Samstag, 14. Dezember 2013

Kaum zu glauben...

...dass wir morgen schon den dritten Advent haben! Wie in jedem Jahr ist die Adventszeit einfach so an mir vorbeigerauscht, denn der Dezember ist einer unser arbeitsreichsten Monate. Aber immerhin haben wir auch einen Adventskranz, allerdings einen in der "Light"-Version – ohne Kranz. Mein improvisierter Adventskranz besteht aus einem gusseisernen Teelichtständer aus Schweden und der dem jeweiligen Advent entsprechenden Zahl an Teelichten. So ein Adventskranz mag zwar etwas rudimentär wirken – man könnte auch sagen: aufs Wesentliche, nämlich die Kerzen, reduziert –, aber ich finde ihn irgendwie viel schöner als so einen klassischen mit nadelnden Tannenzweigen, bei denen man ständig befürchten muss, dass sie in Brand geraten. Und auch unserer kleinen Weihnachtswichtelfamilie scheint der Adventskranz oder, besser gesagt, Adventsteller zu gefallen.

Weihnachtswichtelfamilie mit Adventsteller.

Freitag, 13. Dezember 2013

Wollpullover

Die Chancen auf weiße Weihnachten seien äußerst gering, habe ich heute im Radio gehört. Wir werden es verschmerzen. Am liebsten wäre mir, wenn wir so schönes Winterwetter hätten wie heute: Viel Sonne und knackige Kälte. Auch unseren Tieren ist das allemal lieber als "lauwarmes" Regenwetter. Die Pferde haben ihr dickes Winterfell, und die Schafe tragen sowieso wunderbar wärmende Wollpullover:

Unsere Schafe scheinen die trockene Kälte zu mögen, jedenfalls sehen sie zurzeit sehr zufrieden aus und beschweren
sich auch nur mit lautem Geblöke, wenn wir morgens und abends nicht pünktlich mit der Schüssel mit dem Körner-
futter zur Stelle sind.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wohin am Wochenende?

Heute wieder, wie jeden Donnerstag, die Veranstaltungstipps zum Wochenende. Wem nicht der Sinn nach einem Besuch eines der zahlreichen Weihnachtsmärkte in der Region steht, hat keine große Auswahl. Aber das ist ja auch nicht tragisch, denn man muss ja nicht an jedem Wochenende eine Veranstaltung besuchen. Ein schöner Waldspaziergang mit anschließendem Besuch eines der schönen Hof-Cafés, die es vielerorts in der Südheide gibt, ist vielleicht auch viel schöner, als sich ins Weihnachtsgewühl zu stürzen. Dennoch habe ich Ihnen hier drei kleine, aber feine Veranstaltungen – zwei Führungen und einen Markt – herausgesucht, die einen Besuch wert sind:

 »Es regnete Menschen, es hagelte Volk«


Sonnabend, 14. Dezember, 15:00, Bomann-Museum Celle
Hilke Langhammer führt unter dem Motto "Es regenete Menschen, es hagelte Volk" durch die neu eingerichtete Dauerausstellung im Bomann-Museum, die sich der „Entdeckung“ der Heide widmet.
Die Heide sei wie eine Wüste – öd und unfruchtbar. Das ist bis ins 19. Jahrhundert eine gängige Meinung über die Heideflächen zwischen Elbe und Aller. Erst mit dem Wachsen der Städte und Industrien ändert sich der Blick auf die ländliche Umgebung. Ende der 1880er Jahre rückt August Freudenthal erstmals die Heide in ein neues Licht. Durch Hermann Löns‘ Schilderungen erfährt ihre Attraktivität einen weiteren Höhepunkt. Sein Heidebild zieht zahlreiche Natursuchende in die Region, der Tourismus kommt in Fahrt. Aber nicht nur Schriftsteller entdecken ab dem 19. Jahrhundert die Schönheit der Heide. Auch in der Malerei spüren Künstler der Strahlkraft dieser Landschaft nach. Nicht zufällig fällt ihr Blick in einer Zeit von Industrialisierung und Verstädterung auf Orte, die unberührt und einfach erscheinen.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, es wird nur der Museumseintritt erhoben.
INFO 05141-12 544 oder www.bomann-museum.de

Mit dem Nachtwächter durch Uelzen

Sonnabend, 14. Dezember, 18:45 Uhr, Rathaus Uelzen*
Zu später Stunde zieht der Nachtwächter mit seiner Laterne durch dunkle Straßen und finstere Winkel und trifft unterwegs auf Uelzener Personen und Persönlichkeiten vergangener Tage. Sie erzählen Anekdoten und Histörchen, Alltägliches und Kurioses aus ihrem beschwerlichen Leben. Warum es ein Fass Bier braucht, um das Amt des Schuhmachers zu erwerben. Wie es dazu kam, dass sich die Uelzener als „Ulenköper“ verspotten lassen mussten. Warum es sich für einen englischen Kaufmann lohnte, die mühselige Reise in die kleine Hansestadt zu unternehmen.
Antworten auf diese Fragen liefern szenische Einlagen mit kostümierten, historischen Uelzener Figuren an markanten Punkten der Uelzener Innenstadt. Der Abendspaziergang startet am Rathaus Uelzen, Herzogenplatz, mit Apfelsaft und Schnaps. Zwischendurch gibt es eine kleine Stärkung in der urigen Bierbrauer-Twiete.
*Treffpunkt: am Tor zum Innenhof des Rathauses (Rückseite des Gebäudes)
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: Erwachsene 10 €, Kinder (bis 14 J.) 4 € Kartenverkauf: Stadt- und Touristinfo
INFO 0581-8006172 oder www.nachtwaechter-uelzen.de/

*Treffpunkt: Am Tor zum Innenhof des Rathauses (Rückseite des Gebäudes)

Kunst- und Handwerkermarkt

Sonntag, 15. Dezember, 11:00 - 18:00 Uhr, Schloss Holdenstedt
In der stilvollen Atmosphäre des Schlosses können die letzten Geschenke für die Lieben oder für sich selbst besorgt werden. Ausgerichtet wird der Markt vom Kreativen Kreis Winsen in Zusammenarbeit mit dem Museums- und Heimatverein.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Grausam

Diese Schweinchen, die ich im März diesen Jahres auf einem
Bio-Bauernhof fotografiert habe, hatten zwar auch ein kurzes
Leben,  wurden aber immerhin anständig behandelt, hatten
immer Tageslicht, frische Luft und frisches Stroh. Aber auch
sie sind inzwischen aufgegessen.
"Da können selbst hartgesottene Fleischesser zu Vegetariern werden", sagte heute Abend der Moderator von NDR aktuell, Thomas Kausch, als er den Beitrag mit dem Titel "Was für eine Schweinerei - brutale Praktiken bei Ferkelzüchtern" ankündigte. Gezeigt wurden Bilder, die Tierschützer mit versteckter Kamera in einem Ferkelaufzuchtbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen hatten – Bilder, bei denen mir übel wurde. Sie zeigen, wie ein Mann Ferkel, die zu klein geraten sind und deshalb wahrscheinlich wirtschaftlich uninteressant sind, einfach an den Beinen packt und sie mit brutaler Gewalt gegen eine Trennwand in der Zuchtanlage schlägt, bis sie tot sind. Was sind das nur für armselige Menschen, die nur an ihren Profit denken und dabei über Leichen gehen!
So grausam aber auch die Bildern sein mögen, sie zeigen immerhin, wie wir mit unseren Mitlebewesen umgehen und bewegen hoffentlich einige Menschen dazu, ihren Fleischkonsum einzustellen. Denn jeder, der Fleisch kauft, macht sich mitschuldig an dem millionenfachen Leid der sogenannten "Nutztiere", die von uns Menschen gnadenlos ausgebeutet werden. Dr. med. Ernst Walter Henrich, Initiator der Pro-Vegan-Stiftung, hat es so formuliert: "Das Bezahlen für das systematische Quälen und Töten von empfindungsfähigen Wesen zeigt den tiefsten Punkt an Entwürdigung/Würdelosigkeit, den ein Konsument erreichen kann." Dem kann ich nur zustimmen.
Zum Schluss noch ein schönes Zitat von Thomas Alva Edison, dem Erfinder der Glühbirne:
»Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.«

Dienstag, 10. Dezember 2013

Kois im Winterquartier

Kühl, aber frostfrei: Die Kois überwintern in der Waschküche im antiken
Waschkessel.
In der Waschküche unseres alten Bauernhauses haben wir noch einen richtig schönen, großen, alten, eingemauerten Waschkessel mit Holzofen darunter, um das Wasser zum Wäschewaschen direkt im Kessel erwärmen zu könnnen. Wir hatten den Waschkessel nie benutzt, schließlich haben wir eine moderne Waschmaschine, aber jetzt haben wir doch eine Verwendung für den emaillierten Kessel gefunden: Er dient uns jetzt als Winterquartier für unsere beiden Kois. Da ihr kleiner Außenteich nicht tief genug ist, um dort zu überwintern, mussten wir uns nach einem kühlen, aber frostfreien Ersatzbecken umschauen, denn wir wollen ja keinen Tiefkühlfisch.
Die Kois fühlen sich im Waschkessel offensichtlich wohl, und von der größe ist der etwa 120 Liter fassende Behälter auch völlig ausreichend, da sich die wechselwarmen Tiere bei niedriger Wassertemperatur ohnehin kaum bewegen und in einer Art Winterstarre ausharren. Über dem Waschkessel haben wir eine Pflanzenleuchte aufgehängt, damit Fische und Pflanzen ausreichend mit Tageslicht versorgt werden.

Montag, 9. Dezember 2013

Wetten, dass...

... ich jeden Tag mehrmals putzen kann und dennoch immer wieder Fussel unter dem Esstisch finden werde?! Hier ist ein aktuelles Beweisfoto von heute Abend:

Wie in einer weich ausgepolsterten Höhle: Fussel auf ihrem Lieblingsplatz unter den Esstisch.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Stein auf Stein

Die Autorin hinterlässt. wie schon viele andere Wan-
derer vor ihr, einen Stein auf dem Gaußstein.
In der Schule habe ich Mathe gehasst, aber heute habe ich mich freiwillig damit befasst, und zwar mit dem Teilgebiet der Trigonometrie. Wir sind wir mit den Hunden auf den Spuren desjenigen Herrn gewandert, dessen Bild fast alle von uns schon einmal im Portemonnaie oder in der Brieftasche mit sich herumgetragen haben: Carl Friedrich Gauß. Das Porträt des 1777 in Braunschweig geborenen und 1855 in Göttingen gestorbenen Mathematikers schmückte ab 1991 bis zu seiner Abschaffung unseren guten alten Zehn-Mark-Schein. Auf der Rückseite war das wichtigste Werkzeug dieses bedeutenden und vielfältig begabten Wissenschaftlers abgebildet, der sich nebenbei auch als Landvermesser für den König von Hannover betätigt hat: das von Gauß erfundene Vizeheliotrop. Dieses Präzisionsinstrument wurde bei der  Triangulation des Königreichs benutzt. Die Triangulation ist ein klassisches Verfahren bei der Landvermessung. Dabei wird eine Fläche in Dreiecke aufgeteilt. Die Eckpunkte der Dreiecke heißen Trigonometrische Punkte. Sie werden markiert durch in die Erde eingegrabene Granitpfeiler, in die oben eine Kreuzmarkierung eingemeißelt ist. In der Südheide erinnern an zwei Trigonometrischen Punkten Gedenksteine an Gauß, der hier 1828 die Landschaft mit virtuellen Dreiecken überzog und deren Schenkellängen und Winkel vermaß. Sie stehen im 8000 Hektar großen Lüßwald, der zu Gauß' Zeit noch offene Heidelandschaft war. Das Waldgebiet ist für norddeutsche Verhältnisse sehr hügelig, denn es erstreckt sich entlang einer eiszeitlichen Endmoräne.
Pause in einer Schutzhütte des Natur-
parks Südheide: Fyffes stärkt sich mit
Hundekuchen.
Eine der höchsten Erhebungen ist der 115 Meter hohe Hausselberg, und dort oben steht einer der Gaußsteine. Irgendein Wanderer hat einmal den ersten Stein oben auf die Steinsäule gelegt, und seitdem haben es ihm viele andere Wanderer nachgemacht, und auch ich habe heute dort einen Stein hinterlegt. Anschließend haben wir  in der Schutzhütte neben dem Gaußstein Pause gemacht, Tee getrunken und Spekulatius (vegan!) gegessen und den weiten Blick über Wald und Heide genossen. Zuvor hatten wir auf unserer 18-Kilometer-Rundtour schon den anderen Gaußstein auf dem Breitenhorn besucht. Auch dort hatten die Wanderer ihre Spuren in Form von aufgetürmten Steinen hinterlassen.
Es war schon fast dunkel (naja, so richtig hell geworden ist es heute den ganzen Tag nicht), als wir wieder bei unserem auf einem Wanderparkplatz bei Unterlüß abgestellten Auto ankamen. Für alle Fälle hatte ich eine lichtstarke Taschenlampe im Rucksack dabei.
Mehr über die Wanderung und die Gaußsteine gibt es in der Winterausgabe unseres Südheide-Magazins, die zwischen Weihnachten und Neujahr verteilt wird.