Montag, 7. April 2014

Waldsauerklee

Waldsauerklee vor einem bemoosten Baumstumpf im Ja-
fel bei Steinhorst.
Da ich heute mal wieder möglichst umweltfreundlich unterwegs sein und nebenbei noch etwas für meine Fitness tun wollte, bin ich mal wieder mit dem Fahrrad zu einem Termin gefahren. Die rund 15 Kilometer lange Strecke von Oerrel nach Steinhorst führte größtenteils durch den Jafel. Auf einem der Waldwege entdeckte ich kleine, weiße Blüten. Buschwindröschen? Nein, deren Blüten sind deutlich größer. Ich hielt an, stellte das Rad ab und guckte mir die filigranen Pflänzchen aus der Nähe an. Es handelte sich um Waldsauerklee. Neben dem Weg standen noch weitere Exemplare an einem Baumstumpf.
Waldsauerklee ist die schattenverträglichste heimische Pflanzenart. Ihr reicht ein Minimum an Tageslicht. Gegen zu viel Sonne ist der Klee geradezu allergisch. Er klappt dann seine Blätter nach unten zusammen.
Quizfrage: Was hat der Sauerklee mit Rhabarber, Mangold und Spinat gemeinsam? Antwort: Alle vier Pflanzen enthalten Oxalsäure, die das Gefühl stumpfer Zähne erzeugt.

Die zart gestreiften, kleinen Blüten mögen es lieber schattig als sonnig.

Sonntag, 6. April 2014

Ackern für Afra

So zugekrautet wir vorne vor der Buchhecke war es auch hinten im Garten, wo wir heute unseren kleinen  Kartoffelacker 
angelegt haben.
Ganz schön anstrengend: Mit Grubber und Sauzahn durch 
den Wurzelfilz.
Heute waren wir wieder einmal im Museumsdorf Hösseringen, dem Landwirtschaftsmuseum der Lüneburger Heide. Zum einen wollten wir im Imkerhausgarten schauen, ob das Werk unserer Gartengruppe vom vergangenen Sonnabend noch in halbwegs vorzeigbaren Zustand ist. Nachdem wir auf den Beeten etwas Unkraut gezupft und den Boden zwischen den Saatreihen gelockert hatten, zogen wir mit unserem Gartengerät weiter zum Garten am Köthnerhaus, der im vergangenen Jahr nicht bestellt worden ist und deshalb jetzt stark zugekrautet war. Wie stark, merkten wir erst, als wir mit Grubber und Sauzahn den grünen Teppich aufrissen. Das  erforderte ordentlich Kraft und ging ganz schön auf die Schultern.
Als wir nach zwei Stunden endlich die Kartoffeln – mehlig kochende der Sorte Afra – in der Erde versenkten, waren wir froh, dass wir immerhin fast den halben Garten beackert hatten. Die andere Hälfte folgt an einem der nächsten Wochenenden.
Obwohl es ziemlich anstrengend war, machte es auch Spaß, wieder in dem traumhaften Ambiente des Museumsdorfs, umgeben von alten Häusern und in Sichtweite der Heidschnuckenherde zu arbeiten.

Mehlig kochende Bio-Kartoffeln, die wir so gerne mögen, sind im Laden schwer zu
bekommen. Deshalb freuen wir uns jetzt auf die erste eigene Ernte.




Samstag, 5. April 2014

Futter fürs Feuer

Mit Pickup und Anhänger haben wir heute drei Fuhren Futter fürs Feuer zum 
Osterfeuerplatz gebracht.
Heute in zwei Wochen lodern wieder allerorten in der Südheide die Osterfeuer. Da überwiegend frischer Strauchschnitt verbrannt wird, sind die Osterfeuer alles andere als umweltfreundlich, und mir ist es auch immer ein bisschen peinlich, zu diesem Umweltfrevel auch noch einen Beitrag zu leisten, in dem ich Futter fürs Feuer liefere. Immerhin war das, was wir heute zum Feuerplatz gebracht haben, knochentrocken. Es handelte sich um Äste von abgestorbenen Bäumen, die wir im Winter hatten fällen lassen. Monatelang lag das Zeug bei uns auf der Pferdeweide herum und hatte genügend Zeit zum Trocknen.
Man könnte die Äste und Zweige natürlich auch Schreddern, aber das würde viel Lärm machen und ordentlich Strom verbrauchen. Am besten wäre es natürlich, das Geäst einfach liegen zu lassen, bis es  zerfällt und zerrüttet, doch dazu reicht leider der Platz auf unserem Hof nicht aus.

Freitag, 4. April 2014

Nur für Frauen

Heute erreichte uns folgende Mitteilung über ein neues Trainingsangebot für sportlich ambitionierte Radfahrerinnen in der Südheide:

Männer verboten: Neue Trainingsgruppe für Radfahrerinnen beim Post SV
Dagmar Stolte, Leiterin des
Radsportteams im Post SV, 
betreut das neue Sportangebot.
Dagmar Stolte, Leiterin des Post SV Radsportteams in Uelzen, kennt die Situation zur Genüge: Frauen, die im Verein Rennrad fahren wollen, müssen ihr Tempo häufig den meist stärkeren männlichen Sportkollegen anpassen. Gerade wenn man den Radsport erst seit kurzer Zeit für sich entdeckt hat, noch nicht so leistungsstark ist oder sich noch nicht traut, im kräftesparenden Windschatten zu fahren, ist das ein Problem. Wenn „Mann“ sich bei wilder Tempojagd am Wochenende den Arbeitsstress aus den Beinen fährt, bleibt für Frau häufig der Spaß auf der Strecke.
Damit das anders wird, startet am kommenden Freitag (11. April) ein neues Sportangebot der Uelzener Radsportgruppe im Post SV. Unter der Regie von Dagmar Stolte werden gemeinsame Ausfahrten durch die Region von rund 50 – 70 km Länge (nach Absprache der Teilnehmerinnen) absolviert. Tipps zur Fahrttechnik, der richtigen Ausrüstung und zum Trainingsaufbau gehören dazu. Wer mitradeln möchte, kann zunächst kostenfrei ausprobieren, ob es ihr Spaß macht. Etwas Grundkondition, ein Rennrad und ein Helm sollten vorhanden sein.
Treffpunkt ist in Uelzen am Post SV Vereinsheim, Kuhteichweg (vor dem Gebäude) jeden Freitag um 16 Uhr. Alternativ oder zusätzlich gibt es die Möglichkeit, am Training der gemischten Gruppe teilzunehmen, das jeden Dienstag um 18 Uhr am Sternplatz startet. Auch dort ist Dagmar Stolte mit von der Partie. Weitere Informationen beim Post SV Radsportteam,  Tel. 05 81/3 89 34 63, oder im Internet unter www.radsportteam.de.

Donnerstag, 3. April 2014

Wohin am Wochenende?

Heute ist Donnerstag und damit Zeit für die Ausflugs- und Veranstaltungstipps zum Wochenende.

Frühlingsmarkt

Sonnabend, 5. April, 13:00 - 18:00 Uhr, Hankensbüttel, Otter-Zentrum
Sonntag, 6. April, 11:00 - 18:00 Uhr, Hankensbüttel, Otter-Zentrum
Marktbummel im Otter-Zentrum

Der alljährliche Frühlingsmarkt (Eintritt kostenlos) lockt mit zahlreichen Ständen, an denen (nicht nur) österliche Deko-Artikel angeboten werden. Mehr als 40 Aussteller zeigen traditionelles Handwerk und geschmackvolles Kunsthandwerk. Von Gestecken und Gebinden über Töpferarbeiten, Steingut und Porzellan bis hin zu Malerei oder Schmuck reicht das Angebot. Wesentliches Merkmal des Marktes sind die zahlreichen Aktivitäten an den Ständen.
Kinder können auf dem Frühlingsmarkt unter Anleitung basteln und sich am Sonntag ab 14:30 Uhr schminken lassen. Bei einer Tombola gibt es allerlei Preise zu gewinnen.
INFO 05832/980828 oder www.otter-zentrum.de

150 Jahre Celler Industriegeschichte

Sonnabend, 5. April, 15:00, Celle, Bomann-Museum


Christopher Galler führt durch die neue Dauerausstellung "Leistung, Streik und Gastarbeit – Perspektiven der Arbeit" und gibt dabei einen Überblick über 150 Jahre Industriegeschichte in Celle.
Mitte des 19. Jahrhunderts setzt im Königreich Hannover eine langsame Industrialisierung ein. Eines der ersten weltweit tätigen Unternehmen, das in Celle aus kleinsten Anfängen entsteht, ist die Schirmfabrik Hugo. Nachdem sie um 1870 nahezu 1100 Mitarbeiter beschäftigt, erfolgt dreißig Jahre später ihr Niedergang. Doch parallel entwickeln sich weitere erfolgreiche Unternehmen. So wird die Firma Hostmann & Steinberg zu einem führenden Farbenhersteller, der von Wilhelm Berkefeld entwickelte Filter ist schnell weltweit bei der Wasseraufbereitung gefragt und Harry Trüller baut die handwerkliche Bäckerei seines Vaters zu einer großen Keksfabrik aus, die zeitweise zum größten Arbeitgeber der Stadt wird. Auch im 20. Jahrhundert gibt es mit der Gründung der Spinnhütte und der Niederlassung von Telefunken eine weitere Ausweitung des industriellen Sektors. 
Während einige der Unternehmen bis heute Bestand haben, sind viele infolge des Strukturwandels verschwunden. Heute sind zahlreiche Firmen der Erdölzulieferindustrie in Celle ansässig. Anhand ausgewählter Objekte und Biographien beteiligter Akteure wird die Geschichte der Celler Industrielandschaft wieder lebendig. 
Kosten: 5,- (Museumseintritt)
INFO 05141/12544 oder www.bomann-museum.de

Viola d'Amore

Sonnabend, 5. April, 18:00 Uhr, Ebstorf, Kloster

Die Viola d'Amore ist ein barockes Streichinstrument mit reicher Klangvielfalt und ungewöhnlicher Form. Viele Komponisten des 18. Jahrhunderts schufen reizvolle Kunstwerke für das Instrument mit dem hellen und silbrigen Klang. Ursprünglich war diese Musik für höfische und bürgerliche Feste geschrieben. Das Sächsische Viola d'Amore-Trio läßt diese besondere Musik im Alten Repertorium des Klosters Ebstorf erklingen und verspricht damit einen ganz besonderen Musikgenuss.
Karten: 10.-/5.- Euro, erhältlich im Kloster Ebstorf, in der Touristinfo Ebstorf und an der Abendkasse
INFO 05822/2304 oder www.kloster-ebstorf.de

Faszination Wolf

Sonnabend, 5. April, 19:00 Uhr, Höfer (bei Eschede), Filmtier-Park

Im ersten Teil der Veranstaltung werden in Begleitung des Wolfs-Experten Dr. Dirk Neumann die beiden Wolfsrudel - die Polarwölfe und die europäischen Wölfe - im Filmtier-Park besucht. Nach einer Pause im Dschungel-Bistro-Café erzählt Dr. Dirk Neumann im zweiten Teil über seine Wolfsforschungen. 1983 startete der Fachtierarzt für Zoo- und Wildtiere ein Feldforschungsprojekt über die Lernfähigkeit von Wölfen. Er war der erste, dem es gelang, wilde Wölfe auf sanfte Art erfolgreich zu trainieren. Indem er die natürliche Lernfähigkeit der Tiere nutzte, konnte er schon 1984 die weltweit erste dressierte Wolfsgruppe, ein 15-köpfiges Wolfsrudel der Öffentlichkeit präsentieren und erhielt dafür Anerkennung u.a. von Prof. Bernhard Grzimek. In seinen Ausführungen vertieft Dr. Neumann die Erlebnisse seiner Wolf-Mensch-Beziehung und zieht Parallelen zum Hund.
Kosten: 25,-  Euro (Kinder 20,- Euro) inkl. Speisen und Getränke
INFO 05142/987229 oder www.faszinationwolf.de

Oole Pinsel moalt beeter

Sonnabend, 5. April, 19:30 Uhr, Groß Oesingen, Gasthaus Zur Linde                                   

Sonntag, 6. April, 15:00 Uhr, Groß Oesingen, Gasthaus Zur Linde
In diesem Lustspiel, das von der Theatergruppe "De Eusinger Speel-Lüe" aufgeführt wird, geht es um Geld, Macht, Eifersucht, nackte Haut und alte Pinsel.
Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
INFO 05838/746 oder www.hv-oesingen.de

Verkaufsoffener Sonntag und Ostermarkt

Sonntag, 6. April, 12:00 - 17:00 Uhr, Uelzen, Innenstadt

Die Uelzener Kaufleute laden zum entspannten Sonntags-Shopping ein. Auf dem Herzogenplatz lockt ein Ostermarkt mit zahlreichen Ständen.

Kunstversteigerung

Sonnabend, 6. April, 14:00 - 16:00 Uhr, Uelzen, Woltersburger Mühle

Die Woltersburger Mühle
In der Schmiede der Woltersburger Mühle (an der B 71)werden Bilder von Werner Steinbrecher, Walter Schrammen und Walter Grawith versteigert. Gerard Minnaard und Thomas Matschoss (Jahrmakttheater) versteigern die Kunstwerke zu Gunsten der Woltersburger Mühle und Pro Asyl.
INFO 0581/97157030 oder www.woltersburger-muehle.de






Mittwoch, 2. April 2014

Magnolienblüte

Traumhaft schöner Exot in unseren Gärten: blühende Magnolie.
In Nachbars Garten blüht die Magnolie, und das, wie in jedem Jahr, in einer traumhaften Üppigkeit, wie man sie von heimischen Gehölzen nicht kennt. Blühende Magnolien gehören zum Schönsten, was die Pflanzenwelt zu bieten hat. Der aus Asien und Amerika nach Europa eingeführte Frühlingsblüher, der sowohl in Gärten als auch in Parks häufig anzutreffen ist, wirkt allerdings gerade wegen seiner geradezu verschwenderischen Blütenfülle immer ein wenig wie ein Fremdkörper. Aber die Blüte währt ja nur kurz, und danach ist der Baum wieder relativ unauffällig.

Dienstag, 1. April 2014

Vorfreude auf die Pflaumen- und Zwetschenernte

Von den heimischen Obstgehölzen sind die Pflaumen- und Zwetschenbäume immer die ersten, die blühen.

Ich liebe Pflaumen und Zwetschen – auf dem Kuchen genauso wie als Marmelade oder Pflaumenmus und auch direkt vom Baum. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Ernte in diesem Jahr nicht schon wieder ausfällt, weil die Blüten erfroren sind. Da die Pflaumen- und Zwetschenbäume immer die ersten der heimischen Obstrgehölze sind, die im Frühling blühen, ist die Gefahr, dass die Blüten Frost abbekommen, besonders groß. Aber zurzeit sieht es ja ganz gut aus, und es ist schön mild draußen, allerdings etwas zu trocken.