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Sonntag, 15. April 2018

Buschwindröschen und Lerchensporn

Blühende Buschwindröschen ...
Im Hagen, dem einstigen Klosterwald in Hankensbüttel, haben die Stürme des vergangenen Herbstes viel Schaden angerichtet und neben vielen Fichten auch etliche große, dicke Buchen entwurzelt. Ein trauriger Anblick, aber dennoch lohnt sich gerade jetzt ein Spaziergang durch dieses märchenhafte Mischwaldgebiet mit seinen Bachläufen, denn am Waldboden blühen jetzt Buschwindröschen und Lerchensporn.

... und blühender Lerchensporn

Freitag, 23. Februar 2018

Endlich mal ein schönes Verbotsschild

Wir wollen uns mit diesem Foto keinesfalls über Waldbesitzer lustig machen, die Probleme mit 
der Rechtschreibung haben, aber über das Schild zu schmunzeln, ist doch erlaubt, oder?

Verbotsschilder sind etwas typisch Deutsches. Immer und überall gibt es hierzulande etwas zu regeln, und weil Deutschland so dicht besiedelt ist, will man sich auf diese Weise fremde Leute auf Abstand halten. Selbstverständlich auch im Wald. Dort kommt es selten vor, dass uns ein Verbotsschild belustigt, denn wenn ein Waldbesitzer meint, mit dem Schild "Privatweg Durchgang verboten" das allgemeine Waldbetretungsrecht einschränken zu können, hört der Spaß auf. In diesem Fall jedoch ist das Verbotsschild, dass wir jetzt in der Gemeinde Hankensbüttel entdeckt haben, die reinste Freude – nicht das gelbe, sondern das vom Waldbesitzer selbstgestaltete darunter. Es hat sich, fanden wir, gelohnt, das Schild aus der Nähe zu betrachten und den Text zu lesen. Auch können wir in diesem Fall die Verärgerung des Schildermalers durchaus nachvollziehen, denn das illegale Entsorgen von Gartenabfällen im Wald ist eine weit verbreitete Unsitte, die obendrein zur Flora-Verfälschung beiträgt, weil aus vielen Abfallhaufen allerlei exotische Pflanzen sprießen. Nur wenige Meter neben diesem Schild entdeckten wir übrigens einen solchen Abfallhaufen.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Schnell noch die Sonne genießen, bevor wieder der Schnee kommt

Bevor es morgen zur Abwechslung mal wieder trübe und stürmisch wird – am Nachmittag soll sich immerhin kurzzeitig eine weiße Schneedecke über das graue Elend legen –, gab es heute noch einmal Sonne satt. Den Hundespaziergang habe ich deshalb nicht durch den dunklen Wald gemacht, sondern einmal mehr durch die weitgehend baumlose Agrarsteppe mit Blick auf den Windpark. Der sieht bei Sonne und blauem Himmel gar nicht mal so schlecht aus, und mir ist er allemal lieber als irgendein schmutziges Kraftwerk.

Wie die Blüten vieler Blumen scheinen sich die Windräder der gleißenden Sonne zugewandt zu haben.

Dienstag, 13. Februar 2018

Nur ein Schritt vom Sommer in den Winter und zurück

Am Sonntag hörte ich im Radio eine Reportage über eine Reise entlang des Äquators durch Südamerika – und fühlte mich heute beim Hundespaziergang daran erinnert. Clevere Tourismus-Manager entlang der Null-Linie bewerben gezielt die Möglichkeit, mit einem Bein auf der Nord- und einem Bein auf der Südhalbkugel der Erde stehen zu können, und tatsächlich lockt die Aussicht auf diesen Spaß viele Urlauber in die Orte am Äquator.
Ich hätte heute die Möglichkeit vermarkten können, mit dem einem Bein im Sommer und dem anderen im Sommer stehen zu können. Mit Fiene und Fyffes spazierte ich durch die baumlose Agrarsteppe westlich unserer Pferdeweiden, um wenigstens etwas den sonnigen Nachmittag zu genießen. Wow, dachte ich, die Sonne hat ja schon wieder richtig viel Kraft! Vielleicht hätte ich doch eine etwas dünnere Jacke wählen sollen.
Aber dann kamen wir an dem kleinen Park der örtlichen Fachklinik vorbei, und plötzlich war tiefster Winter: die schmale Straße schneebedeckt und vereist, und jetzt war ich doch froh, mich für den Winterparka entschieden zu haben.
Die baumbestandene Nordseite des Parks lag den ganzen Tag lang im Schatten, und so konnte ich dort mit nur einem Schritt konnte ich vom Sommer in den Winter wechseln und umgekehrt.

Auf der Nordseite des Parks, im Schatten der Bäume herrschte heute noch tiefster Winter,
während es sonst schon fast sommerlich warm war.

Sonntag, 21. Januar 2018

Zuckerwatte am Baum

Einen halbwegs sonnigen Tag mit überwiegend blauem Himmel hatten wir erwartet, doch es kam dann anders: Dichter Nebel lag über der Landschaft. Das machte uns aber überhaupt nichts aus, denn wir lieben Nebel, weil er alles so schön weich zeichnet, dass man sich wie von einer Wattewolke umhüllt fühlt.
Aber nicht nur wegen des Nebels war es ein schöner Tag, sondern auch weil im Staatsforst Maseler Wald, durch den wir mit den Hunden wanderten, Zuckerwatte an den Bäumen zu wachsen schien. Dabei handelt es sich um ein seltenes Naturphänomen, das nur an kalten und schneelosen Tagen zu beobachten ist. Was auf den ersten Blick wie Zuckerwatte aussieht, wird als Haareis bezeichnet. Dieses bildet sich nur auf abgestorbenen Ästen von Laubehölzen, die von einem bestimmten Pilz befallen sind: der Rosagetönten Gallertkruste (Exidiopsis effuso).

Nanu, wie kommt denn die Zuckerwatte an den Zweig?
Im Baumpflegeportal gibt es für alle, die wissen wollen, wie das Haareis entsteht, einen ausführlichen Text über dieses faszinierende Naturphänomen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Sonn(en)tag

Marion wird angebettelt: Rück' endlich die Hundekuchen 'raus!
Na, war das ein herrlicher Sonn(en)tag! So viel Sonne wie heute waren wir ja gar nicht mehr gewohnt. Bei einer Außentemperatur knapp unter dem Gefrierpunkt war es gefühlt viel wärmer, und als wir auf unserer 13-Kilometer-Wanderung mit den Hunden zwischen Schweimke und Röhrsen am Waldrand eine Sitzbank mit direkter Südausrichtung entdeckten, ließen wir uns dort für eine kleine Picknickpause mit alkoholfreiem Fruchtpunsch und Müsli-Keksen nieder und blinzelten in die Sonne. Stundenlang hätten wir dort sitzen können, ohne zu frieren, aber den Hunden wurde es, nachdem sie ihre Hundekuchen vertilgt hatten, zu langweilig und sie quengelten solange, bis wir uns von unserem sonnigen Plätzchen erhoben.

Sonne satt und blauer Himmel – so wünschen wir uns den Winter!

Freitag, 12. Januar 2018

Mal den Mund halten ...

Wenn wir draußen unterwegs sind, dann am liebsten nur zu zweit und natürlich mit den Hunden. Zum einen gehen wir schneller, als die meisten anderen – wir wollen schließlich wandern und nicht schlendern, zum anderen nervt es, in Begleitung von Leuten zu wandern, die nicht abschalten können und meinen, pausenlos quatschen zu müssen. Wenn es dabei wenigstens um Naturthemen, zum Beispiel um Beobachtungen am Wegesrand gehen würde. Aber nein, es wird von Freunden, Verwandten und Alltagsbegebenheiten erzählt, die auf einer Wandertour doch nur unnötiger Ballast sind. Diese Geschichten bleiben besser zu Hause, damit die Wandertour auch den gewünschten Erholungseffekt hat.

Wer beim Wandern zu viel quatscht, dem entgehen leicht so schöne Details am Wegesrand wie die Taubnessel, die  aus einer Birke herauswächst, deren Stamm nach Abbruch eines Astes einen klaffenden Spalt hat (fotografiert vor wenigen Tagen am Weg von Wierstorf nach Lüder).
Wir haben festgestellt: Je länger wir wandern, desto ruhiger und entspannter werden wir. Nach acht bis zehn Kilometern stellt sich allmählich ein bestimmtes Glücksgefühl ein, und man wünscht sich, dass die Wanderung nie enden möge. Schwirren zunächst noch viele im Kopf herum, reduziert sich das Denken zugunsten einer intensiver werdenden Wahrnehmung der Natur. Um den Zustand des Nicht-Denkens zu erreichen, den buddhistische Mönche durch jahrelange Meditation anstreben, und damit die höchste Form der Freiheit zu erlangen, muss man allerdings sehr weit wandern, möglichst einen ganzen Tag lang durch eine Landschaft, die weitgehend unverbaut und von Verkehrs- und anderem Zivilisationslärm unbehelligt ist. Solche Voraussetzungen lassen sich hierzulande leider nur selten finden.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Lieber draußen als am Bildschirm

Blick über das zur Zeit ziemlich feuchte Schweimker Moor. Am Neujahrstag schien dort sogar die Sonne, was ja in diesem Winter bislang eher selten der Fall war.
Eine Eiche mit "nassen Füßen" am Rand
des Ochsenmoores bei Hankensbüttel.
Guter Vorsatz für das neue Jahr: Ich will wieder regelmäßig bloggen. In den vergangenen Wochen bin ich leider nicht dazu gekommen. Der Dezember ist für uns bei Calluna stets der arbeitsreichste Monat des Jahres, und diesmal gab es besonders viel zu tun. Immerhin hatte ich Weihnachten vier Tage am Stück, um mich zu erholen. Da wir Weihnachten generell nicht feiern, standen auch keinerlei Verpflichtungen auf dem Programm, und so nutzten wir die Gelegenheit, endlich wieder ausgiebig mit den lieben Hunden zu wandern. Am Ende des zweiten Weihnachtsfeiertages hatten wir etwas mehr als 50 km auf dem "GPS-Tacho". Das Draußensein und die Bewegung taten nach den sitzend vor dem Computerbildschirm verbrachten Arbeitswochen richtig gut, und auch die böse Bronchitis, die mich kurz vor Weihnachten erwischt hatte, konnte den Genuss nur geringfügig trüben.
Zwischen Weihnachten und Neujahr musste ich wieder arbeiten, aber das Jahreswechsel-Wochenende konnten wir dann wieder zum Wandern nutzen. Dabei stellte ich fest: Mein Land-unter Blogeintrag von Ende November ist aktueller denn je. Die Wege waren so aufgeweicht, dass wir froh waren, uns für wandertaugliche Gummistiefel entschieden zu haben.
Den Traum von einem weißen Winter mit knackigem Frost und blauem Himmel über der geschlossenen Schneedecke wollen wir nicht aufgeben, aber wahrscheinlich werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass die Winter infolge des Klimawandels meistens so nass und trüb sind.

Sonntag, 26. November 2017

Land unter

Um trockenen Fußes um diese Pfütze herum zu kommen, muss man sich schon in die Büsche schlagen.

So allmählich geht der November zu Ende – und damit ein Monat, der uns reichlich Regen beschert hat. Heute blieb es zur Abwechslung mal trocken, aber die Wege stehen so voller Wasser, dass man stellenweise "Land unter!" melden könnte. Der im Sommer staubtrockene, sandige Heideboden ist jetzt eine einzige große Matschepampe.

Fussel, Fiene und Fyffes (von links) hatten trotz der vielen Pfützen ihren Spaß.
Ohne Gummistiefel war es schon ein kleines Kunststück, keine nassen Füße zu bekommen, denn viele Pfützen hatten sich in kleine Seen verwandelt.
Bei so viel Nässe ist es kein Wunder, dass sogar die Bäume rosten. Hier ist der Beweis:

Aber können Bäume denn wirklich rosten? Natürlich nicht. Was aussieht wie Rost ist tatsächlich eine Flechte.

Dienstag, 14. November 2017

Buchen suchen

Nach unserer Rückkehr aus Schweden – sorry, dort haben wir diesmal aufs Bloggen verzichtet – streifen wir wieder durch die heimischen Wälder. Auch wenn der "goldene Oktober" schon vorbei ist und viele Bäume bereits kahl sind, hat die herbstliche Laubfärbung doch noch einiges zu bieten, vorausgesetzt man folgt der Empfehlung "Buchen suchen". Das haben wir auch am Sonntag wieder getan. Hier sind einige Impressionen von dieser Tour durch den Staatsforst Emmer Leu bei Hankensbüttel:






Mittwoch, 11. Oktober 2017

Auf der Bank sitzt eine Buche

Wo einst Wanderer rasteten und dabei die Aussicht genossen, wächst heute eine Buche.
Nach der Pilzbank folgt heute, wie schon angekündigt, noch eine weitere Bank der kuriosen Art. Auf dem Höhenzug zwischen Bokel und Stadensen erinnert nur noch eine Bank und ein Tisch an den einst fantastischen Marienblick, der mittlerweile leider komplett zugewachsen ist. Von dem hoch gelegenen Aussichtspunkt konnte man einst – ich kann mich noch gut daran erinnern –  nach Norden weit über die Ebene des sogenannten Uelzener Beckens gucken und in der Ferne neben dem Schornstein der Zuckerrübenfabrik auch den Turm der Stadtkirche St. Marien – daher der Name – erkennen.
Wo einst müde Wanderer rasteten, wächst heute eine Buche. Auch wenn der Sitzplatz nicht mehr sehr einladend wirkt, zeichnet ihn doch ein gewisser morbider Charme aus. Außerdem sehenswert: Vor und neben der Bank fällt das Gelände so steil ab, wie man es sonst nur aus gebirgigen Gegenden kennt.

Hier kann man sehr schön erkennen, dass das Gelände neben der Bank steil abfällt.

Samstag, 7. Oktober 2017

Perfekt für faule Pilzsammler

Wer sich hier setzen will, muss erst einmal Pilze ernten.
Dass es neben Banken und Sparkassen auch  Blutbanken, Datenbanken, Genbanken, Samenbanken, und Spielbanken gibt, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt sein dürften Pilzbanken. Ein besonders schönes Exemplar dieser Gattung haben wir neulich auf einer Wandertour mit den Hunden entdeckt. Sie steht an der unbefestigten Straße, die von Breitenhees über den Försterberg und durchs Bornbachtal nach Stadensen führt.
Eine Pilzbank ist so etwas wie eine Bank für faule Pilzsammler. Man muss die Pilze nicht lange suchen und sich dabei bewegen, sondern kann sie praktisch im Sitzen ernten. Wir haben es allerdings nicht getan und uns stattdessen lieber an dem kuriosen Anblick erfreut. Außerdem waren wir uns nicht sicher, ob die Pilze überhaupt genießbar sind.

Und auch auf dem Picknicktisch vor der Bank wachsen Pilze – manche sogar in der Waagerechten, wie links im Bild zu sehen ist.
PS: In den nächsten Tagen folgt an dieser Stelle ein weiteres Bild einer besonderen Bank, die wir auf derselben Wanderung fotografiert haben.

Mittwoch, 20. September 2017

Abenteuer in der Agrarsteppe

Immer nur auf ausgetretenen Pfaden wandern, ist ja auch langweilig, dachten wir uns, als wir neulich eine unserer beiden Lieblingsrunden mit den Hunden gingen. An einer Stelle, an der wir normalerweise immer rechts abbiegen, gingen wir diesmal geradeaus – einfach nur, weil wir neugierig waren und wissen wollten, wohin uns der Weg führen würde. Doch irgendwann nach etwa einem Kilometer war der schöne Weg zu Ende. Wir standen vor einem Maisfeld mit den schon mehr als zwei Meter hohen Pflanzen wie vor einer grünen Wand. Umdrehen? Na, wenn es denn sein muss ...
Doch da entdeckten wir eine Schneise im Maisfeld, die offenbar für die Feldberegnungsanlage vorgesehen war.
Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, auf Augenhöhe mit den Maiskolben durch so eine Grünschneise zu spazieren.
Am Ende der Schneise durch die Agrarsteppe trafen wir, wie erhofft, auf einen Querweg, den wir kannten und der uns wieder auf die alte Route führte.

Marsch mitten durch den Mais. Uns kam es vor wie auf dem Highway zur grünen Hölle.

Sonntag, 27. August 2017

Durch die "Wildnis"

Der Weg vom Moor in den Wald führt durch die "Wildnis".
Kilometerweit führen die Wege als von Bäumen gesäumte Dämme ins Moor hinein – und dann enden sie abrupt mitten in der "Wildnis". Wir könnten natürlich einfach querfeldein weitergehen, aber das wäre sogar jetzt im Sommer eine feuchte Angelegenheit. Noch nicht einmal mit Gummistiefeln kämen wir trockenen Fußes vom Moor in den dahinter liegenden Wald. Eine Rundtour fällt somit flach. Schade eigentlich ...
Aber einen Verbindungsweg gibt es doch. In den amtlichen Landkarten der Landesvermessung ist er sogar eingezeichnet. Ein kleiner, brauner Strich, der sich durch die Landschaft schlängelt. Wir sind ihn schon oft gegangen, waren aber außer ein paar Jägern und Holzfällern offenbar die einzigen, die sich dorthin "verirrt" hatten. Mittlerweile ist der Weg so zugewachsen, dass wir demnächst ein Buschmesser bräuchten, um auf ihm voran zu kommen. Besonders fies sind die Brombeerranken mit ihren Dornen. Die Hunde tragen wir über die Dornen hinweg. Neuerdings müssen wir auch noch über einen umgestürzten Baum klettern. Erst dann können wir auf einem immer morscher werdenden Steg, der aus einem schmalen, rutschigen Brett besteht, den kleinen Bach überqueren. Über den breiteren Bach am Waldrand gibt es zum Glück eine kleine Brücke.
Es ist jedes Mal eine kleine Expedition, so durch die "Wildnis" zu stapfen, aber es macht auch Spaß, denn es hat ja auch etwas von einem Abenteuer.

Sonntag, 20. August 2017

Kleine Belohnung nach dem Wandern

Buchweizenwaffeln mit pürierten Brombeeren und veganer Schlagsahne.
Wenn wir von einer unserer zehn bis zwanzig Kilometer langen Wandertouren mit den Hunden zurückkommen, freuen wir uns auf die Kaffeepause. Zum Kaffee gab es heute als schöne Alternative zu Kuchen Buchweizenwaffeln aus frisch gemahlenem Buchweizenmehl mit pürierten Brombeeren aus unserem Garten und Schlagsahne – selbstverständlich alles vegan zubereitet. Sehr lecker – und vollwertig und vitaminreich obendrein.
Natürlich bekamen auch die Hunde eine kleine Belohnung nach dem Wandern: ihre Lieblings-Hundekekse.

Sonntag, 16. Juli 2017

Zum Hecheln, dieses Wetter!

Die Hund versuchen, sich durch Hecheln etwas Kühlung zu verschaffen.
20 Grad – das ist doch eigentlich eine angenehme Temperatur zum Wandern. Aber nicht, wenn es so schwül ist wie heute. Die 20 Grad kamen uns gefühlt wie 30 Grad vor, und auch den Hunden war es eindeutig zu heiß, wir wir unschwer an den heraushängenden Zungen erkennen konnten. Deshalb haben wir heute eine nicht ganz so lange Tour gemacht wie sonst.
Doch das drückende Wetter hatte auch etwas Gutes: Es waren keine anderen Leute unterwegs, und wir hatten die Landschaft ganz für uns alleine.

Sonntag, 9. Juli 2017

Wenn schon nicht ans Meer, dann ...

Mit acht Hektar Wasserfläche hat der See im Kurpark schon eine beachtliche Größe.

Bad Bodenteich liegt nicht am Meer, hat
aber immerhin einen "maritimen" Spring-
brunnen zu bieten.
... muss es wenigstens etwas Wasser sein. Strahlende Sonne und blauer Himmel mit ein paar kleinen, durchaus dekorativen Wölkchen – bei so einem Wetter wie heute würde ich am liebsten spontan an die Ostsee fahren – wäre es nicht so weit weg. Für viele sind 200 Kilometer keine große Entfernung, aber wir haben keine Lust, stundenlang im Auto zu sitzen, mal ganz abgesehen davon, dass so ein Tagestrip ans Meer aus ökologischer Sicht eigentlich auch gar nicht in Frage kommt, es sei denn wir würden mit der Bahn fahren.
Nun gut, also nicht ans Meer. Aber doch ans Wasser. Also sind wir mit dem Fahrrad wieder einmal nach Bad Bodenteich gefahren. Das im Kurpark zum See aufgestaute Flüsschen Aue bildet dort immerhin eine acht Hektar große Wasserfläche. Noch mehr Wasser erblickten wir auf dem Weg dorthin: Der Elbe-Seitenkanal ist zwar nur eine künstliche Wasserstraße, ist aber so breit wie ein größerer Fluss, und er hat über die Elbe eine direkte Anbindung ans Meer.
Weil es so schön war, durch die Landschaft zu radeln, sind wir nur auf der Rücktour auf dem direkten und somit kürzesten Weg gefahren. Auf der Hintour sind wir in einem großen Bogen um Bad Bodenteich herum und aus nördlicher Richtung in den Ort gefahren. So kamen wir insgesamt auf rund 50 Kilometer – genau die richtige Länge für eine gemütliche Sonntagstour. Morgen darf es dann gerne wieder regnen ...

Von einer der Brücken über den Elbe-Seitenkanal werfen wir einen sehnsuchtsvollen Blick nach Norden in Richtung Meer.
Hier geht's direkt zu unserer Radtour:

Sonntag, 2. Juli 2017

Süßer das Kraut nie duftet

Mädesüß duftet wie Honig mit einem Hauch Mandelaroma.
Auf unserer Sonntagstour mit den Hunden kamen wir heute an einer Stelle vorbei, an der es verführerisch duftete. Der honig- bis mandelartige Duft entströmte den cremeweiß blühenden Pflanzen am Rand des Grabens neben dem Weg: Mädesüß. Der schöne Name hat allerdings nichts mit süßen Mädchen zu tun, sondern bedeutet wahrscheinlich "Metsüße". Für diese Namensherkunft spricht zumindest die dänische und norwegische Bezeichnung mjødurt (Metkraut). Im Englischen heißt die alte Heilpflanze meadow sweet, also Wiesensüße.
Mit Mädesüß lässt sich natürlich nicht nur Met aromatisieren, sondern auch Tee zubereiten. Besonders köstlich – zum Beispiel zu Erdbeerkuchen – ist Schlagsahne (für uns selbstverständlich in veganer Variante auf Soja-Basis), in die über Nacht (also vor dem Schlagen) ein Stengel Mädesüß gehängt wurde.
Mädesüß gehört übrigens zur Familie der Rosengewächse.

Dienstag, 20. Juni 2017

Für Augen und Nase

Je nach Sorte haben die Kartoffeln entweder violette ....
Die Lüneburger Heide ist das größte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands. 40 Prozent aller hierzulande geernteten Knollen stammen aus unserer Region. Auf den sandigen Böden der Heide gedeiht die Kartoffel besonders gut, allerdings nur, wenn sie künstlich bewässert wird. Seit 2010 ist die Bezeichnung "Heidekartoffel" sogar europaweit geschützt. Nur tatsächlich in der Lüneburger Heide angebaute Kartoffeln dürfen so bezeichnet werden.
Zurzeit blüht sie, die Heidekartoffel – je nach Sorte in Weiß oder Violett. Auf unseren allmorgendlichen Hundespaziergängen kommen wir an mehreren Kartoffelfeldern vorbei und freuen uns über die Blütenmeere. Aber die blühenden Kartoffelfelder sind nicht nur schön anzuschauen, sondern sie duften auch herrlich – besonders intensiv nach einem Regenschauer.

... oder weiße Blüten. Hübsch sind beide Varianten.

Freitag, 12. Mai 2017

Baum frisst Schild

Zuweilen lassen sich recht kuriose Dinge am Wegesrand entdecken. Gestern habe ich zum Beispiel dort, wie der Weg von Groß Oesingen nach Spechtshorn die kleine Straße von Ummern zum Segelflugplatz bei Texas kreuzt, einen Baum fotografiert, der doch tatsächlich gerade einen Wegweiser aus Metall zu verspeisen scheint.
Fachleute nennen das "überwalmen". Auf diese Weise können Bäume Wunden, die ihnen zugefügt worden sind – und nichts anderes war das Anbringen des Schildes –, schließen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern dauert einige Jahre.

Das Metallschild dürfte für die Eiche schwer verdaulich sein.