Freitag, 14. März 2014

Frisch gepflügt

Die Furchen sind gezogen. Hier ein frisch gepflügter Acker zwischen Oerrel und Hankensbüttel.
Als ich heute mit dem Fahrrad zum Einkaufen nach Hankensbüttel fuhr und an den frisch gepflügten Feldern entlang der Straße vorbeikam, fiel mir der Titel eines alten Volksliedes ein: "Im Märzen der Bauer". Ich überlegte, wie das Lied weitergeht. Da mir aber nur die beiden ersten Zeilen einfallen wollten, googelte ich zu Hause erst einmal den Text. Hier ist er:

Im Märzen der Bauer
die Rößlein einspannt
Er setzt seine Felder
und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden
er egget und sät
und rührt seine Hände
früh morgens und spät.

Die Bäu'rin, die Mägde
sie dürfen nicht ruh'n
sie haben in Haus
und Garten zu tun.
Sie graben und rechen
und singen ein Lied
sie freu´n sich, wenn alles
schön grünet und blüht.

So geht unter Arbeit
das Frühjahr vorbei
Da erntet der Bauer
das duftende Heu
Er mäht das Getreide
dann drischt er es aus
Im Winter da gibt es
manch fröhlichen Schmaus


Donnerstag, 13. März 2014

Wohin am Wochenende?

Und schon wieder ist die Woche fast herum, und es wird Zeit für die Veranstaltungstipps zum Wochenende – wie immer donnerstags an dieser Stelle.

Geradeaus im Kreisverkehr

Sonnabend, 15. März, 20:00 Uhr, Celle, Kunst & Bühne, Nordwall 46

Die Kölner Kabarettistin Eva Eiselt.
Die Kölner Kabarettistin Eva Eiselt gilt als der Rohdiamant der Kleinkunstszene – aber sie trägt es mit Fassung. In ihrem frechen Typenkabarett paart sie sinnig Sozialkritisches mit niederschmetternd komischem Nonsens, so dass ein höchst amüsanter Mix aus intelligenter Unterhaltung und Klamauk entsteht.
Karten: 14,- Euro, ermäßigt 10,- Euro.
Veranstalter: Stadt Celle.
INFO 05141-12389





Gemälde von Georg Wolf


Sonntag, 16. März, 11:00 - 18:00 Uhr, Uelzen, Schloss Holdenstedt

Georg Wolf, 1882 im Elsaß geboren, studierte von 1906 bis 1908 an der Kunstakademie in Düsseldorf. Durch seinen Lehrer Julius Paul Junghanns, der selbst ein Schüler des Tiermalers Heinrich von Zügel gewesen war, fand Georg Wolf ebenfalls zur Tiermalerei. Er lebte bis 1944 in Düsseldorf. Bereits in den 1930er Jahren entdeckte er für sich die Heidschnucken der Lüneburger Heide als Motiv. Nach dem Tode seiner Frau übersiedelte er nach Uelzen, wo er in Margarete Schlemm seine zweite Lebensgefährtin fand. Er starb 1962 in Uelzen; wenige Jahre später, nach dem Tod seiner Witwe, erhielt die Stadt Uelzen den malerischen Nachlass.
Veranstalter: Museums- und Heimatverein
Eintritt: 4,- Euro, Kinder bis 6 Jahre frei
INFO 0581-6037 oder www.schloss-holdenstedt.de

In Gifhorn bin ich zu Haus

Sonntag, 16. März, 14:30 Uhr, Gifhorn, Historisches Museum Schloss Gifhorn
Blick in die Ausstellung "In Gifhorn bin ich zu Hause"

Vor 100 Jahren fassten heimatverbundene Gifhorner Bürger den Entschluss, ein Museum zu gründen, für das Gegenstände gesammelt und bewahrt werden sollten, um sie vor dem Vergessen und dem baldigen Verlust zu retten. An dieses denwürdige Ereignis erinnert eine Sonderausstellung mit dem Titel „In Gifhorn bin ich zu Hause“.  Die Ausstellung, ein Gemeinschaftsprojekt des Historischen Museums Schloss Gifhorn und des Museums- und Heimatverein Gifhorn, ist noch bis zum 16. November zu besichtigen.
 Das Jahr 1914 ist für uns Nachgeborene zunächst das Jahr, in dem der erste Weltkrieg ausbrach. Aber als man im Februar den Museums- und Heimatverein ins Leben rief, der die Gründung des Museums verwirklichen sollte, war der Krieg noch nicht ausgebrochen. Die Gründungsmitglieder des Vereins nahmen wahr, dass viele Gegenstände, die bisher zum alltäglichen Leben selbstverständlich dazugehörten, wie zum Beispiel das Spinnrad oder die Senfmühle, an Bedeutung verloren. All dies, so meinte man, war vom Verlust bedroht. Um sie vor dem Vergessen zu bewahren, sollten Ereignisse und Gegenstände aus der Geschichte Gifhorns gesammelt und in einem Museum ausgestellt werden.
In der Sonderausstellung sind zahlreiche Exponate zu sehen, die die lange und wechselvolle Geschichte von Museum und Museums- und Heimatverein widerspiegeln. Während eines einstündigen Rundgangs durch die Ausstellung wird den Ereignissen rund um die Museumsgründung im Jahr 1914, den Menschen, die daran mitwirkten, und der weiteren Entwicklung des Museums nachgegangen. Die Führung beginnt um 14:30 Uhr.
Kosten: 3,50 Euro für Eintritt und Führung.
INFO 05371-82420 oder www.museen-gifhorn.de

Musik zur Passion

Sonntag, 16. März, 180:00 Uhr, Hankensbüttel, Klosterkirche Isenhagen

Der Kammerchor Wittingen hat unter der Leitung von Kreiskantorin Imke Weitz Motetten und Sätze mit Bezug zur Passion einstudiert. Vorgetragen werden Werke von Palestrina, Heinrich Schütz, Anton Bruckner und Bob Chilcott. Zwischen den Chorsätzen erklingen Orgelmusik von Antonio Vivaldi und zwei Duette von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die Imke Weitz und Doreen Flach singen.
Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 12. März 2014

Gar nicht mal so hässlich...

Demnächst soll der Windpark Langwedel von 14 auf 15 Anlagen erweitert werden – mich stört es nicht. Vor allem bei Son-
nenuntergang sehen die Windkraftanlagen durchaus hübsch aus.
Zugegeben, als sie vor einigen Jahren errichtet wurde, war ich zunächst etwas entsetzt. Tagsüber störten mich die Windräder kaum, aber wenn nachts die roten Positionslichter leuchten, sieht es schon ein wenig so aus, als würde eine riesige Lichterkette über unserem Dorf aufgehängt. Mittlerweile habe ich mich jedoch an den Anblick der Rotoren gewöhnt, finde sie gar nicht mal so hässlich, sondern sogar recht hübsch, vor allem gegen Abend, wenn sich die schwarzen, schlanken Silhouetten der Windräder vor dem Rot der untergehenden Sonne abzeichnen. Und natürlich sind mir so ein Windpark vor der Haustür allemal lieber als ein Kohle- oder sogar ein Atomkraftwerk.
Demnächst soll der Windpark Langwedel, in dem bereits 14 Windräder mit einer potenziellen Leistung von insgesamt 28 Megawatt stehen, um ein weitere Amage erweitert werden. Dann stehen dort, im Dreieck zwischen Oerrel, Langwedel und Teichgut 30 Megawatt zur Verfügung, allerdings nicht bei Windstille wie heute Abend.

Dienstag, 11. März 2014

Einen Monat früher

Die Forsythie in unserem Vorgarten.
Auch wenn es wieder etwas kühler geworden ist, lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Seit heute blühen bei uns im Vorgarten und im Innenhof die Forsythien. Das ist für die Lüneburger Heide, die irgendwie ein Kälteloch zu sein scheint, erstaunlich früh. Ich habe gerade nachgeschaut: Im vergangenen Jahr blühten die Forsythien erst in der zweiten Aprilhälfte, also mehr als einen Monat später. Die Bäume und Sträucher haben schon dicke Knospen, die Magnolie in Nachbars Garten sieht so aus, als würde sie in den nächsten Tagen zu blühen beginnen, und unsere Jostabeere, eine Kreuzung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere, entfaltet sogar schon ihre Blätter. Hoffentlich kommt nicht noch knackiger Frost, denn dann erfriert alles.

Montag, 10. März 2014

Auftakt für unser Gartenprojekt 2014

Nachdem wir im vergangenen Jahr im Südheide-Magazin vier Gärten und ihre Gärtner durch die vier Jahreszeiten begleitet haben, freuen wir uns nun auf unser neues Gartenprojekt, und alle Leserinnen udn Leser sind aufgerufen, es tatkräftig zu begleiten:  Wir wollen den verwaisten Garten des Imkerhauses im Museumsdorf Hösseringen wieder in Schwung bringen.
Die Auftaktveranstaltung für das Gartenprojekt findet am Sonnabend, 29. März, von 11 bis 16 Uhr (inklusive Picknickpause) im Museumsdorf statt. Nach einer kurzen Vorstellung des Museumsdorfes, soll gemeinsam zu Spaten, Hacken und Rechen gegriffen werden, um die rund 100 Quadratmeter große Beetfläche aufzuräumen, von Unkraut zu befreien und erste Saaten vorzunehmen (je nach Teilnehmerzahl ist eine Erweiterung möglich).

Impressionen aus dem Garten des Imkerhauses im Museumsdorf Hösseringen. Rechts
oben Calluna-Autorin Marion Korth und Gärtnermeister Burkhard Bohne beim Begut-
achten der Beete.
Die Inneneinrichtung des Hauses, in dem ein Berufsimker wohnte, gibt das Thema für den Garten vor: Gemüseanbau wie in den 1950er Jahren. Das bezieht sich aber nur auf die Sortenauswahl und die eher geordnete Reihensaat, dazwischen ist viel Spielraum für die Wünsche der Gartenteilnehmer, und anders als in den 1950er Jahren wird auch auf Spritzmittel verzichtet.
Ziel ist, die Pflege des Gartens im Team über das Jahr und hoffentlich darüber hinaus zu sichern. Das Museums-Gartenprojekt wird von Gärtnermeister Burkhard Bohne, Leiter des Arzneipflanzengartens der Technischen Universität Braunschweig und Autor zahlreicher Gartenbücher zum Kräuterpflenzenanbau (INFO www.kräuterschule-braunschweig.de), und von Gartenliebhaberin und Calluna-Autorin Marion Korth begleitet. Gesucht werden Enthusiasten, denen (fast) kein Weg zu lang ist, um biologisch gezogenes Gemüse aus eigenem Anbau ernten zu können, denn die Ernte gehört den Gärtnern. Aber auch, wer nur seine, vielleicht in Burkhard Bohnes Kräuterschule gesammelten Erkenntnisse in die Praxis umsetzen, noch weiter dazulernen und mit anderen Gleichgesinnten gärtnern möchte oder ganz am Anfang steht, und der Stadt am Wochenende einfach einmal den Rücken zuwenden möchte, ist willkommen. Das Fazit der Veranstalter nach dem Rundgang durch Imkerhaus und seinen verwaisten Garten: „Einfach traumhaft, wir müssen das gemeinsam schaffen.“
Für das Praxisseminar mit Burkhard Bohne, Buchautor und Leiter des Arzneipflanzengartens der Technischen Braunschweig, entstehen keine Kosten. Die Anreise muss selbst organisiert werden, der Museumseintritt ist frei. Eine verbindliche Anmeldung  bis zum 22. März ist erforderlich unter Telefon 0 58 32/97 98 40 (Calluna) oder per E-Mail an Marion Korth. Unter der Telefonnummer beziehungsweise der E-Mail-Adresse sind auch weitere Informationen zu erfragen.

Sonntag, 9. März 2014

Blauer Himmel...

...über der Südheide. Das war doch heute ein schöner Vorgeschmack auf den Frühling, oder?
So schön blau darf der Himmel gerne öfter sein. Dazu passt auch prima der rote Zug im Hintergrund, der gerade auf der Teil-
strecke der Bahnlinie Braunschweig-Uelzen von Wittingen nach Bad Bodenteich unterwegs ist.

Samstag, 8. März 2014

Frühstück im Freien

Draußen in der Sonne schmecken die Brötchen doch am besten! 
Ach, war das schön! Heute haben wir zum ersten Mal nach dem Winter wieder im Freien gefrühstückt und dabei die Sonne genossen. Und weil zu so einer Frühstücks-Premiere frische Brötchen gehören, sind wir zuvor extra noch mit unseren Fahrrädern nach Hankensbüttel gefahren. Die Bäckerei bei uns in Oerrel ist ja leider schon vor vielen Jahren geschlossen worden.