![]() |
In Deutschland hat alles seine Ordnung, und deshalb haben selbstverständlich auch die Wichtel-Wohnungen am
Waldweg Hausnummern.
|
Posts mit dem Label Begegnungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Begegnungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 21. Dezember 2015
Wo wohnen die Wichtel?
Für alle, die sich das auch schon einmal gefragt haben, ist hier die Antwort: Ihre Adresse lautet Waldweg 7. Woher ich das weiß? Auf unserem jüngsten Hundespaziergang sind wir an ihrem "Baumhaus" vorbeigekommen. Leider hatten wir keine Taschenlampe dabei, um in die dunkle Wohnung am Fuß der knorrigen Eiche zu leuchten. Aber es wäre vielleicht auch etwas aufdringlich gewesen, wenn wir uns vor dem Eingang auf den Bauch gelegt und frech in die Wichtel-Wohnung gelinst hätten. Als Journalistin bin ich zwar von Berufs wegen neugierig, aber zuweilen muss man seine Neugier auch zügeln können. Wahrscheinlich wäre es besser, den Wichteln zunächst einen lieben Brief zu schreiben und vorsichtig anzufragen, ob unser Besuch auch wirklich erwünscht ist. Ihre Adresse haben wir jetzt ja (siehe oben).
Montag, 27. April 2015
Nächtliche Begegnungen
![]() |
| Im Lichtkegel der Taschenlampe sehen wir einen Teichfrosch auf dem Weg zum Wasser. |
![]() |
Nächtliche Klimmzüge am Rand eines
Blumenkübels. Eine kleine Gehäuse-
schnecke erpart sich den beschwer-
lichen Weg und lässt sich von der
großen Weinbergschnecke huckepack
transportieren.
|
Heute war es für derlei nächtliche Begegnungen zu kalt. Nach dem Temperatursturz infolge des Gewitters gestern haben wir heute Nacht nur noch vier Grad.
Samstag, 6. Dezember 2014
Stroh im Kopf
Seit
heute treffe ich ihn wieder jeden Tag auf dem Weg mit dem Fahrrad zum
Einkaufen: den Weihnachtsmann. Er steht etwas abseits von der Straße,
aber für Auto- und Radfahrer gleichermaßen gut sichtbar, auf dem
Stoppelfeld neben der Weihnachtsbaumplantage, auf der es außer
Weihnachtsbäumen auch reichlich Glühwein, Gegrilltes, Musik und sogar
Kunsthandwerk gibt – da wird der Weihnachtsbaumkauf fast zur Nebensache.
Der Weihnachtsmann spielt für den Bauern aus unserem Dorf, dem die
Plantage gehört und der den Wald-Weihnachtsmarkt betreibt,
freundlicherweise den Grüßaugust.
Lustig finde ich, dass der Weihnachtsmann tatsächlich nur Stroh im Kopf hat. Dafür ist der Kopf aber auch ziemlich groß geraten, das Mützchen hingegen umso kleiner. Statt des üblichen roten Mantels trägt einen Tarnanzug aus Tannenzweigen, aber künstlerische Freiheit muss sein.
Einen schönen zweiten Advent!
Lustig finde ich, dass der Weihnachtsmann tatsächlich nur Stroh im Kopf hat. Dafür ist der Kopf aber auch ziemlich groß geraten, das Mützchen hingegen umso kleiner. Statt des üblichen roten Mantels trägt einen Tarnanzug aus Tannenzweigen, aber künstlerische Freiheit muss sein.
Einen schönen zweiten Advent!
Freitag, 5. September 2014
... und noch eine abendliche Begegnung
![]() |
| Einer hübscher, noch relativ kleiner Igel. Wegen des Blitzes kneift er (verständlicherweise) die Augen zusammen. |
Donnerstag, 4. September 2014
Im Lichtkegel der Taschenlampe
![]() |
| Diese Heuschrecke war heute Abend noch ziemlich spät unterwegs. Ist sie nicht wunderschön?! |
Montag, 1. September 2014
Mein lieber Schwan, das war knapp!
![]() |
| Der Schwan vorne sieht eigentlich ganz friedlich aus, aber tatsächlich war er ziemlich auf Krawall gebürstet. |
Jetzt näherte sich auch noch ein zweiter Schwan. Der erste hasste es offenbar, fotografiert zu werden. Bedrohlich stieß er mit dem Schnabel in Richtung Objektiv. Offenbar wollte er mir die Kamera aus der Hand schlagen. Schnelle machte ich noch ein Foto von den beiden zornigen Wasservögeln und suchte dann vorsichtshalber das Weite.
Freitag, 23. August 2013
Von der Wiese in den Mixer
![]() |
| Die gesammelten Kräuter kommen komplett in den Mixer. |
In der Küche haben wir zunächst im Mixer Mandeln zerkleinert und daraus einen leckeren Milkshake hergestellt.
![]() |
| Der grüne Smoothie schmeckt wirklich so lecker, wie er aussieht. |
Ich war so begeistert, dass ich mir jetzt sofort ein Rohkost-Rezeptbuch bestellen werde. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht aufs Kochen und Backen verzichten werden, kann ich doch zumindest viel mehr Rohkost in unseren Speiseplan einbauen.
Mehr über die "Rohkost-Familie" in der Calluna- Herbstausgabe, die voraussichtlich ab 23. September erhältlich sein wird.
Samstag, 29. September 2012
Die letzte Torfstechmaschine im Großen Moor
![]() |
| Die 1968 im Emsland gebaute Torfstechmaschine sieht vielleicht schon etwas schäbig aus, ist technisch aber noch völlig in Ordnung und funktioniert einwandfrei. |
![]() |
| Die Autorin im Moor zwischen den von der Maschine gestochenen Torfstücken. |
Ich hatte heute für Calluna die Gelegenheit, die letzte Torfstechmaschine im Einsatz zu fotografieren und mit einigen alten Herren zu sprechen, die ihr ganzes Arbeitsleben lang im Moor zugebracht haben. "Wir sind nie nach Spanien geflogen und waren trotzdem immer braun wie Urlauber", amüsierte sich einer der ehemaligen Torfstecher. "
Als Kohle, Öl und Gas die Nachfrage nach Brenntorf sinken ließen, wurden viele der Torfstechmaschinen entweder ins Ausland verkauft oder verschrottet. Düngetorf wird ja nicht in Brikettform benötigt, sondern lose oder als Sackware angeboten. Das Abfräsen der Torfschichten für den Düngetorf ist ziemlich unspektakulär – ganz im Gegensatz zur Brenntorfabbau. Die Torfstechmaschine rattert und rumpelt, dass der weiche Moorboden ins Schwingen gerät, macht ordentlich Lärm und stößt schwarze Qualmwolken aus. Und es stinkt ganz fürchterlich nach faulen Eiern, wenn der im Moorboden gebundene Schwefelwasserstoff freigesetzt wird. Obwohl ich am Ende die Nase buchstäblich voll hatte, war es ein spannender Nachmittag, an dem ich viel gesehen und erfahren habe. Mehr über meinen Besuch im Moor in der Calluna-Winterausgabe.
![]() |
| In einem Arbeitsgang sticht die Maschine den Torf und stellt die Stücke neben dem frisch gezogenen Graben wie Dominosteine zum Trocknen auf. |
Dienstag, 3. Januar 2012
Begegnungen mit Ulli und Käthchen
![]() |
| Friedlicher und lieblicher als Ulli: das flammende Käthchen. |
Hau bloß ab, Ulli, und lass uns in Ruhe! Und pass auf, wo Du hintrittst! Nicht, dass Du uns noch das Haus oder die Scheune beschädigst!
Solange draußen Ulli wütet, bleibe ich lieber drinnen am warmen Ofen bei Käthchen. Meine neue Freundin mit dem altmodischen Namen ist im Gegensatz zu Ulli eine ganz sanfte und liebliche. Und obwohl ich keinen Alkohol trinke, sehe ich Käthchen seit Wochen doppelt, und seit Silvester sogar vierfach. Wohin im Haus ich auch gehe, Käthchen ist schon vor mir da. Heute bin ich ihr im Esszimmer, im Wohnzimmer, im Büro und in der Küche begegnet. Aber Käthchen ist nicht gleich Käthchen. Obwohl alle vier denselben Namen und eine gewisse Ähnlichkeit haben, sind sie durchaus gut voneinander zu unterscheiden. Das Käthchen im Arbeitszimmer präsentiert sich keck in Pink, das im Esszimmer trägt provozierendes Rot, und das in der Küche hat sich ganz in Weiß gewandet. Mein Lieblingskäthchen ist aber das, das ich Silvester zu meinem Geburtstag bekommen habe. Es hat gefüllte weiße Blüten und sieht fast aus wie eine Mini-Hortensie, wenn da nicht die dicken, fleischigen Blätter wären, die ihre Herkunft aus warmen Gefilden verraten. Käthchens Heimat ist nicht etwa, wie der Name vermuten lässt, die deutsche Provinz, sondern tropisches Gebiet in Afrika und Asien. Käthchen ist eigentlich auch nur der deutsche Kosename. Mit richtigem Namen heißt meine Freundin Kalanchoe blossfeldiana, aber wer soll sich so einen Namen merken?
Die Kalanchoen sind eine sehr große Sukkulenten-Gattung, und das Käthchen, das meist, vor allem, wenn es rot ist, als flammend bezeichnet wird, ist die bekannteste Vertreterin dieser Gattung. Das flammende Käthchen wurde um 1930 von dem der Berliner Samenhändler Blossfeld in den Handel gebracht. Die einzelnen Blüten der Pflanze sind ziemlich klein, da sie aber in dichten Dolden zusammensitzen, wirkt der Blütenschmuck sehr üppig. Deshalb und auch, weil es sich ebenso wie wir, im gut beheizten Räumen wohlfühlt, zählt das Flammende Käthchen inzwischen zu den beliebtesten Blütenpflanzen und hat dem Weihnachtsstern und anderen typischen Winterpflanzen fürs Zimmer längst den Rang abgelaufen. Und so ist es auch kein Wunder, dass wir uns jetzt im Winter alle gegenseitig mit Käthchens beglücken. Vier Stück habe ich ja jetzt bereits, und ich bin gespannt, wieviele es noch werden. der Winter hat ja gerade erst begonnen.
Bis morgen!
Abonnieren
Posts (Atom)












