Dienstag, 30. Juni 2015

Stylisches Outfit

Goldglänzender Rosenkäfer auf einer Pastinakenblüte in unserem Garten.
Wow, in so einem metallisch grün schillerndem Kleid wäre ich auf jeder Party ein echter Hingucker. Im Gegensatz zu uns Frauen muss der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) für sein stylisches Outfit nicht einen einzigen Euro ausgeben. Wer so gut aussieht, hat natürlich gute Voraussetzungen, zum Germany's next topmodel gekürt zu werden, und tatsächlich durfte sich der Goldglänzende Rosenkäfer mit dem Titel "Insekt des Jahres 2000" schmücken.
Trotz seines Namens ist der Rosenkäfer übrigens nicht auf Rosen abonniert. Er ist auch häufig auf Blüten von Obstgehölzen, Holunder, Weißdorn oder Doldenblütern anzutreffen. Zu letzteren gehört auch die blühende Pastinakenpflanze in unserem Garten.

Montag, 29. Juni 2015

Viele leckere Beeren

Die roten Johannisbeeren sind schon reif, die schwarzen brauchen noch ein paar Tage Sonne.
Zurzeit fühle ich mich ein bisschen wie im Schlaraffenland. Jeden zweiten Tag ernte ich in unserem Garten eine große Schale Erdbeeren, und jetzt sind auch noch die Johannisbeeren reif. Wenn die geerntet sind, kann ich mich noch auf viele weitere leckere Beeren freuen: Stachelbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Boysenbeere. Nur Maulbeeren werden wir in diesem Sommer noch nicht ernten können, denn der Baum ist noch zu jung, entwickelt sich aber gut.

Sonntag, 28. Juni 2015

An der Lachte ...

Auf der Lachte-Brücke am Kainer Weg in Lüsche.
... ist es immer wieder wunderschön. Zurzeit kann man dort viele, blau schillernde Prachtlibellen beobachten. Wir haben heute auf unserer Sonntags-Radtour den kleinen Zwischenstopp auf der Lachte-Brücke in Lüsche genossen. Stundenlang hätten wir dort stehen und aufs Wasser hinabschauen können.

Die Brücke vom Ufer aus betrachtet.

Samstag, 27. Juni 2015

Siebenschläfertag

Die Riesenpfützen, die uns der Starkregen heute beschert hat, wirken im Licht der Abendsonne wie kleine Seen.
Vor dem Unwetter, das heute in Süddeutschland wütete, blieben wir hier im Norden der Republik zum Glück verschont. Das Gewitter war harmlos, aber zweimal hatten wir am Nachmittag richtig heftigen Starkregen. Am Abend waren die Wolken bereits verschwunden, und die Sonne spiegelte sich in den riesigen Wasserlachen, die sich überall gebildet hatten. 

Wir sind ganz froh, dass der Garten, bevor es nächste Woche sommerlich warm wird, noch einmal gut bewässert worden ist. Und obwohl heute Siebenschläfertag ist, machen wir uns auch gar keine Sorgen um das Sommerwetter. Denn wir wissen, dass nicht nur das Wetter an diesem einzelnen Tag darüber entscheidet, wie der Sommer wird, sondern dass dafür der Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli ausschlaggebend ist. Und für die kommende Woche sind die Aussichten ja alles andere als schlecht.

Freitag, 26. Juni 2015

Lieber Grün als Gift in der Gosse

Hier ist erfreulicherweise einmal nicht die 
allseits beliebte Glyphosat-Giftspritze 
zum Einsatz gekommen.
Heute meldeten die Medien, dass Wissenschaftler in Proben von Muttermilch bedenklich hohe Konzentrationen des höchstwahrscheinlich Krebs erregenden Pflanzenschutzmittels Glyphosat nachgewiesen haben. Das vor allem unter dem Markennamen "Roundup" bekannte Gift findet nicht nur in der Landwirtschaft Verwendung, sondern erfreut sich auch bei Hobbygärtnern und Hausbesitzern nach wie vor großer Beliebtheit. Auch bei uns in der Nachbarschaft sind die Giftspritzen regelmäßig zum Einsatz. Viele Menschen können es einfach nicht ertragen, wenn in der Gosse auch nur ein Grashalm sprießt und versprühen deshalb großzügig Glyphosat. Dass das Zeug ins Grundwasser und von dort in unsere Nahrungskette gelangt, ist ihnen offenbar egal. Hauptsache Gehweg und Gosse sind sauber.
Wir freuen uns immer, wenn wir giftfreie Gossen entdecken. Zu erkennen sind sie an den kleinen, zarten Pflänzchen, die aus den Fugen wachsen. Grauer Beton ohne jegliches Grün ist nämlich immer verdächtig, denn es deutet darauf hin, dass hier Gift gespritzt wurde, denn kaum jemand macht sie die Mühe, die Fugen in Gosse und Gehweg in Handarbeit vom verhassten "Unkraut" zu befreien.
Wie schön war es doch, heute Abend auf dem Hundespaziergang eine blühenden Mohnblume in einer  Gosse im Dorf zu entdecken. Ein schönes Symbol des Lebens und des Widerstands gegen den allgemeinen Ordnungswahn.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ein Küsschen zur Begrüßung

Zum Frühstück und Abendessen sitzen sie im Innenhof zusammen, aber sonst gehen sie ihre eigenen Wege, unsere drei Katzengeschwister. Das soll nicht heißen, dass sie sich aus dem Weg gehen, aber jede Katze hat so ihre eigenen Interessen und Vorlieben. Wenn sie sich im Laufe des Tages auf begegnen, begrüßen sie sich herzlich mit Küsschen – so wie heute Abend der schwarzweiße Kater und seine grau getigerte Schwester oben an der Pferdeweide:


Mittwoch, 24. Juni 2015

Keine Vorbehalte gegen weiße Blüten

Weiß blühende Hortensien gelten immer noch als Friedhofsblumen. Mir ist das egal, ich habe sie gerne im Garten.
Mein Glück, dass immer noch viele Leute Vorbehalte gegenüber weiß blühenden Blumen haben. So kann ich immer wieder einmal ein schönes Schnäppchen machen. Auch diese Hortensie habe ich fast geschenkt bekommen. Die mit blauen und roten Blüten waren bereits alle ausverkauft, aber die weißen "Friedhofsblumen" wollte niemand haben.
Ich teile nicht die offenbar nach wie vor weit verbreitete Auffassung, dass weiß blühende Blumen nur etwas fürs Grab sind. Im Gegenteil: Ich liebe weiße Blumen, und ich würde es auch nicht als Beleidigung oder böses Omen auffassen, wenn mir jemand weiße Blumen schenken würde. Ich erfreue mich lieber an ihnen, solange ich lebendig bin. Wenn ich tot bin, kann ich das nicht mehr.