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Wir wollen uns mit diesem Foto keinesfalls über Waldbesitzer lustig machen, die Probleme mit
der Rechtschreibung haben, aber über das Schild zu schmunzeln, ist doch erlaubt, oder?
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Freitag, 23. Februar 2018
Endlich mal ein schönes Verbotsschild
Samstag, 13. Januar 2018
Dieser Platz ist bereits besetzt
| Der einst so praktische, gepolsterte Pausenplatz ist besetzt. Auf der "Sitzfläche" wächst nun eine kleine Kiefer. |
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Auf der Bank sitzt eine Buche
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| Wo einst Wanderer rasteten und dabei die Aussicht genossen, wächst heute eine Buche. |
Wo einst müde Wanderer rasteten, wächst heute eine Buche. Auch wenn der Sitzplatz nicht mehr sehr einladend wirkt, zeichnet ihn doch ein gewisser morbider Charme aus. Außerdem sehenswert: Vor und neben der Bank fällt das Gelände so steil ab, wie man es sonst nur aus gebirgigen Gegenden kennt.
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| Hier kann man sehr schön erkennen, dass das Gelände neben der Bank steil abfällt. |
Samstag, 7. Oktober 2017
Perfekt für faule Pilzsammler
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| Wer sich hier setzen will, muss erst einmal Pilze ernten. |
Eine Pilzbank ist so etwas wie eine Bank für faule Pilzsammler. Man muss die Pilze nicht lange suchen und sich dabei bewegen, sondern kann sie praktisch im Sitzen ernten. Wir haben es allerdings nicht getan und uns stattdessen lieber an dem kuriosen Anblick erfreut. Außerdem waren wir uns nicht sicher, ob die Pilze überhaupt genießbar sind.
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| Und auch auf dem Picknicktisch vor der Bank wachsen Pilze – manche sogar in der Waagerechten, wie links im Bild zu sehen ist. |
PS: In den nächsten Tagen folgt an dieser Stelle ein weiteres Bild einer besonderen Bank, die wir auf derselben Wanderung fotografiert haben.
Freitag, 12. Mai 2017
Baum frisst Schild
Zuweilen lassen sich recht kuriose Dinge am Wegesrand entdecken. Gestern habe ich zum Beispiel dort, wie der Weg von Groß Oesingen nach Spechtshorn die kleine Straße von Ummern zum Segelflugplatz bei Texas kreuzt, einen Baum fotografiert, der doch tatsächlich gerade einen Wegweiser aus Metall zu verspeisen scheint.
Fachleute nennen das "überwalmen". Auf diese Weise können Bäume Wunden, die ihnen zugefügt worden sind – und nichts anderes war das Anbringen des Schildes –, schließen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern dauert einige Jahre.
Fachleute nennen das "überwalmen". Auf diese Weise können Bäume Wunden, die ihnen zugefügt worden sind – und nichts anderes war das Anbringen des Schildes –, schließen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern dauert einige Jahre.
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| Das Metallschild dürfte für die Eiche schwer verdaulich sein. |
Sonntag, 30. Oktober 2016
Verkehrte Welt: Apfelblüte Ende Oktober
Ein Beitrag von Marion Korth
Liegt es am Klimawandel? Heute haben wir jedenfalls eine verkehrte Welt erlebt. Auf unseren Sonntagswanderungen kommen wir häufiger an einem Apfelbaum vorbei. Er ist nicht uralt, 15 Jahre vielleicht, steht an einer Ecke, wo ein Feldweg auf den anderen trifft. Irgendwann ist wohl mal jemand mit schweren Ackergerät dagegengekracht, deshalb steht er nun etwas schräg, ein dicker Ast liegt abgebrochen im Gras. Dieses Szenario kennen wir, doch etwas störte heute das Bild: Wir blieben wie angewurzelt stehen. Kann das sein? Neben roten Äpfeln trägt der Baum an seinen ansonsten schon seit Wochen blattlosen Ästen einige neue grüne Blätter und – ganz unzweifelhaft – rosa überhauchte Apfelblüten!
Inka holt den Fotoapparat heraus, ich beginne zu grübeln: Was ist hier passiert? Einige "verirrte" Blüten im Herbst, die habe ich schon an Magnolien oder auch Forsythien gesehen. Auch das Phänomen der "Notblüte" gibt es, spürt eine Pflanze, dass ihr Leben bedroht ist, so versucht sie noch schnell, sich zu vermehren, bildet Blüten und möglichst sogar Früchte aus.
In der Tat sieht der Baum nicht gesund aus, hat lange vor der Zeit in diesem besonders trockenen Spätsommer seine Blätter abgeworfen. Vielleicht sind die Blüten im Herbst ein Zeichen von Trockenstress, vielleicht stirbt der Baum tatsächlich ab. Seine Äste sehen aus wie verdorrt. Ich breche eine Blattknospe, die im nächsten Frühjahr treiben müsste, ab und bin erstaunt: Sie ist innen grün, hier ist – auch wenn es oberflächlich nicht so aussieht – noch Leben drin.
Das rätselhafte Bäumchen werden wir im Auge behalten.
Liegt es am Klimawandel? Heute haben wir jedenfalls eine verkehrte Welt erlebt. Auf unseren Sonntagswanderungen kommen wir häufiger an einem Apfelbaum vorbei. Er ist nicht uralt, 15 Jahre vielleicht, steht an einer Ecke, wo ein Feldweg auf den anderen trifft. Irgendwann ist wohl mal jemand mit schweren Ackergerät dagegengekracht, deshalb steht er nun etwas schräg, ein dicker Ast liegt abgebrochen im Gras. Dieses Szenario kennen wir, doch etwas störte heute das Bild: Wir blieben wie angewurzelt stehen. Kann das sein? Neben roten Äpfeln trägt der Baum an seinen ansonsten schon seit Wochen blattlosen Ästen einige neue grüne Blätter und – ganz unzweifelhaft – rosa überhauchte Apfelblüten!
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| Blüten und Früchte zeitgleich an einem Baum – wie kann denn so etwas passieren? Foto: Inka Lykka Korth |
In der Tat sieht der Baum nicht gesund aus, hat lange vor der Zeit in diesem besonders trockenen Spätsommer seine Blätter abgeworfen. Vielleicht sind die Blüten im Herbst ein Zeichen von Trockenstress, vielleicht stirbt der Baum tatsächlich ab. Seine Äste sehen aus wie verdorrt. Ich breche eine Blattknospe, die im nächsten Frühjahr treiben müsste, ab und bin erstaunt: Sie ist innen grün, hier ist – auch wenn es oberflächlich nicht so aussieht – noch Leben drin.
Das rätselhafte Bäumchen werden wir im Auge behalten.
Montag, 26. September 2016
Solche Bäume sieht man nur noch selten
Er ist so selten, dass er eigentlich auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen müsste, aber bei uns in der Heide sind noch einige durchaus stattliche Exemplare dieses Baumes zu bewundern: Es handelt sich um den Nummernbaum aus der Familie der Schilderbäume. Diese Baumart kommt kurioserweise nur in kleinen Dörfern vor. In größeren Orten sieht man sie nie.
Der Nummerbaum bevorzugt vollsonnige Standorte auf kargen Sandböden. Er gilt als absolut anspruchslos, braucht so gut wie kein Wasser, wächst aber auch extrem langsam. Aus forstwirtschaftlicher Sicht ist er mit seinem verschwindend geringen Stammzuwachs uninteressant. Er zählt zu den wenigen Baumarten, die keine Photosynthese betreiben und daher unter Klimaschutzaspekten wertlos sind. Seine Krone spendet weder Schatten noch ist sie eine ästhetische Bereicherung des Ortsbildes. Somit gibt es eigentlich keinen Grund, ihn in ein Artenschutzprogramm aufzunehmen. Wären da nicht einige engagierte Mitglieder der Postgewerkschaft, die sich vehement für seinen Bestandschutz einsetzen, weil ihnen der Nummernbaum angeblich Orientierungshilfe im Arbeitsalltag gibt, wäre er wahrscheinlich längst aus unserer Kulturlandschaft verschwunden und wäre allenfalls noch als ein eindrucksvolles Beispiel für zeitgenössische Objektkunst im Museum zu bewundern.
Der Nummerbaum bevorzugt vollsonnige Standorte auf kargen Sandböden. Er gilt als absolut anspruchslos, braucht so gut wie kein Wasser, wächst aber auch extrem langsam. Aus forstwirtschaftlicher Sicht ist er mit seinem verschwindend geringen Stammzuwachs uninteressant. Er zählt zu den wenigen Baumarten, die keine Photosynthese betreiben und daher unter Klimaschutzaspekten wertlos sind. Seine Krone spendet weder Schatten noch ist sie eine ästhetische Bereicherung des Ortsbildes. Somit gibt es eigentlich keinen Grund, ihn in ein Artenschutzprogramm aufzunehmen. Wären da nicht einige engagierte Mitglieder der Postgewerkschaft, die sich vehement für seinen Bestandschutz einsetzen, weil ihnen der Nummernbaum angeblich Orientierungshilfe im Arbeitsalltag gibt, wäre er wahrscheinlich längst aus unserer Kulturlandschaft verschwunden und wäre allenfalls noch als ein eindrucksvolles Beispiel für zeitgenössische Objektkunst im Museum zu bewundern.
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| Dieser Nummernbaum, entdeckt in Glüsingen bei Wittingen, ist zwar etwas schief gewachsen, wirkt aber ansonsten recht vital. |
Freitag, 9. September 2016
Blaue Murmeln
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| Wildfrüchte des Herbstes am Wegesrand: Die Schlehen sind fast so groß wie Kirschen. |
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| Sie sehen besser aus als sie schmecken. |
Dass es in diesem Herbst so viele und so große Schlehen gibt, ist einerseits schön, andererseits kann es auch, zumindest dem Volksglauben nach, bedeuten, dass uns ein strenger Winter bevorsteht. Lassen wir uns überraschen!
Als wir zu Hause ankommen, entdecken wir im Garten eine Raupe des Schlehen-Bürstenspinners (Orgyia antiqua). Wir haben zwar keinen Schlehdorn im Garten, aber in der Nähe der Raupe des Nachtfalters steht ein Wurzelschössling einer Hauszwetschge. Die Raupe ist offenbar nicht wählerisch. Hauptsache, es ist eine Prunus-Art.
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| Zum Glück weit weg von den Schlehen entdeckten wir bei uns im Garten die Raupe eines Schlehen-Bürstenspinners. |
Montag, 29. August 2016
Diese Riesen sind noch Zwerge
Einer ist schon unter die Hufe gekommen, aber zwei andere Riesenboviste (Calvatia gigantea) stehen noch auf unserer Pferdeweide und wachsen munter weiter. Wir hielten sie für ziemlich groß – bis wir im Internet Fotos von Exemplaren fanden, die so groß wie Kürbisse waren und rund 20 kg wogen. Dagegen sind unsere Riesenboviste noch Zwerge, aber vielleicht legen sie ja noch an Gewicht und Umfang zu, wenn sie nicht vorher von den Pferden zertrampelt werden.
Essbar sind Riesenboviste übrigens nur im jungen Stadium, wenn sie im Anschnitt noch weiß sind. Angeblich wurde er zur Zeit des Kaiserreiches "Beamtenschnitzel" genannt, da er einer vielköpfigen Familie eine kostenlose Mahlzeit liefern konnte.
Das weiße Innere verfärbt sich mit zunehmenden Alter – zunächst wird es gelblich, dann bräunlich – und irgendwann platzt die Hülle und Millionen von Sporen verbreiten sich in Form einer großen Staubwolke.
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| Kein großer Champignon, sondern ein Riesenbovist, der zur Gattung der Großstäublinge in der Familie der Champignonverwandten zählt. |
Das weiße Innere verfärbt sich mit zunehmenden Alter – zunächst wird es gelblich, dann bräunlich – und irgendwann platzt die Hülle und Millionen von Sporen verbreiten sich in Form einer großen Staubwolke.
Samstag, 16. Juli 2016
Vielseitige Entdeckung
Am Wegesrand gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Meist
betrachten wir in diesem Blog Pflanzen und zuweilen auch Tiere, aber wir
sind ja vielseitig, und genau das ist das Stichwort. Die Entdeckung am
Wegesrand ist buchstäblich vielseitig, denn es handelt sich um ein gut
sortiertes Antiquariat mit vielen Büchern, und die haben bekanntlich
viele Seiten.
Das
Schöne an diesem Buchladen ist, dass er rund um die Uhr geöffnet hat
und dass der Inhaber seinen potenziellen Kunden nicht mit Argwohn,
sondern mit grenzemlosen Vertrauen begegnet. Er glänzt nämlich durch
Abwesenheit. Die ehrlichen Kunden, die ein Buch erwerben möchten,
stecken das Geld – die Bücher haben alle Preisetiketten – durch einen
Schlitz in eine Geldkassette. Man sollte also Bargeld dabei haben.
Kartenzahlung funktioniert in diesem Fall nicht.
Für diesen wunderbaren Buchladen machen wir an dieser Stelle gerne etwas Werbung: Er befindet sich in Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg, genauert gesagt im Ortsteil Bahnhof. Vom Buchladen sind es nur wenige Schritte bis zum Bahnsteig. Schnega ist ein Haltepunkt an der legendären, nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung reaktivierten Amerika-Linie. Sie verband schon im Kaiserreich die Hauptstadt Berlin und Mitteldeutschland mit den Seehäfen an der Deutschen Bucht. Vor allem von Bremerhaven aus machten sich einst die Bahnreisenden, unter ihnen auch Tausende von Auswanderen, mit dem Schiff auf die lange und beschwerliche Seereise nach Amerika.
Der immer geöffnete Buchladen steht natürlich nicht nur Bahnreisenden zur Verfügung, sondern auch – wie in unserem Fall – Radfahrern.
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| Schöne Idee: Immer geöffneter Buchladen am Straßenrand. |
Für diesen wunderbaren Buchladen machen wir an dieser Stelle gerne etwas Werbung: Er befindet sich in Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg, genauert gesagt im Ortsteil Bahnhof. Vom Buchladen sind es nur wenige Schritte bis zum Bahnsteig. Schnega ist ein Haltepunkt an der legendären, nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung reaktivierten Amerika-Linie. Sie verband schon im Kaiserreich die Hauptstadt Berlin und Mitteldeutschland mit den Seehäfen an der Deutschen Bucht. Vor allem von Bremerhaven aus machten sich einst die Bahnreisenden, unter ihnen auch Tausende von Auswanderen, mit dem Schiff auf die lange und beschwerliche Seereise nach Amerika.
Der immer geöffnete Buchladen steht natürlich nicht nur Bahnreisenden zur Verfügung, sondern auch – wie in unserem Fall – Radfahrern.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Mediterranes Flair ...
... in der Lüneburger Heide. Auf einer Radtour entdeckten wir diese
mit Blumen geschmückten Fenster, die uns an Italien und Südfrankreich
erinnerten. Sie gehören zur Wassermühle in Lüder.
Der
im Jahr 1910 anstelle des alten Mühlengebäudes errichtete,
viergeschossige Backsteinbau ist ein schönes Beispiel dafür, dass
Industriearchitektur nicht unbedingt kalt und abweisend wirken muss,
sondern durchaus ansprechend sein kann.
Der Neubau des Mühlengebäudes war notwendig geworden, weil die Mühle auf die damals moderne Turbinentechnik umgerüstet werden sollte. Mit der Turbine hielt elektrisches Licht Einzug in dem kleinen Heidedorf. 40 Jahre lang versorgte die Turbine den Ort mit Strom. In den 1970er Jahren, nachdem Lüder an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen worden war, wurde die Mühle stillgelegt. Heute beherbergt sie Wohn-, Atelier- und Ausstellungsräume.
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| Wie irgendwo im Süden (nur die Sonne des Südens fehlt). |
Der Neubau des Mühlengebäudes war notwendig geworden, weil die Mühle auf die damals moderne Turbinentechnik umgerüstet werden sollte. Mit der Turbine hielt elektrisches Licht Einzug in dem kleinen Heidedorf. 40 Jahre lang versorgte die Turbine den Ort mit Strom. In den 1970er Jahren, nachdem Lüder an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen worden war, wurde die Mühle stillgelegt. Heute beherbergt sie Wohn-, Atelier- und Ausstellungsräume.
Mittwoch, 30. März 2016
Zur Nachahmung empfohlen
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| Ein liebenswert unaufdringlicher Protest am Rande eines Parkplatzes vor einem Lebensmittel-Discounter. |
In nahezu jeder Stadt stehen sie dutzendfach auf den Parkstreifen an den Straßenrändern herum: kleine Autoanhänger, deren Hochplanen mit Werbebotschaften beklebt sind. Händler, Handwerker und Dienstleister betreiben so kostengünstig Werbung mit hohem Aufmerksamkeitswert. So ein kleiner Anhänger ist ja im Baumarkt schon für 500 Euro zu haben. Das ist auf Dauer erheblich billiger, als eine Plakatwand oder eine Litfaßsäule zu mieten.
Und das steht auf dem Schild auf der rechten Seite des
Gepäckträgers.
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Offenbar von den als mehr oder weniger mobile Werbeträger dienenden Autoanhängern inspiriert, nutzt die Vegan-Bewegung jetzt Fahrräder, um Menschen zum Nachdenken über ihre Ernährungsgewohnheiten anzuregen. Auf dem Parkplatz vor einer Filiale eines Lebensmittel-Discounters entdeckten wir heute ein – gut sichtbar für die Kunden – an einen Schilderpfahl angekettetes altes Damenrad mit gemalten Schildern am Gepäckträger, die gegen Fleischkonsum und für veganes Leben werben. Eine pfiffige Idee und eine charmante, Art der freien Meinungsäußerung und des stillen, unaufdringlichen Protestes, die wir hier ausdrücklich zur Nachahmung empfehlen. Die (nicht ganz) unbekannte Urheberin der Aktion – wir glauben zu wissen, um wen es sich handelt – zeigt, dass es nicht unbedingt immer großer, medienwirksamer Aktionen bedarf, um auf Missstände aufmerksam zu machen.
Samstag, 19. März 2016
Stroh per Post
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| Umweltfreundliches Verpackungsmaterial. |
Eine gute Idee, finde ich, über das Stroh haben sich unsere Tierchen gefreut und die Pflanzen hat es auf ihrem Versandweg zudem gut vor Schäden geschützt. Allerdings musste ich erst einmal ein wenig "graben", um die Pflanzen überhaupt in dem großen Paket zu finden. Aber das erhöht die Spannung. Heute zog ich dann mit Spaten und Gießwasser in den Vorgarten, um die Neuankömmlinge in die Erde zu bringen. Hoffentlich fühlen sie sich darin so wohl wie in ihrem warmen Strohbett!
Donnerstag, 10. März 2016
"Heidekraut" aus den Alpen
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| Kennt man sonst im Blumentopf als Zimmerpflanze: Die Wildform des Alpenveilchens in einem Vorgarten in einer Straße, die passenderweise Bergstraße heißt. |
Wer erwartet schließlich in einem Garten in der Südheide wilde Alpenveilchen? Die Heimat des Europäischen Alpenveilchens (Cyclamen pupurascens) sind die Alpen bis hinein in den Balkan. Es sieht aus wie die Miniaturausgabe der Topfpflanze, die es gerade wieder überall zu kaufen gibt. Ganz so abwegig ist es vielleicht aber doch nicht, dass sich hier in einem Garten ein Alpenveilchen wohlfühlt. Wer sich nämlich die Familienzuordnung des kleinen Gewächses anschaut, erfährt, dass die Cyclamen zur Familie der Primelgewächse gehören und diese wiederum zur Ordnung der Heidekrautartigen. Alpenveilchen in der Heide – das passt eigentlich doch ganz gut zusammen, finden wir.
Montag, 15. Februar 2016
Über Nacht gewachsen
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| Gestern war er noch nicht da, dieser kleine, orange leuchtende Pilz am Baum. |
Welcher Pilz kann das sein? Ich tippe auf eine Riesengallertträne (Dacrymyces Chrysospermus), allerdings kommt diese normalerweise auf Totholz vor und nicht auf lebenden Bäumen. Aber vielleicht ist der Ast ja schon abgestorben? Bei Eichen sind einzelne, abgestorbene Äste nichts Besonderers und kein Grund zur Besorgnis.
Samstag, 13. Februar 2016
Auf Augenhöhe mit dem Bonsai-Biotop
Wow, wie schön ist das denn, dachte ich, als wir heute vom Einkaufen kamen und ich hinter dem abgestellten Auto das Hoftor schloss. Die Sonnenstrahlen fielen direkt auf einen der beiden aus Backsteinen gemauerten Pfeiler und ließ das "Bonsai-Biotop" obendrauf leuchten. Ich ging in die Knie und betrachtete die Mini-Moose und -Gräser, die dort wachsen, auf Augenhöhe – und sah die Welt aus der Perspektive eines kleinen Käfers.
Es gibt so viel Faszinierendes zu entdecken – man muss nur genau hinschauen.
Es gibt so viel Faszinierendes zu entdecken – man muss nur genau hinschauen.
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| "Bonsai-Biotop" auf dem Pfeiler am Hoftor aus der Perspektive eines Käfers betrachtet. |
Dienstag, 26. Januar 2016
Eine Katze und zwei Schwäne
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| Erkennst du die Katze und die beiden Schwäne? |
Manche Leute brauchen irgendwelche Drogen, um solche Bilder zu sehen. Dabei müssten sie nur lernen, den Blick für die "tausend tollen Sachen" um sie herum zu schärfen. Das ist gar nicht so schwer.
Wenn es nicht gelingen will, hilft vielleicht die geradezu flehentliche Bitte, mit der jede Folge der täglichen Comedy "Wir sind die Freeses" auf dem öffentlich-rechtlichen Pop-Dudelsender NDR2 beginnt: "Leg doch mal das Handy weg!"
Donnerstag, 14. Januar 2016
Holzkopf mit frischer Frisur
Es soll doch früher tatsächlich Leute gegeben haben, die grüne Haare unmöglich fanden und sich mächtig aufgeregt haben, wenn jemand damit herumlief. Dabei sind grüne Haare doch wunderschön, wie das Foto unten zeigt. Die Haarnadeln sind vielleicht etwas altmodisch, aber im Kontrast zu der frischen Frisur im stylischen Naturlook vielleicht sogar ganz reizvoll.
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Beim Hundespaziergang am Wegesrand entdeckt: Holzkopf mit frischer Frisur. Wer genau hinschaut, erkennt so-
gar die (zusammengekniffenen) Augen und die Nase.
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Samstag, 2. Januar 2016
Scherbenhaufen
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Hier lagert kein illegal entsorgter Bauschutt, sondern sortenreines Re-
cyclingmaterial zum Ausbessern eines Feldweges.
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Als wir vor einigen Jahren unsere Dächer neu gedeckt haben – eine Dachfläche von rund 1000 Quadratmetern – hatten wir der Gemeinde angeboten, mit den alten Tondachziegeln den an unsere Weide angrenzenden Feldweg auszubessern. Der Bürgermeister hat jedoch unser kleines "Geschenk" ausgeschlagen, da es nicht vorgesehen sei, dass Privatleute in Eigenregie öffentliche Wege instandsetzen. Das dürften nur von der Gemeinde beauftragte Firmen tun. Da will man der Gemeinde mal beim Sparen helfen ...
Letztendlich haben wir die noch intakten Ziegeln aufbewahrt und die zerbrochenen zur Bauschuttdeponie gebracht, wo sie gerne genommen wurden, da Tondachziegeln ein durchaus begehrtes Recyclingmaterial sind. Und der Weg? Der ist bis heute nicht instandgesetzt.
Heute wären wir schlauer und würden die Tonscherben nicht der Gemeinde, sondern einem Landwirt anbieten. Die Bauern haben dafür eigentlich immer Verwendung (siehe oben).
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Orange oder Zitrone? Egal!
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| Unsere Zitrone blüht. Die Kübelpflanze überwintert im Wohnzimmer. |
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