
Besonders schön kommen die faszinierenden Kleinbäume in der offenen Heidelandschaft zur Geltung. Aber auch im Wald entdecken wir immer wieder schöne Exemplare. Sie stehen meist an Wegen oder am Rand von Lichtungen, wo sie nicht so stark von den Bäumen beschattet werden.
Heute, im Nebel, wirkten die Wacholder geradezu mystisch und märchenhaft. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie der Nebel die Landschaft verzaubert.
Wacholder wachsen übrigens sehr langsam – nur etwa zehn Zentimeter im Jahr – und können sehr alt werden. In der Lüneburger Heide gibt es etliche Wacholder, die schon seit 500 bis 600 Jahren dort stehen. Ihr Glück ist es, dass sie von den Heidschnucken und anderen Weidetieren verschmäht werden, und abgeholzt werden dürfen sie auf den unter Naturschutz stehenden Heideflächen sowieso nicht.

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