Mittwoch, 11. Dezember 2013

Grausam

Diese Schweinchen, die ich im März diesen Jahres auf einem
Bio-Bauernhof fotografiert habe, hatten zwar auch ein kurzes
Leben,  wurden aber immerhin anständig behandelt, hatten
immer Tageslicht, frische Luft und frisches Stroh. Aber auch
sie sind inzwischen aufgegessen.
"Da können selbst hartgesottene Fleischesser zu Vegetariern werden", sagte heute Abend der Moderator von NDR aktuell, Thomas Kausch, als er den Beitrag mit dem Titel "Was für eine Schweinerei - brutale Praktiken bei Ferkelzüchtern" ankündigte. Gezeigt wurden Bilder, die Tierschützer mit versteckter Kamera in einem Ferkelaufzuchtbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen hatten – Bilder, bei denen mir übel wurde. Sie zeigen, wie ein Mann Ferkel, die zu klein geraten sind und deshalb wahrscheinlich wirtschaftlich uninteressant sind, einfach an den Beinen packt und sie mit brutaler Gewalt gegen eine Trennwand in der Zuchtanlage schlägt, bis sie tot sind. Was sind das nur für armselige Menschen, die nur an ihren Profit denken und dabei über Leichen gehen!
So grausam aber auch die Bildern sein mögen, sie zeigen immerhin, wie wir mit unseren Mitlebewesen umgehen und bewegen hoffentlich einige Menschen dazu, ihren Fleischkonsum einzustellen. Denn jeder, der Fleisch kauft, macht sich mitschuldig an dem millionenfachen Leid der sogenannten "Nutztiere", die von uns Menschen gnadenlos ausgebeutet werden. Dr. med. Ernst Walter Henrich, Initiator der Pro-Vegan-Stiftung, hat es so formuliert: "Das Bezahlen für das systematische Quälen und Töten von empfindungsfähigen Wesen zeigt den tiefsten Punkt an Entwürdigung/Würdelosigkeit, den ein Konsument erreichen kann." Dem kann ich nur zustimmen.
Zum Schluss noch ein schönes Zitat von Thomas Alva Edison, dem Erfinder der Glühbirne:
»Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.«

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