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Mittwoch, 24. Januar 2018

Fastfood in der gesunden Variante

Einfach, schnell und lecker – in der Woche bleibt abends wenig Zeit zum Kochen. Macht nicht, wozu gibt es denn Fastfood?! Das muss nicht zwangsläufig kalorienreich und ungesund sein. Es gibt auch solches Fastfood, bei dem man kein schlechtes Gewissen haben muss.
Hier als Beispiel unser heutiges, ganz fix mit wenig Zutaten und ohne großen Aufwand zubereitetes Abendessen, das selbstverständlich vegan ist: Es handelt sich dabei um eine Kombination zweier Superfood-Gemüse: Brokkoli und Süßkartoffeln. Die Kombi sieht nicht nur farblich gut aus, sie ist auch sehr lecker und in nur knapp 20 Minuten zubereitet.

Brokkoliröschen mit Süßkartoffelpüree und Ciabatta-Brot.
Zutaten
Für zwei Personen brauchen wir
• 1,5 kg frischen Brokkoli oder 1 kg TK-Brokkoli-Röschen
• 500 g Süßkartoffeln
• 1 Esslöffel Kokosöl oder (als preisgünstige Alternative) Rapsöl
• eine Prise Salz, eine Prise Rohrohrzucker
• etwas geriebene Muskatnuss
• weißer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung
Für die vitaminschonende und energiesparende Variante nehmen wir einen Dampfgarer-Topf (das ist ein Kochtopf mit einem zweiten Topf mit durchlöcherten Boden als Aufsatz). Zunächst schälen wir die Süßkartoffeln und schneiden sie in etwa 1 cm x 1 cm große Würfel. Während wir den Brokkoli putzen, erhitzen wir eine Tasse Wasser im Kochtopf, bis es kocht. In das kochende Wasser geben wir jetzt die Süßkartoffelwürfel hinein. Die Brokkoliröschen kommen in den Dampfaufsatz. Deckel zu und maximal zehn Minuten kochen lassen. Jetzt stellen wir den Dampfeinsatz mit dem Brokkoli beiseite, gießen das Kochwasser von den Süßkartoffelwürfeln ab, geben das Öl und die Gewürze hinzu und bearbeiten das Ganze kurz mit einem Kartoffelstampfer oder verrühren es mit einer Gabel zu einem feinen Püree, und schon ist das Abendessen servierfertig.
Wir essen, was zugegebenermaßen nicht ganz so gesund ist, ein paar Scheiben Ciabatta-Brot dazu. Aber diese kleine Sünde muss erlaubt sein.

Sonntag, 20. August 2017

Kleine Belohnung nach dem Wandern

Buchweizenwaffeln mit pürierten Brombeeren und veganer Schlagsahne.
Wenn wir von einer unserer zehn bis zwanzig Kilometer langen Wandertouren mit den Hunden zurückkommen, freuen wir uns auf die Kaffeepause. Zum Kaffee gab es heute als schöne Alternative zu Kuchen Buchweizenwaffeln aus frisch gemahlenem Buchweizenmehl mit pürierten Brombeeren aus unserem Garten und Schlagsahne – selbstverständlich alles vegan zubereitet. Sehr lecker – und vollwertig und vitaminreich obendrein.
Natürlich bekamen auch die Hunde eine kleine Belohnung nach dem Wandern: ihre Lieblings-Hundekekse.

Montag, 19. Juni 2017

Sommersnack mit den Blauen aus Sibirien

Für Hunde mag so ein Beerencocktail nicht sonderlich interes-
sant sein, aber wir lieben diesen vitaminreichen Sommersnack.
Von den Meteorologen haben wir gelernt, dass ein Tag erst als ein heißer gilt, wenn die Tageshöchsttemperatur bei mindestens 30 Grad liegt. Heute lag sie, zumindest bei uns, zwei Grad darunter. Somit kann allenfalls von einem warmen Tag die Rede sein. Uns war es trotzdem viel zu heiß. Wir mögen es lieber etwas kühler, können ohnehin Kälte besser vertragen als Hitze. Unsere persönliche Wohlfühltemperatur liegt im Bereich von 15 bis 20 Grad. Damit gehören wir wahrscheinlich zu einer Minderheit hierzulande, aber egal.
Doch auch wir können der Hitze durchaus einen positiven Aspekt abgewinnen: Man hat weniger Hunger, sodass das abendliche Kochen – das Abendessen ist unsere Hauptmahlzeit – gerne ausfallen darf. Klar, wir haben ja auch schon in der Mittagshitze gebraten oder, korrekt ausgedrückt, wir sind gebraten worden.
Mittags haben wir lediglich Lust auf etwas Kleines, Leichtes. Wie gut, dass gerade Beerenzeit ist und der Garten einige süße und obendrein gesunde Leckereien bereit hält! Vor allem die dunklen Beeren strotzen ja nur so vor Antioxidantien, und man gar nicht genug davon essen. Geradezu begeistert sind wir von unseren Sibirischen Blaubeeren, die so heißen, weil ihre Heimat Sibirien und dort insbesondere die der sibirischen Pazifikküste vorgelagerte Halbinsel Kamtschatka ist. Daher lautet ihr offizieller Name auch Kamtschatka-Heckenkirsche (Lonicera caerulea var. kamtschatica). Der botanische Name verrät es: Es handelt sich um eine Varietät der Blauen Heckenkirsche (Lonicera caerulea),
Obwohl es auch in Sibirien im Sommer sehr heiß werden kann, denken wir beim Stichwort Sibirien doch wohl zuerst an die sibirische Kälte. Tatsächlich schmeckt die Sibirische Blaubeere mehr nach einer klimatisch rauen Gegend: etwas herber als unsere heimische Blaubeere und deren Zuchtform, die Kulturheidelbeere. Wir finden das nicht unangenehm. Im Gegenteil, es ist ein sehr interessantes Geschmackerlebnis, die länglichen, herben Blaubeeren mit süßen Beerenfrüchten zu kombinieren. Wir haben uns für Erdbeeren und Himbeeren entschieden. Den Beerencocktail essen wir am liebsten mit einem fermentierten Sojaprodukt der Geschmachksrichtung Natur. Bis vor wenigen Tagen hätten wir Soja-Joghurt geschrieben, aber die EU hat ja gerade derlei Bezeichnungen wegen der Verwechslungsgefahr mit Milchprodukten verboten. Nur Kokosmilch darf weiterhin ungestraft als solche bezeichnet werden. Warum? Weil Kokosmilch schon immer Kokosmilch hieß, argumentieren die Brüsseler Bürokraten.
Wie auch immer, wir finden so einen Sommersnack mit den Blauen aus Sibirien superlecker.

Wie kleine Glocken hängen sie am Strauch, die Sibirischen Blaubeeren.

Mittwoch, 17. August 2016

Der Käfer auf dem Kochlöffel

Auch wenn es vielleicht so aussieht: Dies ist keine künstlerisch ambitionierte Installation. Die Kochlöffel sollen in der Sonne trocknen. Foto: Marion Korth
Die Sonne scheint, ab und zu segelt eine Wolke vorbei, dazu weht ein leichter Wind. Ideales Wetter, um draußen an der Leine Wäsche zu trocknen oder aber – nach einer kleinen Küchenputzaktion – die hölzernen Kochlöffel.
Wo drinnen bei uns gleich Spinnen neue Arrangements besiedeln, finden sich auch draußen schnell Bewohner, die Gefallen daran finden. Ein kleiner Marienkäfer hat einen der Löffel als schönen Sonnenplatz erkoren und kletterte eher unwillig an den Pflaumenbaum, auf den ich ihn umsiedelte, als ich die Küchenhelfer wieder an ihren angestammten Platz bringen wollte ...

Samstag, 5. März 2016

Backkartoffeln mit geraspelten Möhren

Am Abend eines trüben Tages bringen die geraspelten
Möhren  Farbe ins Spiel.
Wenn es draußen so ungemütlich ist wie heute, dann freut man sich besonders über ein leckeres Abendessen. Deshalb habe ich heute endlich mal wieder eines unserer Lieblingsgerichte zubereitet: Backkartoffeln mit roten Schalotten in pfeffriger Soja-Crème und dazu geraspelte süße Möhren.
Das Ganze ist ebenso lecker wie simpel in der Zubereitung – und selbstverständlich vegan und glutenfrei.
Hier alle Zutaten (für zwei hungrige Personen) in der Reihenfolge ihres Auftretens in der Küche:

• 1 kg Bio-Möhren
• 2 Esslöffel Rohrohrzucker
• 1 Bio-Zitrone
• 2 Esslöffel Raps- oder Sonnenblumenöl
• 1 kg Bio-Kartoffeln mehlig kochend
• 250 g Soja-Crème
• 2 rote Schalotten
• 1 Schuss Leinöl
• reichlich weißer Pfeffer aus der Mühle
• eine kräftige Prise Salz
• etwas Petersilie (frisch oder TK)

Zubereitung
Zuerst putze ich die Möhren und raspele sie in eine Schüssel und bestreue sie mit dem Rohrzucker. Darüber gebe ich den Saft einer Zitrone und zwei Esslöffel Öl. Mit einem großen Löffel rühre ich die Zutaten leicht unter. Mit einem Teller abgedeckt stelle ich die geraspelten Möhren beiseite. Nach einer halben Stunde sind sie schön saftig und unglaublich lecker.
Nach den Möhren kommen die Kartoffeln an die Reihe. Wir nehmen für Backkartoffeln (und auch sonst) eine mehlig kochende Sorte – einerseits wegen der kurzen Zubereitungszeit, andererseits weil wir fest kochenden Kartoffeln nur in Form von Pommes Frites oder Kartoffelchips mögen, diese aber so gut wie nie essen. Um die Backzeit im Ofen zu verkürzen, gebe ich die gewaschenen Kartoffeln in einen Topf, bedecke sie mit Wasser und lasse sie eine Viertelstunde kochen. Anschließend gieße ich das Wasser ab und lege die Kartoffeln auf den Rost im Backofen, den ich auf 250 Grad vorgeheizt habe. Damit die Schale schön knusprig wird, empfiehlt es sich, nach fünf bis zehn Minuten auf Oberhitze oder Grill umzuschalten. Dann aber bitte gut aufpassen, damit die Kartoffeln nicht verkohlen!
Während die Kartoffeln backen, schneide ich die roten Schalotten klein, und rühre sie in die Soja-Crème. Etwas Leinöl sorgt für eine schöne Konsistenz (und ist obendrein sehr gesund). Jetzt kommen noch Pfeffer, Salz und Petersilie dazu, und fertig ist das köstliche Kartoffel-"Dressing".

Donnerstag, 4. Februar 2016

Mit der Sonnenblume verwandt

Die Blüte sieht aus wie die der Sonnen-
blume.
Die Knollen sehen ungefähr so aus wie eine Kreuzung aus Ingwer und Kartoffel, sind aber weder mit der einen noch der anderen verwandt. Die Verwandtschaft zur Sonnenblume ist dagegen nicht zu übersehen, allerdings nur wenn man die oberirdischen Teile der Pflanze und nicht die unterirdischen betrachtet. Die Blüten beider Pflanzen sehen sich so ähnlich, dass man sie durchaus verwechseln könnte. Tatsächlich ist Topinambur mancherorts auch unter den Namen Erdsonnenblume oder Knollensonnenblume bekannt.
Benannt ist Topinambur nach dem Volk der Tupinambá, das einst an der Küste Brasiliens lebte und die Blumen mit den essbaren Knollen anbaute, die anders als die Kartoffel keine Stärke, sondern Inulin enthält, was sie besonders bei Diabetikern beliebt macht.  In der Nahrungsmittel-Indistrie wird aus Topinamburknollen kommerziell Inulin gewonnen, um dieses dann anderen Lebensmitteln zuzusetzen. In der Küche spielt Topinambur hierzulande kaum eine Rolle, wird aber als Saisonware zeitweise frisch angeboten.

Die Topinamburknollen und die weiteren Zutaten meines Winterauflaufs.
Heute habe ich aus Topinamburknollen, Möhren, Champignons und einer Stange Lauch einen winterlichen Auflauf zubereitet. Zunächst habe ich alle Zutaten geputzt und mit Ausnahme der Pilze gewaschen und dann in dicke Scheiben geschnitten. Alles zusammen (ohne Pilze) habe ich für zehn  Minuten in kochendes Wasser gegeben. Nach dem Kochen habe ich die Zutaten in eine Auflaufform gegeben, mit einem kräftigen Schuss Olivenöl übergossen und mit etwas Salz und frisch geriebener Muskatnuss sowie reichlich Pfeffer aus der Mühle und Rosmarin gewürzt. Nach 45 Minuten bei 200 Grad oder einer halben Stunde auf höchtmöglicher Ofentemperatur war der winterliche Auflauf servierfertig, und wir ließen ihn uns schmecken.

Der mit reichlich Rosmarin bestreute Auflauf im Backofen.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Lieber Reis als Pasta

Mein Lieblingsessen: Naturreis und dazu Gemüse 
aus dem Wok mit gebratenen Tofu-Streifen.
Das musste ich erst einmal verdauen, bevor ich darüber schreiben konnte: Bei vier von fünf Deutschen (83 Prozent) kommen mehrmals in der Woche Fleisch und Wurst auf den Tisch. Nur sechs Prozent der Frauen und lediglich ein Prozent der Männer erklärten gegenüber dem Meinungsforschungsinstitut Forsa an, nie Fleisch oder Wurst zu essen. Zum Vergleich: In England leben rund zwölf Prozent der Bevölkerung vegetarisch oder sogar vegan.
Dem vor wenigen Tagen von der Bundesregierung vorgelegte Ernährungsreport 2016 bleiben die Deutschen eine Nation von Fleischessern. Was sie damit anrichten, ist ihnen anscheinend egal. Tierschutz, Klimaschutz, Grundwasserschutz und die eigene Gesundheit? Alles kein Thema. Hauptsache billig. Für Fleisch zu Dumpingpreisen wird offenbar gerne die weitere Industrialisierung der Landwirtschaft mit all ihren negativen Folgen achselzuckend hingenommen. Traurig.
Somit ist es nicht erstaunlich, dass auch das Lieblingsgericht der Deutschen, Spaghetti Bolognese, nicht ohne Fleisch auskommt.
Dass mehr als ein Drittel der für den Ernährungsreport befragten Bundesbürger am liebsten Pasta in allen Variationen isst, liegt vermutlich auch daran, dass sie vergleichsweise einfach zuzubereiten ist. Die Deutschen kochen zwar gerne – das sagten 77 Prozent –, aber nur 41 Prozent kochen täglich, und 22 Prozent kommen nur einmal in der Woche dazu.
Ich scheine (zum Glück) überhaupt nicht in das Raster zu passen: Ich ernähre mich ausschließlich vegan, koche täglich und mag Reis und Gemüse viel lieber als Pasta.
Auch wer voll berufstätig ist, kann für sich und seine Familie schnell und für wenig Geld täglich mit frischen Zutaten kochen. Eine halbe Stunde reicht, um etwas Leckeres und Gesundes auf den Tisch zu bringen.
Für mich unverzichtbar bei der Essenszubereitung sind mein elektrischer Reiskocher und meine Wok-Pfanne. Während der Reis vor sich hin köchelt, schnippele ich etwas von dem Gemüse, das wir einmal in der Woche kaufen, und schneide ein Stück Tofu in Streifen. Die Tofustreifen werden kurz in Öl angebraten und dann mit schön scharfen Chiliflocken betreut. Ich gebe die knusprigen Streifen zum Schluss über das Gemüse. Das ebenfalls in dünne Streifen geschnittene Gemüse wird unter Rühren mit einem Schuss Öl in der Wok-Pfanne scharf angebraten und dann bei geschlossenem Deckel etwa zehn Minuten gegart, dann mit Sojasauce abgelöscht und mit etwas Zitronengras, Kurkuma, Koriander, Ingwer und Chili gewürzt. Das ergibt ein superleckeres Abendessen, und da ich das Gemüse von Tag zu Tag variiere, essen wir es uns nie über.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Farbstarke Marmelade

Zwei Variationen in Orange: Möhren-Aprikosen-Gelee (links) und 
Tomaten-Orangen-Marmelade mit Chilli. In den schönen Gläsern 
ein wirklich netteskleines Geschenk.
Heute bekamen wir lieben Besuch – und kleine Geschenke zur Begrüßung: unsere Lieblingsschokolade in drei Varianten, eine kleine Tüte selbstgebackene Kekse und zwei Gläser Marmelade aus eigener Herstellung. Besonders die Marmelade hat es uns angetan, nicht nur wegen der schönen Gläser, sondern auch wegen der leuchtenden Farbe und nicht zuletzt wegen der raffinierten Rezepte: In dem einen Glas befindet sich Tomaten-Orangen-Marmelade mit Chilli. Das andere Glas enthält streng genommen keine Marmelade. Es handelt sich dabei viel mehr um Möhren-Aprikosen-Gelee.
Solche kleinen Geschenke, mit viel Liebe selbst hergestellt worden sind, sind doch viel schöner als all das, was man so an Geschenkartikeln im Laden kaufen kann.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Veganes Pyttipanna

Nach kurzer Kochzeit werden die Kartoffeln und die Süßkartoffeln in einer großen, beschichteten Pfanne kurz angebraten.
In der vergangenen Woche gab es bei uns im Edeka-Markt Bio-Süßkartoffeln zum Preis von nur 1,99 Euro je Kilo – da musste ich doch gleich mehrere Kilo kaufen, zumal sich Süßkartoffeln lange lagern lassen. Süßkartoffeln, die keine Kartoffeln sind, sondern zu den Windengewächsen zählen, können auf vielfältige Weise zubereitet werden. Püriert schmecken sie ebenso lecker wie frittiert oder mit ein wenig Olivenöl im Ofen gebacken. Selbstverständlich kann man sie auch kochen oder wie Bratkartoffeln zubereiten.
Obwohl Süßkartoffeln schneller gar sind als Kartoffeln, lassen sie sich durchaus mit ihnen zusammen in einem Topf kochen. Nimmt man mehlig kochende Kartoffeln, die wir bevorzugen, schneidet man alles in gleich große Würfel. Bei fest kochenden Kartoffeln sollten die Süßkartoffelstücke hingegen deutlich größer sein als die Kartoffelstücke.
Kartoffeln und Süßkartoffeln mit frischen Champignons
und Schalotten und Mais aus der Dose.
Für meine kleinen Kartoffelwürfel genügt eine Kochzeit von fünf Minuten. Am Ende gieße ich sofort das Wasser ab, und gebe die zweierlei Kartoffeln in eine große, beschichtete Pfanne mit etwas heißem Rapsöl und brate sie leicht an. Unterdessen habe ich in einer anderen, kleineren Pfanne etwa 250 Gramm frische, in Scheiben geschnittene Champignons und drei bis vier klein geschnittene Schalotten in etwas Öl gebraten, bis sie leicht braun sind. Dann kam Mais aus der Dose (abgetropft) hinzu, und zum Schluss habe ich alles in die große Pfanne zu den Kartoffeln und den Süßkartoffeln gegeben und alles mit Meersalz und reichlich Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Auf dem Teller kröne ich meine vegane Variante des schwedischen Klassikers Pyttipanna ("winzig in der Pfanne"), das in ähnlicher Variante in Dänemark als Biksemad beliebt ist mit einem großen Klecks Preiselbeermarmelade. 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Natürlicher Duftspender

Herbstliche Deko, die einen herrlichen Duft verströmt.
Mhhh, wie das duftet! Fruchtig und frisch, natürlich, und unglaublich aromatisch. Eine Schale mit reifen Quitten auf dem Esstisch oder der Kommode, das ist mehr als nur eine schöne herbstliche Dekoidee. Die Quitten verströmen einen so wunderbaren, lange anhaltenden Duft, der ähnlich intensiv, aber nicht so aufdringlich wie der von künstlichen Duftspendern ist. Früher legte man Quitten in den Kleiderschrank, damit die Wäsche duftete. Man durfte sie dort nur nicht vergessen.
Allerdings faulen Quitten nicht so schnell wie anderes Obst, und wenn es im Raum nicht zu warm ist, kann man den Duft bis Weihnachten genießen.
Die Quitte ist zwar steinhart und lässt sich dementsprechend schwer zerkleinern, aber die Mühe lohnt sich. Quitten, zu Saft, Marmelade oder Mus (als Rohstoff für Quittenbrot) verarbeitet oder als köstliche Bratapfel-Alternative zubereitet, sind sehr lecker. Kein Wunder, dass die Quitte als die Königin der heimischen Obstsorten gilt.
Wir haben leider (noch) keinen Quittenbaum im Garten, aber von meinen Eltern bekommen wir in jedem Herbst einen Wassereimer voller Früchte. Und heute hat mir gerade einer meiner Kolleginnen weitere Quitten angekündigt. Ihr Mann hat in Nachbars Garten einen Quittenbaum umgesägt, der auseinander gebrochen war.

Mittwoch, 16. September 2015

Ab in die Tiefkühltruhe!

Sie sehen aus wie Radieschen, sind aber Cocktailtomaten.
Als es sommerlich heiß war und wir Lust auf Tomaten hatten, waren sie noch grün. Jetzt haben wir wunderschöne, rote Cocktailtomaten im Überfluss, aber es wird kühler und langsam Herbst, und so möchten wir zum Abendessen lieber etwas Warmes essen statt Salat oder Tomate mit Tofu-Mozzarella. Meistens besteht unser Abendessen aus reichlich Reis und Gemüse der Saison aus dem Wok. Ich gebe auch immer eine Handvoll Cocktailtomaten in den Wok, aber sie scheinen nicht weniger zu werden.
Da uns momentan die Zeit fehlt, die Tomaten einzukochen oder zu Pastasaucen zu verarbeiten, haben wir uns entschlossen, sie frisch einzufrieren, und so sind die ersten Portionsbeutel heute in die Tiefkühltruhe gewandert.
Tomaten soll man ja eigentlich nicht ungekocht einfrieren, da sie beim Auftauen leicht matschig werden können. Da wir sie aber sowieso für Wok-Gerichte verwenden wollen, ist uns das egal. Außerdem sind die kleinen Cocktailtomaten nicht so wässrig wie die großen, und so werden sie wahrscheinlich beim Auftauen weitgehend ihre Form behalten.

Samstag, 29. August 2015

Zwetschenkuchen – vegan und glutenfrei

Der Teig ist in die Springform gefüllt.
Kuchen gibt es bei uns eigentlich nur noch, wenn Besuch kommt. Dass ich heute Abend einen gebacken habe, obwohl wir morgen keinen Besuch erwarten, hat folgenden Hintergrund: Am vergangenen Wochenende bat mich eine Freundin um das Rezept für den veganen und glutenfreien Zwetschenkuchen, den ich ihr und ihrem Mann zum Kaffee serviert hatte. Ich musste passen. Mir wollte partout das Rezept nicht  einfallen, obwohl ich den Kuchen erst ein paar Stunden zuvor gebacken hatte. Das liegt daran, dass ich inzwischen am liebsten aus dem Bauch heraus oder, vornehmer ausgedrückt, intuitiv, backe und koche. So rühre ich einen Kuchenteig zusammen, ohne dabei viel nachzudenken. Zwar benutze ich eine Waage zum Wiegen der Zutaten, aber ich merke mir die Mengen nicht, es geht irgendwie automatisch. Um mir das Rezept in Erinnerung zu rufen und es an die Freundin weitergeben zu können, habe ich heute ganz einfach den Kuchen noch einmal gebacken und mir diesmal die Zutaten mit den Mengenangaben gleich notiert.
Hier ist das simple Rezept:

Zutaten
• 250 g Rohrohrzucker
• 100 g Buchweizenmehl (frisch gemahlen)
• 125 g Reismehl (aus Naturreis gemahlen)
• 25 g Maisgrieß (gibt dem Teig etwas Biss)
• 1 gehäufter Esslöffel Maisstärke
• 1 Teelöffel Packpulver (etwa ein halbes Tütchen)
• 1 Prise Salz
• etwas Bourbon-Vanille
• 150 ml ungesüßte Sojamilch
• 100 ml Rapsöl
• 1 kg Zwetschen

Zubereitung
Die Zwetschen sind auf dem Teig ver-
teilt. Der Kuchen kann jetzt in den
Ofen geschoben werden.
Alle Zutaten mit Ausnahme der Zwetschen in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers zu einem geschmeidigen Teich verrühren.
Den Boden einer Springform (28 cm) mit Backpapier auslegen, den Rand der Form mit Margarine einfetten. Den Backofen auf etwa 175 Grad vorheizen.
Nun die Zwetschen entsteinen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwetschen nach und nach auf dem Teig verteilen, bis der vollständig bedeckt ist. Die Springform in den Ofen schieben und den Kuchen etwa eine Stunde backen (die Backzeit kann je nach Ofen etwas variieren). Anschließend auskühlen lassen. Erst dann den Rand der Springform lösen und den Kuchen aus der Form auf ein Brett oder einen Teller ziehen.

Nach der Zwetschenzeit lässt sich der Kuchen auch ebenso gut mit Äpfeln backen, und im Frühsommer nehme ich für den Belag frischen Rhabarber.
Zum Kuchen serviere ich vegane Schlagsahne.

Der Kuchen im Ofen knapp eine Viertelstunde vor Ende der Backzeit.




Sonntag, 16. August 2015

Bohnen von der Stange

So ein Anblick erfreut das Gärtnerinnenherz.
Heute haben wir unsere ersten eigenen Stangenbohnen geerntet – und sogleich zum Abendessen verspeist. In den vergangenen Jahren hatten wir stets Buschbohnen, und diesmal haben wir es mal mit Stangenbohnen versucht, und werden auch künftig dabei bleiben. Man muss zwar ein Rankgerüst bauen – wir haben dafür Birkenstämmchen verwendet, die nach Baumfällarbeiten liegen geblieben waren, aber dafür kann man sie bequemer ernten, und die Pflanzen wirken insgesamt auch robuster und vitaler als die Buschbohnen.
Die Sorte Neckarkönigin, für die wir uns entschieden hatten, erwies sich als fleißige Kletterin und ist mächtig in die Höhe geschossen. Rund 2,50 Meter hoch sind die Pflanzen, und es ist gar nicht so einfach, sie ohne Trittleiter zu beernten. So groß die Pflanzen, so lang sind die Bohnen: Fast 30 Zentimeter maßen die längsten.
Wir haben jetzt knapp ein Kilo gepflückt, und die Pflanzen hängen noch ordentlich voll, sodass es noch für einige Mahlzeiten reichen wird.
Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn man sein Abendessen mit Gemüse aus eigener Ernte bereichern kann, und irgendwie schmeckt es auch immer besser als gekauftes Gemüse, wahrscheinlich weil man weiß, dass es aus dem eigenen Garten kommt und garantiert nicht gespritzt worden ist.

Sieht sie nicht gut aus, unsere erste eigene Stangenbohnen-Ernte?!

Mittwoch, 12. August 2015

Aus dem Garten in die Pfanne

Sieht für zwei Personen viel aus, aber das Gemüse 
schmort in der Pfanne noch etwas zusammen. Außer- 
dem kann man von Gemüse immer etwas mehr essen.
Unser Abendessen sieht jetzt im Sommer fast jeden Abend gleich aus. Es gibt immer eine große Schüssel Reis (Naturreis in Bio-Qualität) und dazu eine bunte Gemüsepfanne. Bestückt wird diese vorzugsweise mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Zurzeit können wir reichlich Zucchini ernten. Sie bilden daher den Hauptbestandteil der Gemüsepfanne. Hinzu kommen Möhren, Tomaten, Zwiebeln und frische Champignons. Ich versuche möglichst Gemüse zu verwenden, das gerade Saison hat und variiere die Zusammenstellung der Gemüsepfanne dementsprechend.
Während der Reis im Reiskocher (für mich ebenso wie für fast alle Asiaten ein unverzichtbares Küchengerät) gart, putze und schnippele ich das Gemüse. Weitere Zutaten für die Gemüsepfanne sind etwas Rapsöl zum Anbraten, ein paar Chilliflocken, etwas Ingwer und ein Schuss Sojasauce. Da die Sojasauce Salz enthält, kann ich auf eine weitere Salzzugabe verzichten. 
Nach 20 bis 30 Minuten steht das Essen auf dem Tisch. Es ist leicht und lecker – und wir möchten eigentlich kaum noch etwas Anderes essen.

Dienstag, 11. August 2015

Die dicken Blauen

Die Blaubeeren in unserem Garten sind noch grün. Bis sie erntereif sind, ....

 ... trösten wir uns mit gekauften Blaubeeren, für die sich 
auch Fyffes stark interessiert.
Während das blaue Wunder in unserem Garten noch auf sich warten lässt, haben die Blaubeeren im Handel bereits Hochsaison. Zwar gibt es auch bei uns in den Wäldern der Lüneburger Heide massenhaft Blaubeeren, aber kaum noch jemand macht sich die Mühe, sie eimerweise zu ernten. Auch wir beschränken uns auf unseren Rad- und Wandertouren meist darauf, ein paar Hände voll Blaubeeren zu pflücken, die wir uns gleich an Ort und Stelle schmecken lassen – von der Hand in den Mund sozusagen. Die wild im Wald wachsenden Blaubeeren sind aromatischer, allerdings deutlich kleiner und weniger saftig als die dicken Blauen aus der Plantage. Von denen brachten heute meine beiden Kolleginnen aus unserem Büro in Uelzen ein ganzes Kilo mit zur Konferenz. Auch ich selbst hatte ein Kilo Blaubeeren besorgt und die Hälfte davon fürs Frühstück im Kolleginnenkreis Blaubeeren mit Soja-Joghurt und veganer Schlagsahne zusammengerührt. Das war so lecker, dass wir die große Schüssel schon gegen Mittag geleert hatten. Da wir jetzt noch so viele Blaubeeren haben, gibt es morgen einen blauen Smoothie zum Frühstück und Blaubeeren als Pausensnack. Die Gefahr, dass wir uns die köstlichen Beeren irgendwann übergegessen haben werden, besteht nicht.

Samstag, 1. August 2015

Buchweizenpfannkuchen

Buchweizenpfannkuchen sind sehr lecker, aber keine
Hundekuchen!
Bis vor einigen Wochen haben wir uns sonnabends, wenn wir vom Einkaufen kamen, ein zweites Frühstück mit frischen Bäckerbrötchen gegönnt. Dieses lieb gewonnene Ritual haben wir jedoch abgeschafft, nachdem ich begriffen habe, dass ich keinen Weizen vertrage. Solange noch nicht geklärt ist, ob Zöliakie, Weizenallergie oder Weizensensivität die Ursache dafür ist, meide ich glutenhaltige Lebensmittel, und seitdem geht es mir deutlich besser.
Statt Brötchen gab es an diesem Sonnabend Buchweizenpfannkuchen. Der Name Buchweizen ist irreführend. Buchweizen ist nicht mit dem Weizen verwandt und auch gar kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs mit bucheckernförmigen Früchten. Als Pseudogetreide spielt Buchweizen in der glutenfreien Ernährung eine große Rolle.
Bei uns in der Heide war Buchweizen noch bis vor etwa 100 Jahren eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, da er gut auf unfruchtbaren Sandböden gedeiht. Die Menschen aßen den Buchweizen hauptsächlich als Grütze und als Pfannkuchen, und zwar beides sowohl in einer süßen als auch in einer pikanten Variante. Wir haben uns heute für die süße Variante mit Marmelade (Marion) und Pflaumenmus (Inka) entschieden.
Zu Uromas Zeiten wurde der Teig aus wenigen Zutaten blitzschnell angerührt: 125 Gramm frisch gemahlener Buchweizen wird mit einem Teelöffel Salz, einem Ei und einem Viertelliter Wasser verrührt. Ich verzichte auf das Ei und nehme ersatzweise einen Löffel Mais- oder Kartoffelstärke und einen Schuss Rapsöl. Man kann die Pfannkuchen sofort nach dem Anrühren des Teiges backen, aber besser ist es, den Teig mindestens eine Stunde ruhen zu lassen, denn Buchweizen quillt ähnlich stark auf wie Hirse.
Zum Backen der Pfannkuchen nimmt man am besten eine beschichtete Pfanne, gibt einen Schuss Rapsöl hinein und lässt es heiß werden. Mit einer Kelle wird dann die Hälfte des Teiges in die Pfanne gegeben und von beiden Seiten goldbraun gebacken.
Bei uns in der Heide wurden die Buchweizenpfannkuchen vorzugsweise mit Zuckerrübensirup oder Speck gegessen. Man kann auch Äpfel, Rosinen oder anderes Obst oder Kräuter in den Teig geben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Der Eigengeschmack des Buchweizen lässt sich mit nussig nur unzureichend beschreiben. Ich finde, er schmeckt ein bisschen wie geräuchert, auf jeden Fall sehr würzig.

Samstag, 18. Juli 2015

Mein erste glutenfreies Brot

Lockere Krume und knusprige Kruste – ganz
ohne Klebereiweiß.
Seit Tausenden von Jahren zählt er zu unseren Grundnahrungsmitteln,  aber jetzt ist er in Verruf geraten, der Weizen. Das liegt vor allem an seinem Glutengehalt. Der ist in den vergangenen Jahrzehnten durch Züchtung immer weiter erhöht worden, sodass immer Menschen überempfindlich darauf reagieren. Neben der Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), einer Autoimmunkrankheit, von der glücklicherweise vergleichsweise wenige Menschen betroffen sind, gibt es noch die viel weiter verbreitete Glutensensitivität  und die Weizenallergie. Besonders die Glutensensitivität  ist weit verbreitet, nur wissen viele Betroffene gar nicht, dass Gluten die Ursache ihrer chronischen Verdauungsbeschwerden oder ihres "Reizdarm" ist. Jeder sollte einmal das Experiment machen, für einige Zeit glutenhaltige Lebensmittel zu meiden, um herauszufinden, ob eine Glutensensitivität vorliegt. In vielen Fällen reicht es schon, den Konsum von Brot und Brötchen, die Weizenmehl enthalten, stark einzuschränken, um eine Linderung der Beschwerden zu erreichen.
Auch ich habe das Experiment gemacht und festgestellt, dass ich mich den ganzen Tag lang wohler und aktiver fühle, wenn ich morgens zum Frühstück kein glutenhaltiges Brot gegessen habe. Und deshalb werde ich auch weiterhin darauf verzichten. Statt Weizen, Roggen und Dinkel backe ich mein Brot jetzt glutenfrei mit Reis, Hirse, Buchweizen und Quinoa.
Ich muss gestehen, dass ich vor dem glutenfreien Brotbacken ein wenig Bammel hatte. Die Rezepte für glutenfreie Brote, die ich im Netz gefunden habe, waren mir zu kompliziert und hatten eine viel zu lange Zutatenliste. Es muss doch auch einfacher gehen, sagte ich mir – und probierte es einfach aus. Ich gab 250 Gramm Naturreis, 150 Gramm Buchweizen und 100 Gramm Hirse (alle Zutaten aus Bio-Anbau) in die Getreidemühle. Meinem frisch gemahlenen Mehl fügte ich noch zwei gestrichene Teelöffel Salz, ein Tütchen Trockenhefe und als Bindemittel einen Teelöffel Johannisbrotkernmehl zu. Mit einem kräftigen Schuss Olivenöl und 450 ml lauwarmen Wasser rührte ich den Teig an und ließ ihn abgedeckt knapp zwei Stunden an einem warmen, zugfreien Ort ruhen. Anschließend füllte ich den Teig in eine gefettete Kastenform und bestreute ihn mit Maisgrieß (ergibt eine schöne, knusprige Kruste). In den vorgeheizten Backofen (200 Grad) stellte ich neben die Backform eine kleine Schale mit kochendem Wasser (damit der Teig beim Backen nicht so stark austrocknet). Nach einer Stunde holte ich mein erstes glutenfreies und selbstvertsändlich veganes Brot aus dem Ofen.
Ich aß es gestern Abend als Ciabatta-Ersatz zum Abendessen und heute morgen getoastet zum Frühstück (so schmeckt es mir am besten – sehr lecker!).
Mein zweites Brot werde ich noch etwas verfeinern: Ich werde etwas weniger Wasser und dafür etwas mehr Fett (vegane Margerine) zum Mehl geben. Außerdem werde ich nur 200 Gramm Reis nehmen und stattdessen 50 Gramm Quinoa hinzufügen. Darüber hinaus werde ich vielleicht einige Sonnenblumenkerne und zwei Esslöffel Leinsamen unter den Teig heben.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Zucchinizeit

Im Panini-Grill sind die Zucchinischeiben ratzfatz zubereitet.
Unsere eigenen im Garten sind leider noch nicht erntereif, aber im Laden gibt es sie jetzt endlich wieder in Bio-Qualität und zu akzeptablen Preisen: Zucchini sind nicht nur kalorienarm, vitaminreich und leicht verdaulich, sondern sie lassen sich auch vielseitig zubereiten. Man kann sie braten, backen, kochen, grillen, pürieren oder auch roh essen. Bei uns gab es heute Abend Grillgemüse, und da sind Zucchini ein unverzichtbarer Bestandteil. Am liebsten bereite ich sie im Panini-Grill zu. Das geht schnell und ohne viel Fett. Ich pinsele die Zucchinischeiben lediglich mit etwas Öl ein, lege sie auf die untere Grillplatte des Panini-Grills, klappe die obere Grillplatte herunter und drücke sie mit dem Griff fest an, sodass die Zucchinischeiben innerhalb von ein bis zwei Minuten beidseitig schön gebräunt sind und die typiscen Grillstreifen aufweisen.
Ebenso verfahre ich mit anderem Gemüse. Leider hatte ich keine Paprika mehr im Haus und keine Lust, nur wegen Paprika einkaufen zu fahren, aber dafür hatte ich noch ein Aubergine, eine Süßkartoffel und ein paar Cocktailtomaten. All das kam nacheinander in den Grill. Mit knusprigen Steinofenbrotstangen und etwas Extra-Hot-Ketchup ergab das ein schnell und einfach zubereitetes, leckeres Abendessen.

Grillgemüse und knuspriges Brot dazu – ein einfach und schnell zubereitetes und 
sehr leckeres Essen für so sommerlich warme Abende wie heute.

Samstag, 30. Mai 2015

Spargel pur

Drei Pfund Spargel müssen es mindestens sein, denn schließlich essen wir die Stangen am
Liebsten pur, lediglich mit Kartoffeln.
Für Ende Mai ist es ziemlich kühl draußen. Heute regnete es sogar Eis - wir kamen gerade aus dem Baumarkt, wo wir Holz und Farbe gekauft hatten, als wir in einen kurzen, aber heftigen Hagelschauer gerieten. Wenige Minuten später schien schon wieder die Sonne. Das reinste Aprilwetter! Das allerdings hat auch einen Vorteil: Bei so einem Wetter hat man mehr Lust auf Spargel als bei sommerlichen Temperaturen über 20 Grad. Dann reicht uns ein Salat oder ein mit buntem Gemüse gefülltes Fladenbrot zum Abendessen. Aber heute war eindeutig Spargelwetter, und deshalb haben wir uns zu zweit drei Pfund von dem leckeren Stangengengemüse schmecken lassen, das jetzt Saison hat. Außerdem wohnen wir an der niedersächsischen Spargelstraße, und sitzen gewissermaßen direkt an der Quelle. Bis vor Zehn Jahren wurde auch direkt bei uns hinter dem Haus Spargel angebaut. doch wir brauchten das Land für die Pferde, uns so haben wir den Spargelacker in eine Pferdeweide umgewandelt.
Als Veganerinnen essen wir den Spargel am liebsten nur mit Heidekartoffeln - eine weitere Spezialität unserer Region - und Bröselbutter. Die Bröselbutter ist bei uns allerdings butterfrei. Anstelle der Butter verwende ich Rapsöl und anstelle der Semmelbrösel frisch gequetschte Hafer- und Dinkelflocken. Diese werden in dem heißen Öl geröstet, bis sie leicht gebräunt sind, und kommen dann über die Kartoffeln.

Unsere "Bröselbutter" ist butter- und bröselfrei. Sie besteht aus frisch gequetschten und in Rapsöl gerösteten Hafer- und Dinkelflocken.

Freitag, 15. Mai 2015

Die Blattstiele kennen wir, aber auch die Blüten?

Hier sind die jungen Blüten noch fast geschlossen.
Von der Rhabarberpflanze kennen wir eigentlich nur die Teile, die in der Küche Verwendung finden: die dicken, rund einen halben Meter langen Blattstiele. Im Garten oder auf dem Feld haben haben wir vielleicht auch schon einmal die riesigen Blätter bestaunt, aber dass Rhabarber auch schöne Blüten hat, wissen nur die wenigsten. Kein Wunder, denn die Blütenrispen werden in der Regel frühzeitig entfernt, um den Ertrag zu erhöhen. Wir haben unserem, im vergangenen Jahr gepflanzten Rhabarber die Blüte gelassen, denn beernten werden wir die Pflanze erst im nächsten Jahr. In diesem Jahr darf sie noch Kraft sammeln und unbehelligt wachsen.

Die Blütenrispen haben eine gewissen Ähnlichkeit mit denen des weißen Flieders. Insekten lieben sie.

Die Rhabarberpflanze mit
dem schon rund 1,5 m 
hohen Blütenstand.
Der sogenannte Blütenstandspross kann bis zu zwei Meter hoch werden. Der unserer Rhabarberpflanze hat schon gut zwei Drittel davon geschafft. Die cremeweißen Blüten sind in Rispen angeordnet, die ein wenig an weißen Flieder erinnern – durchaus faszinierend. Ich habe mir die Blüten genau angeschaut, denn ich kann mich nicht erinnern, sie jemals zuvor schon bewusst wahrgenommen zu haben.
Zwar weiß ich schon lange, dass Rhabarber, obwohl er wie Obst verwendet wird, ein Gemüse ist, aber mir war nicht klar, dass Rhabarber ursprünglich aus dem Himalaya stammt und über Russland, wo er seit dem 16. Jahrhundert angebaut wird, im 18. Jahrhundert zu uns nach Europa gelangte.
Am liebsten verwende ich Rhabarber zum Kuchenbacken. Rhabarberkuchen ist eine saisonale Leckerei, von der ich gar nicht genug bekommen kann, zumal der Kuchen nicht so süß ist wie andere Kuchen, vorausgesetzt man neutralisiert die typische Säure des Rhabarbers nicht mir Unmengen von Zucker.
Mein Lieblingsrezept für (selbstverständlich veganen) Rhabarberkuchen habe ich im Laubfresser-Blog gefunden. Statt 600 Gramm nehme ich allerdings 1000 Gramm Rhabarber für eine Springform. Ich finde, das ist nicht zu viel, und meistens werden die Stangen ja auch in Bündeln zu je einem Kilo angeboten.