Sonntag, 25. Juni 2017

Herr und Frau Gimpel geben sich die Ehre

Der Vogelschwund in Deutschland ist dramatisch. Ein Drittel aller Vogelarten zeigt seit Ende der 1990er Jahre "signifikante Bestandsabnahmen", teilte im Mai der NABU mit. Von der Bundesregierung offiziell bestätigten Zahlen zufolge gab es allein beim Kiebitz zwischen 1990 und 2013 einen Rückgang um 80 Prozent, beim Rebhuhn sogar um 84 Prozent. Verantwortlich für diese besorgniserregende Entwicklung insbesondere bei den Feld- und Wiesenvögeln ist die intensive Landwirtschaft, die vielen Arten den Lebensraum genommen hat. Indem wir Erzeugnisse aus ökologischem Landbau kaufen, können wir den Vogelschwund nicht stoppen, aber immerhin einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass er nicht immer noch schlimmer wird.
Und im eigenen Garten lässt sich immerhin für die Singvögel etwas tun, die ebenfalls buchstäblich auf dem absteigenden Ast sind. Statt großer Rasenflächen, die streng genommen nichts Anderes sind als die landwirtschaftlichen Monokulturen im Kleinen, können wir unsere Gärten vielfältig und vogelfreundlich gestalten. Darüber hinaus ist die Ganzjahresfütterung ein Erfolg versprechende Möglichkeit, die Artenvielfalt bei den Gartenvögeln zu erhöhen. Unser Selbstbedienungsrestaurant im Apfelbaum hat also 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Bis zu zwei Zentner Sonnenblumenkerne gehen dort im Jahr über die Theke.
Das Angebot nehmen Blaumeise, Kohlmeise, Weidenmeise, Buchfink, Kernbeißer, Kleiber, Grünfink, Rotkehlchen, Amsel und Wacholderdrossel dankbar an. Heute haben sich zwei neue Gäste am reich gedeckten Tisch eingefunden: Herr und Frau Gimpel kamen zu einem ausgiebigen Frühstück vorbei, und darüber haben wir uns riesig gefreut.

Ein Gimpelpaar hat sich in unserem Selbstbedienungsrestaurant eingefunden.

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