Dienstag, 30. Juli 2013

Heidekartoffeln

Diese Kartoffeln, die ich heute beim Hundespaziergang entdeckte, haben es offenbar unter der Erde nicht mehr ausgehalten und sind ans Tageslicht gekrochen. Bis zur Ernte werden sie allerdings grün und damit ungenießbar werden.
In wenigen Wochen beginnt die Kartoffelernte. Reif sind die Knollen, wenn das Kraut der Pflanze abgestorben sind. Zwar haben einige Bauern frühe Sorten schon geerntet, aber die Haupterntezeit liegt im August.
Der Kartoffelanbau in der Lüneburger Heide hat übrigens eine lange Tradition. Unsere Region ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts eines der größten Kartoffelanbaugebiete Deutschlands – und die „Heidekartoffel“ ein Exportschlager. Die EU-Kommission hat die "Lüneburger Heidekartoffel" 2010 in die Liste geschützter geografischer Nahrungsmittel aufgenommen. Die Heidekartoffel muss laut EU-Anforderung vorwiegend festkochend oder festkochend und mindestens drei Zentimeter lang sein. Zudem muss sie aus den Landkreisen Celle, Gifhorn, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Soltau-Fallingbostel und Uelzen oder der Gemeinde Visselhövede aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) stammen.
Ein Großteil der Heidekartoffeln kommt aber nicht als Speisekartoffeln auf den Markt, sondern geht als Rohstoff in die industrielle Weiterverarbeitung. Die bekanntesten Produkte dürften die Kartoffelchips aus Hankensbüttel und die Kartoffelflocken aus Wittingen sein. Darüber hinaus werden Heidekartoffeln aber auch zu Stärke verarbeitet.

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