Donnerstag, 7. Januar 2016

Warten auf Britta

Bevor "Britta" über uns hinwegzieht und uns Regen und Plusgrade beschert, soll es heute Abend noch einmal kräftig schneien. Zu Blitzeis wird es der Wettervorhersage zufolge erst nach Mitternacht kommen. Andere Regionen haben es da schlechter getroffen. Weiter westlich dürfte das Blitzeis pünktlich zum Feierabendverkehr eintreffen.
Schon jetzt ist die Luft merklich feuchter. Das hat den Effekt, dass man mehr friert als bei knackiger Kälte. Hoffentlich ist morgen, wenn die Sonne scheint, der Schnee noch nicht weggeschmolzen, damit ich noch ein paar schöne Winterfotos machen kann.
Im Tauwetter schnell verschwinden wird wahrscheinlich die faszinierende Waffelstruktur, die der Schnee auf den Zweigen der Fichte im Vorgarten gezaubert hat.

Kleines Kunstwerk, von der Natur geschaffen: Schnee in Waffelstruktur

Mittwoch, 6. Januar 2016

Mit Mütze

Nicht nur wir Menschen sind zurzeit mit Mützen unterwegs, damit wir keine kalten Ohren bekommen. Auch die trockenen Blütenköpfe der Rispen-Hortensie im Innenhof unseres Hauses tragen Mützen, und zwar im Partner-Look: alle in Weiß.

Können keine kalten Ohren bekommen, tragen aber trotzdem Mützen: Blütenköpfe der Rispen-Hortensie im Innenhof.

Dienstag, 5. Januar 2016

Tiere im Schnee

Den ganzen Tag lang hat es heute geschneit, und inzwischen liegt der Schnee im Hof mehr als zehn Zentimeter hoch. Nachdem die Tiere gefüttert sind, muss ich wohl noch einmal auf dem Gehweg Schnee schippen.
Während die Hunde den ganzen Tag vor dem warmen Ofen liegen, die Hühner es vorgezogen haben, im Stall zu bleiben, und sich die Schweine tief in ihrem Strohbett vergraben haben, machen Schnee und Kälte den Pferden und Schafen überhaupt nichts aus. Sie könnten in den geschützten Stall gehen, bleiben aber lieber draußen. Die dichte Winterwolle sowohl der Schafe als auch der Ponys isoliert so gut, dass der Schnee auf den Rücken der Tiere nicht schmilzt.
Die Vögel sind froh, dass wir ihnen reichlich Futter anbieten. Insgesamt drei Futterstationen werden jeden Morgen mit Sonnenblumenkernen befüllt – und sind garantiert gegen Abend schon wieder leer.

Während wir frieren, machen Kälte und Schnee den Schafen, Pferden und Vögeln offenbar nichts aus.

Montag, 4. Januar 2016

Eiszeit

Minus acht Grad – in Zeiten des Klimawandels ist das schon ziemlich kalt, zumindest für mitteleuropäische Verhältnisse. Bei einem Winterurlaub im småländischen Hochland in Schweden sank die Temperatur mehr als einmal bis auf 28 Grad unter Null, aber das ist lange her. Die trockene Kälte ließ sich damals übrigens gut aushalten, war viel angenehmer als nasskaltes Wetter mit Temperaturen zwischen Null und fünf Grad plus. Mittlerweile wird es in den südlichen Landesteilen Schwedens nur noch selten kälter als heute hier bei uns, wo wir solche Minustemperaturen gar nicht mehr gewohnt sind. Beim Stichwort "Eiszeit" denken die meisten von uns wahrscheinlich eher an Sommer, Sonne und Eis am Stiel als an kalte Ohren und Nasen.
Bevor es zum Wochenende wieder lauwarm wird – sofern die Wettervorhersage passt –, bleibt uns die "Eiszeit" noch einige Tage erhalten und sorgt für so interessante Fensterbilder wie das, das ich heute im Hühnerstall fotografiert habe. An den einfach verglasten Scheiben hatten sich über Nacht schöne Eisblumen gebildet.

Die einfach verglasten Fenster des Hühnerstalls sind mit Eisblumen verziert.

Sonntag, 3. Januar 2016

Der erste Schnee des neuen Jahres

Noch nicht im Schnee versunken, aber immerhin schon leicht bedeckt: ein Fingerhut (Digitalis) am Wegesrand. 
Minus fünf Grad und ein eiskalter, kräftiger Ostwind, den wir wie kleine Nadelstiche im Gesicht zu spüren bekamen – kein Wunder, dass wir bei diesem Wetter heute auf unserer Sonntagstour mit den Hunden keinen anderen Menschen trafen. Während die meisten Menschen es offenbar vorzogen, an diesem ersten richtigen Wintertag dieses Jahres das Haus nicht zu verlassen, genossen wir es, durch die leicht mit Schnee bepuderte Landschaft zu wandern und die klare, frische Winterluft zu atmen. Uns ließ die Kälte buchstäblich kalt. Und die Hunde haben sowieso bei nahezu jedem Wetter draußen ihren Spaß.
Der eigentlich für heute angekündigte ergiebige Schneefall soll nach Korrektur der Wettervorhersage erst morgen Nachmittag kommen. Wir sind gespannt ...

Samstag, 2. Januar 2016

Scherbenhaufen

Hier lagert kein illegal entsorgter Bauschutt, sondern sortenreines Re-
cyclingmaterial zum Ausbessern eines Feldweges.
Kaum hat das neue Jahr begonnen, da stehen wir schon vor einem Scherbenhaufen. In diesem Fall ist das aber kein Grund zum Verzweifeln und auch kein Ärgernis, denn bei dem Scherbenhaufen, den wir im Moor entdeckten, handelt es sich mitnichten um einen Fall von heimlicher Bauschuttentsorgung. Nein, der Bauer, dem die Moorwiese gehört, hat die Tonscherben dort abgeladen, um damit zum Frühlingsbeginn den Weg zur Weide auszubessern. In feuchten Wintern weichen die Wege schnell auf und bekommen tiefe Löcher, die sich gut mit den alten Dachziegeln auffüllen lassen. Da die Ziegeln aus Ton gebrannt sind, ist das sortenreine Material für die Umwelt unbedenklich und damit ökologischer als sogenanntes Mineralgemisch aus zerkleinertem Bauschutt, das normalerweise für solche Zwecke verwendet wird.
Als wir vor einigen Jahren unsere Dächer neu gedeckt haben – eine Dachfläche von rund 1000 Quadratmetern – hatten wir der Gemeinde angeboten, mit den alten Tondachziegeln den an unsere Weide angrenzenden Feldweg auszubessern. Der Bürgermeister hat jedoch unser kleines "Geschenk"  ausgeschlagen, da es nicht vorgesehen sei, dass Privatleute in Eigenregie öffentliche Wege  instandsetzen. Das dürften nur von der Gemeinde beauftragte Firmen tun. Da will man der Gemeinde mal beim Sparen helfen ...
Letztendlich haben wir die noch intakten Ziegeln aufbewahrt und die zerbrochenen  zur Bauschuttdeponie gebracht, wo sie gerne genommen wurden, da Tondachziegeln ein durchaus begehrtes Recyclingmaterial sind. Und der Weg? Der ist bis heute nicht instandgesetzt.
Heute wären wir schlauer und würden die Tonscherben nicht der Gemeinde, sondern einem Landwirt anbieten. Die Bauern haben dafür eigentlich immer Verwendung (siehe oben).

Freitag, 1. Januar 2016

Very british, dieses Wetter

Nebel hängt über den Moorwiesen.
Obwohl sich die Sonne heute den ganzen Tag lang nicht einmal gezeigt hat, war es doch irgendwie schön. Das diffuse Licht, der Nebel, die Wassertropfen an den Zweigen und im Gras – very british, dieses Wetter! Wir fühlten uns bei unserer Tour durch die Moorwiesen in den typischen englischen Winter versetzt. Da passte doch unsere Russellbande mit ihren schottischen Vorfahren perfekt ins Bild.
In den Moorwiesen sind etliche Gräben zu überwinden.