Freitag, 25. Juli 2014

Urlaub

Ich gönne mir eine Woche Sommerurlaub und flüchte vor dem schwülen Gewitterwetter ins etwas kühlere Schweden. Am 3. August bin ich zurück, und dann geht es hier täglich weiter.
Allen Leserinnen und Lesern eine schöne Zeit! 
Stay tuned! 

Donnerstag, 24. Juli 2014

Dauerregen

Kaum zu glauben: Gestern Abend saßen wir noch mit unserem Besuch aus Spanien fast bis Mitternacht bei Kerzenlicht draußen im Garten und genossen den lauen Sommerabend nach dem ziemlich heißen Tag. Und heute? Dauerregen! Und zwar heftig! Aber das ist auch ganz gut so, denn die Pflanzen hatten den Regen schon wieder dringend nötig. Und ehrlich gesagt: Ich liebe es, den Regen auf das Fensterblech und gegen die Scheibe prasseln zu hören.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Oranges Garten-Duo

Die Ringelblume ist eine üppig blühende Zierde für jeden Garten und obendrein auch noch eine altbekannte Heilpflanze.
Sie sind ganz unterschiedliche Sommerblüher, haben aber doch einiges gemeinsam: Sie kommen beide aus der Samentüte, sorgen für orange Farbtupfer im Garten und finden als Heilpflanzen Verwendung.
Die Blüten der Ringelblume (Calendula officinalis) sind essbar und werden in der Lebensmittelindistrie als Farbstoff eingesetzt. In der Naturheilkunde wird sie sowohl innerlich (bei Magen- und Darmgeschwüren) als auch äußerlich angewendet. Ringelblumensalbe wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.
Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) enthält Senföle und wirkt gegen bestimmte Viren und Bakterien. Sie wird gegen Schmerzen, zur Verbesserung der Wundheilung, bei Verdauungsstörungen sowie gegen Infekte der oberen Atemwege eingesetzt. Die Blätter sind nicht nur dekorativ, sondern mit ihrem kresseartigen Geschmack auch eine Bereicherung für viele Salate.

Bei der Kapazinerkresse sind nicht nur die Blüten, sondern auch die Blätter sehr dekorativ und mit ihrem kresseartigen Ge-
schmack auch eine leckere Zutat für den Salat.

Dienstag, 22. Juli 2014

... und dann ab in den Ofen!

Frisches Gemüse kommt mit drei Esslöffeln Olivenöl.Salz
und Gewürzen in eine Auflaufform und dann ab in den Ofen!
In der Supermarkt-Tiefkühltruhe entdeckte ich heute Grillgemüse – eine winzige Portion in einer angeblich praktischen (aufreißen und auf den Grill oder in den Ofen), aber ganz und gar nicht umweltfreundlichen Aluschale und das Ganze zu einem gesalzenen Preis. Ich schüttelte den Kopf und wandte mich ab, war aber dankbar für die kleine Anregung. Statt der Tiefkühlware kaufte ich eine frische, rote Paprikaschote, ein kleines Netz deutsche Bio-Frühkartoffeln. Alles Weitere hatte ich zu Hause in meiner Küche: einen Zucchino aus dem eigenen Garten, zwei rote Zwiebeln, fünf kleine, aromatische Datteltomaten, drei Esslöffel Olivenöl, Salz und Gewürze.
Das Kleinschneiden des Gemüses dauerte keine zehn Minuten. Nach insgesamt einer Viertelstunde Vorbereitungszeit war mein Grillgemüse im Ofen, eine halbe Stunde später konnte ich es auftischen. Die Aluschale und den typischen Geschmack von tiefgekühlte Gemüse habe ich nicht wirklich vermisst, und günstiger als das Convenience-Produkt war es allemal.

Montag, 21. Juli 2014

Landleben hält fit

250 Heuballen habe ich heute Abend quer durch die
Scheune geschleppt und auf den Heuboden geworfen.
Unsere Tiere halten uns buchstäblich auf Trab. Ständig müssen wir für sie Futter heranschleppen und Mist wegkarren. Aber wir wollen uns gar nicht darüber beschweren,  erspart es uns doch den Besuch eines Fitnessstudios oder Sportclubs.
Nachdem ich meine (fast) tägliche Fahrt zum Einkaufen mit dem Fahrrad absolviert hatte – hin und zurück sind das genau zehn Kilometer –, hatte ich gerade noch Zeit für einen Kaffee, dann tuckerte auch schon ein Trecker mit zwei schwer beladenen Anhängern heran. Unser Heu für den nächsten Winter wurde geliefert. Zum Glück aber nicht alles auf einmal. Im vergangenen Jahr mussten wir – zum Glück mit Hilfe einiger Freundinnen – an einem Wochenende 600 Ballen auf den Heuboden hieven. Diesmal waren es nur 250 Ballen. Das reicht natürlich nicht, um die vier Ponys, die vier Schafe und die zwei Ziegen gut und satt über den Winter zu bringen, aber unser Heulieferant, der selbst 35 Pferde hat, ist so nett und lagert das restliche Heu auf seinem Heuboden. Wenn die ersten 250 Ballen aufgebraucht sind, rufen wir ihn an, und dann bringt er uns Nachschub. Sehr komfortabel!
Somit konnte ich die Arbeit heute alleine bewältigen. 250 Ballen auf den Heuboden zu hieven, das ist von einer Person alleine an einem Abend durchaus zu schaffen – allerdings ist die Person (in diesem Fall ich) danach auch ziemlich erledigt. Von der Abladestelle bis zur Leiter, die zum Heuboden führt, sind es 20 Meter. Somit habe ich für jeden Ballen 40 Meter zurückgelegt. Bei 250 Ballen entspricht das einer Wegstrecke von zehn Kilometer (den Weg die Leiter hoch nicht eingerechnet). Aber nicht nur die Beinmuskeln wurden beansprucht: Jeden Ballen habe ich einzeln in Kugelstoßermanier auf den Heuboden geworfen. Nach jeweils zehn Ballen bin ich hoch auf den Heuboden, um erst einmal die durcheinander liegenden Heuballen aufzuschichten.
Die Pferde hätten sich am liebsten gleich auf das frische, duftende Heu gestürzt, aber das konnten wir ihnen leider nicht erlauben, denn frisches Heu sollte mindestens drei Wochen lagern, bevor es verfüttert wird.
Es ist immer ein gutes Gefühl, einen gut gefüllten Heuboden vor sich zu haben. Dann sehen wir dem Winter etwas gelassener entgegen, denn wir wissen, dass unsere Tiere genügend zu fressen haben.

Sonntag, 20. Juli 2014

Maisblüten

Die weibliche Blüte der Maispflanze "fischt" mit ihren Griffeln nach den von der
Spitze der Pflanze herabfallenden und vom Wind transportierten Pollen.
Die männliche Maisblüte.
Nein, keine Angst, heute möchte ich mich nicht einmal mehr über den großflächigen Maisanbau als "Futter" für die Biogasanlagen aufregen, sondern meine Aufmerksamkeit der einzelnen Maispflanze schenken. Die ist nämlich durchaus faszinierend – nicht nur, weil sie so schnell wächst und geradezu riesig wird, sondern auch weil sie einhäusig getrenntgeschlechtlich ist. Das heißt, jede Pflanze besitzt sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Letztere befinden sich oben an der Spitze der Pflanze, während die weiblichen Blüten im unteren bis mittleren Bereich des Halmes sitzen, wo sich auch die Maiskolben bilden. Die Bestäubung der weiblichen Blüten durch die Pollen besorgt der Wind. Der Pollen ist klebrig und nur etwa einen Tag lang keimfähig.



Samstag, 19. Juli 2014

Borstig behaart und blau blühend

Wenn der borstig behaarte Borretsch blüht, ist er eine Zierde für jeden Garten – und eine gute Bienenweide.
Obwohl Borretsch (Borago officinalis) seit jeher sowohl in der Küche als auch in der Pflanzenheilkunde Verwendung findet, nutze ich dieses auffällig borstig behaarte Kraut nicht, denn es enthält Pyrrolizidinalkaloide, die leberschädigend und krebserregend sind, allerdings nur, wenn man sie regelmäßig oder in größeren Mengen zu sich nimmt. Gelegentlicher Verzehr gilt hingegen als unbedenklich, und so wird Borretsch auch weiterhin Bestandteil der sogenannten Grünen Sauce bleiben, die vor allem in Hessen als regionale Spezialität gilt. Der gurkenähnliche Geschmack des Borretsch passt auch gut zu Salaten.
Ich habe Borretsch im Garten vor allem als Bienenweide und zur Zierde. Gerade jetzt, zur Blütezeit, ist er besonders attraktiv.