Montag, 14. April 2014

Wetterkapriolen

Bei Rötgesbüttel im Landkreis Gifhorn fotografierte ich heute diesen dramatischen Aprilhimmel über (eigentlich viel zu früh) blühendem Rapsfeld.
Da hat sich der April heute aber genau so gezeigt, wie man es von ihm erwartet: Mit einem schnellen Wechselspiel von Sonne und Regen. Hinzu kamen Kälte und Sturmböen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Radfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen, und vielerorts im Norden kam es zu erheblichen Sturmschäden. Das ist natürlich alles dramatisch, aber dennoch finde ich derlei Wetterkapriolen faszinierend. Sonne und blauer Himmel sind zwar schön, aber auch langweilig. Das sehen nicht nur Meteorologen so, sondern auch Leute wie ich, die auf spannende Landschaftsaufnahmen aus sind.

Sonntag, 13. April 2014

Anis – Heilpflanze des Jahres

Anis kann ab Ende April im Garten ausgesät werden.      Foto: NHV Theophrastus
Ob im Weihnachtsgebäck oder im Kräutertee – ich liebe den lakritzartigen Geschmack von Anis. Umso mehr freut es mich, dass Anis die Heilpflanze des Jahres 2014 ist. Gekürt wurde sie vom Verein NHV Theophrastus, der mit dieser Wahl interessierte Menschen auf eine der ältesten Gewürz- und Heilpflanzen aufmerksam machen möchte.
"Die ersten Belege für die Verwendung von Anis gehen bis ins Altertum zurück", schreibt die Pharmazeutin Maria Vogel in ihrem Heipflanzenporträt für den NHV Theophrastus: Ausgrabungen auf der griechischen Insel Santorini lassen einen Gebrauch bereits im 16. Jh. v. Chr. vermuten. Er war Bestandteil des Theriak, einer Wunderarznei, die laut Plinius (23 n. Chr.) gegen alle Krankheiten und Vergiftungen wirksam sein sollte. Bei den Römern war Anis als Verdauungshilfe bekannt. Sie benutzen gezuckerte Anisfrüchte nach üppigen Mahlzeiten. Wie andere Heilpflanzen auch, sollen Benediktinermönche den Anis mit nach Europa gebracht haben, wo er dann in vielen mittelalterlichen Schriften lobend erwähnt wird: Paracelsus (1493-1541) nennt ihn zusammen mit Fenchel und Christrose als Stärkungsmittel in einer Abführ-Rezeptur. Hieronymus Bock (1498-1554) verweist auf Anis als Mittel gegen Wassersucht, Magenbeschwerden oder Schluckauf. Und Leonhard Fuchs (1501-1566) schreibt in seinem Kräuterbuch: „Ist nutz jngenomen den wassersüchtigen, unnd vertreibt das aufbleen des bauchs. Er ist auch gut zu den gifftigen thieren, auff ihre biß gelegt.“
Später verwendete Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) Anis als schleimlösendes, milchtreibendes und magenanregendes Mittel. In Lexika und Fachbüchern aus dem 19. Jh. bezeichnete man den Spanischen oder Alicantischen Anis als „der beste, welchen man auch am theuersten bezahlt …“ und welcher „…sehr süß und gewürzhaft“ ist.
Der mit Anis und anderen Kräutern geschmacklich aufgewertete Absinth kam im 19. Jh. als Anregungsmittel in Mode. Wegen des häufigen Missbrauchs und des vermutlich minderwertigen Alkohols, welche den „Absinthismus“ auslösten, wurde er zu Beginn des 20. Jh. wieder verboten. Seit 1998 ist das Verbot des Absinth-Schnapses innerhalb der EU wieder aufgehoben.
Anis ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae), die insgesamt über 3000 Mitglieder umfasst. Eng verwandt ist er mit Gewürzpflanzen wie Dill, Fenchel oder Koriander, aber auch mit der Karotte als Gemüsepflanze. 
Die einjährige Anispflanze wird 30 bis 60 Zentimeter hoch und hat eine dünne, spindelförmige Pfahlwurzel mit einem aufrechten, gerillten, oben verzweigten ästigen Stängel. Im Juli/August blühen zahlreiche kleine weiße Blüten auf, die aus fünf kleinen Kronblättchen bestehen und sich zu flachen, lockeren Doppeldolden zusammenfügen. Im Spätsommer entwickeln sich die länglichen Früchte, die aufgrund des hohen Anteils an ätherischem Öl für medizinische Zwecke und in der Lebens- und Genussmittelindustrie (z. B. für Ouzo) Verwendung finden.
Ursprünglich kommt Anis vermutlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Heute ist Anis aber kaum noch in seiner ursprünglich wildwachsenden Form anzutreffen. Hauptanbaugebiete sind die Türkei, Spanien und Italien, aber auch Asien, Mittel- und Südamerika.
Wer Anis im eigenen Garten anpflanzen möchte, sollte dafür einen relativ trockenen Standort mit schneller Erwärmung im Frühjahr wählen. Ausgesät wird ab Ende April. Besser sind jedoch im Gewächshaus vorgezogene Pflanzen, die dann nach dem letzten Frost ins Freie gepflanzt werden. Die Pflanze mag Wärme, mäßige Feuchtigkeit und einen langen, sonnigen Herbst, damit die Samen reifen.
Wegen der ungleichmäßigen Reife der Samen werden die ganzen Pflanzen bereits abgeschnitten, wenn die Früchte der mittleren Hauptdolde braun werden und die Stängel sich gelb färben. Da die Früchte leicht ausfallen, sollte die Ernte bei Tau am Morgen erfolgen. Nach der Nachreife und dem Trocknen können die Früchte durch Klopfen über einem Tuch gewonnen werden.
Anis wirkt expektorierend, schwach spasmolytisch, antibakteriell und fördert die Speichel- und Magensaftsekretion und wird deshalb bei dyspeptischen Beschwerden und Katarrhen der Luftwege empfohlen. Die Erfahrungsheilkunde setzt ihn außerdem bei stillenden Müttern zur Förderung des Milchflusses ein. Ferner wird Anis zum Aromatisieren von Zahnpasten, Mundwässern und von Pfeifentabak verwendet, sowie zum Verdecken unangenehmer Gerüche in Arzneimitteln und kosmetischen Produkten. In Mexiko ist er als Mittel bei Menstruationsbeschwerden bekannt und in Marokko ist Anis mit Sesam und Honig vermischt ein wohlschmeckendes Medikament gegen Erkältungen.
Hierzulande ist Anis vorwiegend als Brot- und Kuchengewürz oder für Weihnachtsgebäck, wie Anisplätzchen und Lebkuchen, bekannt. Fette Fleisch- oder Fischgerichte schmecken mit Anis gewürzt frischer und sind leichter bekömmlich. Er ist in fertigen Würzmischungen, u. a. in Curry-Pulver, Kräuter der Provence oder für Wurst, zu finden. Am bekanntesten ist der Anis jedoch als Bestandteil alkoholischer Getränke wie im griechischen Ouzo oder Mastika, im französischen Pastis oder Pernod oder im türkischen Raki.
Weitere Informationen zur Heilpflanze Anis gibt es beim Verein NHV Theophrastus.


Samstag, 12. April 2014

Gibt's bald keine Osterhasen mehr?

Die industrielle Landwirtschaft ist der größte Feind des Osterhasens.                                            Foto: Birgit Petersen/KÖN
Als ich am Montag mit dem Fahrrad unterwegs zu einem Termin war, sah ich ihn: den Osterhasen – oder einen seiner Verwandten. Er saß vor mir auf dem Weg und rührte sich nicht vom Fleck. Ich überlegte, ob er wohl so lange dort sitzen bleiben würde, bis ich die Kamera aus der Tasche geholt und ein Foto von ihm gemacht haben würde. Nein, wahrscheinlich würde er weglaufen, und so ließ ich die Kamera in der Tasche. Tatsächlich hoppelte er auch weg, als ich näher kam.
Gestern kam ich dann doch noch zu einem Osterhasenfoto – allerdings musste ich mich dafür gar nicht selbst auf die Lauer legen, sondern ich bekam es geliefert, und zwar zusammen mit einer Pressemitteilung des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen, kurz KÖN.  "Der Osterhase ist in Gefahr" lautete die Überschrift. Aus aktuellem Anlass – schließlich ist demnächst Ostern – wird in der Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass Lepus europeus, der wilde Feldhase, bedroht ist. Die Bestandszahlen seien weiter rückläufig. Seit 1998 steht der Feldhase auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Während der Deutsche Jagdverband den Bestand der Feldhasen für Deutschland auf rund 3,5 Mio. Tiere schätzt, geht der Verein Wildtierschutz Deutschland von nur noch rund 1,2 Mio Hasen aus. Der Bestand hat sich demnach seit 2007 halbiert. Auch der Landesjagdbericht für Niedersachsen verzeichnet eine starke Abnahme von 2005 bis 2012 auf rund 12 Hasen pro 100 Hektar. In vielen Regionen wird der Feldhase kaum noch bejagt, weil die Bestände zu gering sind. So sank die Jagdstreckein Niedersachsen seit 2005 von rund 120 000 auf 70 000 Hasen jährlich.
Als Hauptgrund für das Verschwinden der Hasen wird die intensive Landwirtschaft genannt, die zunehmend durch Monokulturen, intensive Düngung und den Einsatz immer größerer Maschinen geprägt sei.
Wie können wir dem Hasen helfen? Am besten durch Ökolandbau, betonen die Fachleute vom KÖN. Im ökologischen Landbau werde nicht nur extensiver gewirtschaftet, es gebe auch mehr Hecken, Feldgehölze und Kräutersäume an den Ackerrändern. Diese dienen dem Feldhasen als Nahrungsquelle und Deckung.
„Im Ökolandbau werden die Feldränder weniger intensiv bearbeitet und nicht durch Herbizide
oder Insektizide belastet“, sagt Birgit Petersen von der Naturschutzberatung beim KÖN in
Visselhövede. „Für Hasen, Rebhühner und Co. bedeutet das mehr Deckung und ein besseres,
vielfältigeres Nahrungsangebot.” Jetzt im Frühjahr sind die Feldhasen zusätzlich durch die
Feldbestellung und Wiesenmahd gefährdet. Viele Junghasen werden durch Maschinen getötet
oder von der Jauche verätzt. Konventionelles Grünland wird bis zu sechs Mal pro Jahr gemäht.
“Durch die starke Ausweitung des Maisanbaus haben sich die Lebensbedingungen des
Feldhasen weiter verschlechtert”, so Birgit Petersen.
Auch in einer vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Langzeituntersuchung auf der
Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen zeigte sich der positive Einfluss des ökologischen
Landbaus auf die Hasenpopulation. So lag 2001 vor der Umstellung des gut 300 Hektar großen
Gebiets auf ökologische Bewirtschaftung die Feldhasendichte unter 10 Tiere pro km². Bis 2008
erhöhte sich dort die Dichte auf 55 Tiere pro km². Die Ursache sehen die Forscher in der
größeren Nahrungsvielfalt der ökogischen Ackerflächen und den Saumstrukturen, die den
Tieren auch im Winter als Tagesschlafplätze dienen.
Die Wirtschaftsweise im ökogischen Landbau komme den Bedürfnissen des Feldhasen
entgegen, meint Birgit Petersen vom KÖN. „Weit verbreitet ist hier z.B. der zweijährige
Kleegrasanbau. Hier finden die Hasen nicht nur Schutz, sondern auch ganzjährige Nahrung“, so
Petersen. Von vermehrten Brachflächen, Feldhecken und Blühstreifen würden nicht nur Hasen,
sondern auch viele Vogelarten und Insekten profitieren.
Wr sich zu Ostern nicht nur beschenken lassen, sondern auch dem Osterhasen ein Geschenk machen will, sollte konsequent  Gemüse aus ökologischem Landbau kaufen. Es wäre doch schade, wenn wir in einigen Jahren den Osterhasen nur noch ausgestopft im Naturkundemuseum betrachten könnten und nicht mehr draußen in der Natur.

Freitag, 11. April 2014

Landstücke – Papierstücke

Ein Blick über grüne Weiden – Aquarell von Heike Ellermann.
Als ich heute die E-Mail mit derPressemitteilung des Arboretums Melzingen zur nächsten Ausstellung öffnete, war ich auf Anhieb begeistert. Sooo traumhaft schöne Aquarelle hatte ich zuvor selten gesehen! Deshalb muss ich die Ausstellung hier unbedingt sogleich bewerben.
Ein Landstück erwarb Christa von Winning und verwandelte es in einen Garten. Aber nicht in irgendeinen Garten, sondern in einen Garten der Bäume. Dort nun wird am Freitag, 25. April 2014, um 18:00 Uhr die Ausstellung "Landstücke – Papierstücke" eröffnet mit Bildern, die im Baum, in Baumgruppen häufig ein kompositorisches Element fanden. Gezeigt werden in der Arboretum-Galerie Landschaften der Oldenburger Künstlerin Heike Ellermann. Unter ihren Pinselstrichen verändert sich der ursprüngliche Zustand, die realitätsbezogene Abbildung der Landschaft zu Impressionen von Landschaft. Fixpunkte wie eine  Horizontlinie, einen Strauch, einen Wolkenfetzen kann der Betrachter beim Sehen der Landstücke finden und kann in diesen offenen Bildräumen sein eigenes inneres Landschaftsbild entfalten. Poetische Titel zu Aquarell und Ölpastell geben Impulse für Ausflüge in eindrucksvolle, erdfarbene und sanftgraue Bildlandschaften.
Eine weitere traumhaft schöne Landschaftsimpression von
Heike Ellermann.
Ergänzend zu diesen frühen Arbeiten präsentiert die Arboretum-Galerie Künstlerbücher, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. In diesen ästhetischen Räumen, von Heike Ellermann als Leporello gestaltet, können sich die Betrachter zwischen abgestimmten Farbtönen, genau gesetzten Pastellstrichen und  aufgehellten Flächen bewegen und auf den Papierstücken einen Weg in die Zeichenwelt der Künstlerin suchen.
Heike Ellermann arbeitet seit 1982 als freischaffende Malerin und Illustratorin. Sie hat zahlreiche Bilderbücher veröffentlicht. Auch in ihren Bilderbüchern finden sich Experimente mit Papierstücken, klein, fein und manchmal transparent, die der Betrachter für sich deuten kann. Eines ihrer Bilderbücher, "Der Gänsegeneral" hat die Künstlerin in ein Papiertheaterstück umgesetzt. Am letzten Tag der Ausstellung, am 15.Juni  2014, wird sie es im Kulturstall des Arboretum aufführen und dazu wird sie noch einen Papiertiger auf ihre Bühne bitten.
INFO www.arboretum-melzingen.de

Donnerstag, 10. April 2014

Wohin am Wochenende?

Auch an diesem Donnerstag gibt es an dieser Stelle wieder einige Veranstaltungstipps zum Wochenende.

Niedersächsisches Gartenfestival im Landgestüt Celle

Sonnabend, 12. April, 10:00 - 18:00 Uhr, Landgestüt Celle
Sonntag, 13. April, 10:00 - 18:00 Uhr, Landgestüt Celle
Inspiration für die Gartengestaltung bietet vom 11. bis 13. April das Niedersächsische Gartenfestival in Celle. Rund 100 Aussteller präsentieren Exklusives für Heim & Garten: Blühende Stauden und Gräser, antike Möbel, Gartenskulpturen und –accessoires, Köstlichkeiten aus der Natur. Auf dem Gelände des 1735 gegründeten Landgestütes Celle mit seinen historischen Gebäuden mit Erkern, Türmchen und Glockenspiel können die Besucher das Flair vergangener Epoche spüren. Zauberhafte Dekorationen, üppige Pflanzen und weiße Pagodenzelte geben den Träumen vom idyllischen Garten und stilvollen Heim neue Nahrung.
Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt 6,- Euro
INFO www.niedersaechsisches-gartenfestival.de

Handgemacht-Markt

Sonnabend, 12. April, 10:00 - 18:00 Uhr, Stadthalle Gifhorn
Sonntag, 13. April, 11:00 - 18:00 Uhr, Stadthalle Gifhorn
Rund 50 ausgesuchte Aussteller zeigen eine große Vielfalt an jahreszeitlichen Deko-Artikeln und hochwertigem Kunsthandwerk. Das Angebot umfasst Schmuck, modisches Textildesign, Taschen, Gürtel, vielfältigste Accessoires wie Stulpen und Tücher, Fotografien, Bilder-, Holz- und Töpferarbeiten, Marmeladen, handgesiedete Seifen, Liköre und vieles mehr.
Eintritt: 2,- Euro (Kinder frei)
INFO www.stadthalle-gifhorn.de

Wildkräuter-Seminar

Sonnabend, 12. April, 13:30 - 17:30 Uhr, Heilpflanzengarten Celle
Unter Anleitung der Biologin Sieglinde Fink werden Wildkräuter gesammelt, bestimmt und anschließend zur Zubereitung kleiner Köstlichkeiten verwendet.
Kosten: 5,- zuzüglich 5,- für Material. Anmeldung erforderlich.
INFO 05141/208173

Gregorianika

Sonntag, 13. April, 18:00 Uhr, Rittersaal im Schloss Gifhorn
Der Chor Gregoriana tritt in Gifhorn auf.
Wenn dieser Chor zu singen beginnt, fühlt man sich unweigerlich zurückversetzt ins Mittelalter. Gewaltig und kraftvoll erklingen die Stimmen und verursachen beim ersten Ton Gänsehaut bei den Zuhörern. Geprägt durch die tiefe Spiritualität und den makellosen Klang zeigt der Chor, dass die klassische Gregorianik bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.
Ob klassische Choräle oder eigene Stücke und neue Kompositionen aus dem Album „Cantabile“, die Sänger verzaubern mit enormer Stimmgewalt und überraschen mit vielen Beiträgen, die bisher so nicht zu hören waren. Die Chormitglieder haben eine klassische Gesangsausbildung absolviert und lernten sich 2002 in Lemberg in der Ukraine am Gesangskonservatorium kennen. Dort entdeckten sie auch ihre gemeinsame Leidenschaft für gregorianischen Gesang. Dieser stellt im Ursprung das gesungene Wort einstimmigen liturgischen Gesang in lateinischer Sprache dar.
Karten beim Kulturverein Gifhorn, Steinweg 3, Telefon 05371/808136, oder an der Abendkasse!

Biographische Skizzen 

Montag, 14. April, 19:00 Uhr, Kaminraum im Schloss Gifhorn 
Dr. Eugen von Wagenhoff
Fast 30 Jahre lang, von 1909 bis 1937, war Dr. Eugen von Wagenhoff Landrat in Gifhorn. 1927 wurde die neue Hestenmoor-Gemeinde nach ihm benannt. Darüber hinaus fielen in seine Amtszeit mehrere historische Großereignisse, so etwa der Erste Weltkrieg, Revolution und Republikgründung. Schließlich erlebte von Wagenhoff auch noch die ersten Jahre der Nazi-Diktatur im Amt. 
Im Rahmen der Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen des Historischen Museums Schloss Gifhorn und des Museums- und Heimatvereins Gifhorn wird Kreisarchivar Stefan Felleckner am Montagabend im Kaminraum des Gifhorner Schlosses einen Vortrag über den Landrat unter dem Motto „Biographische Skizzen“ halten. Der Vortrag widmet sich neben der regionalhistorischen Rolle des Landrats auch dessen Persönlichkeit und lässt ihn als entsprechend vielschichtige Figur erscheinen. Auch neue Forschungsergebnisse fließen dabei mit ein.
Der Eintritt ist frei.
INFO www.museen-gifhorn.de




Mittwoch, 9. April 2014

Grüne Hausaufgaben

Die kleinen Pflänzchen, angezogen und fotografiert von Gartenfreundin Ilka Landwehr, sollen im Imkerhausgarten im Museumsdorf Hösseringen zu stattlichem Weißkohl heranwachsen.
Nach dem Regen sieht vielleicht schon bald alles anders aus, aber im Garten des Imkerhauses im Museumsdorf Hösseringen, der jetzt als gemeinschaftliches Projekt mit Unterstützung des Südheide-Magazins Calluna gepflegt wird, hatte sich bislang noch nicht viel getan. Die entkrauteten Beete sahen bei unserem letzten Besuch am Wochenende noch genauso leer aus, wie wir sie verlassen hatten.
Eine Erfolgsmeldung erreichte uns jetzt aber von Mitgärtnerin Ilka Landwehr aus Isenbüttel, die uns ein Foto ihrer Bemühungen schickte: eine Anzuchtpalette voller Weißkohlpflänzchen, die später in Hösseringen gepflanzt werden sollen. Na, das sieht doch wirklich richtig gut aus!
Für Calluna-Autorin Marion Korth war dieses Bild allerdings ein bisschen ernüchternd, sie ist nämlich mit ihren "grünen Hausaufgaben" mächtig ins Hintertreffen geraten. Der Wirsingkohlsamen liegt noch verschlossen in seinem Tütchen, da muss jetzt aber dringend nachgebessert werden, schließlich wollen wir uns ja nicht blamieren!

Dienstag, 8. April 2014

Aprilwetter

Das Aprilwetter zaubert herrlich dramatische Lichtstimmungen – hier heute Nachmittag der Blick aus einem meiner Bürofrenster.
Wenn da nicht die blühenden Kirschbäume wären, könnte man fast glauben, dass sich der Frühling schon wieder verabschiedet hat. Geradezu winterlich kalt war es heute, und als ich hinausging, um die Pferde, die Schafe und die Ziegen zu füttern, blies mir der heftige Wind die Kapuze vom Kopf, die ich als Schutz gegen den Regen ausgesetzt hatte.
Auf den April ist immer noch Verlass, und das ist ja in Zeiten des Klimawandels eine gute Nachricht. Und gut finde ich dieses Aprilwetter insofern, als es herrlich dramatische Lichtstimmungen zaubert.