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| Dicke Wassertropfen auf einem frühzeitig verwelkten Eichenblatt. |
Dienstag, 11. Oktober 2016
Herbstwetter
Auch bei Regen ist der Herbst schön. Man muss nur etwas genauer hingucken, um die schönen Seiten zu entdecken.
Sonntag, 9. Oktober 2016
Unboxing: Ein Paket aus einer Biogärtnerei
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| Der Aufkleber verrät, was im Paket enthalten ist. |
Fotos: Inka Lykka Korth
Zuerst aber kommen Zweifel auf: Statt Blumen und Beerensträucher aus einer Biogärtnerei scheine ich doch eher ein Dutzend Meerschweinchen bestellt zu haben, denn unter dem großen Pappdeckel kommt erst einmal nur haufenweise duftendes Heu zutage. Dann aber doch keine Meerschweinchen, sondern lauter Blumen, verschiedene Sorten Wildastern und Herbstanemonen.
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| Beim Öffnen kommt zunächst jede Menge Kaninchenfutter zum Vorschein. |
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| Doch dann gibt das Heu blühende Blumen frei - hier ein Topf mit Wildastern. |
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| Zum Schluss werden die Beerensträucher aus dem Paket gefischt, und dann ist das Unboxing beendet. Erstaunlich, was alles in so einen Karton passt. |
Samstag, 8. Oktober 2016
Ein Strauch voller Mützen
Birette, wie die Kopfbedeckungen römisch-katholischer Geistlicher heißen, sind in unser protestantisch geprägten Gegend nur selten zu sehen. Um so bemerkenswerter ist es, dass wir heute gleich Tausende davon sahen – ausgerechnet in der Nähe des Klosters Wienhausen, das bekanntlich seit der Reformation der evangelisch-lutherischen Kirche angehört.
Im Volksmund werden die Birette etwas despektierlich auch Pfaffenhütchen genannt, und genau das ist die Bezeichnung für den Strauch, der purpurrote Früchte in Form eines Biretts trägt. In den Windschutzhecken in der Allerniederung zwischen Wienhausen und Osterloh gibt es davon reichlich. Und obwohl wir weder der einen noch der anderen Kirche angehören, waren wir begeistert, denn die Pfaffenhütchen-Früchte leuchteten in der Herbstsonne wie die Kugeln an einem Weihnachtsbaum.
Für uns Menschen sind die Früchte übrigens giftig, aber manche Vögel lieben sie, vor allem Drosseln, Elstern und Rotkehlchen.
Im Volksmund werden die Birette etwas despektierlich auch Pfaffenhütchen genannt, und genau das ist die Bezeichnung für den Strauch, der purpurrote Früchte in Form eines Biretts trägt. In den Windschutzhecken in der Allerniederung zwischen Wienhausen und Osterloh gibt es davon reichlich. Und obwohl wir weder der einen noch der anderen Kirche angehören, waren wir begeistert, denn die Pfaffenhütchen-Früchte leuchteten in der Herbstsonne wie die Kugeln an einem Weihnachtsbaum.
Für uns Menschen sind die Früchte übrigens giftig, aber manche Vögel lieben sie, vor allem Drosseln, Elstern und Rotkehlchen.
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| Am Wegesrand nicht zu übersehen: Die leuchtend roten Früchte des Pfaffenhütchens sind jetzt im Herbst echte Hingucker. |
Freitag, 7. Oktober 2016
Begrüntes Badezimmerfenster
Als Kind war ich immer fasziniert von einem alten Haus am Stadtrand, das nahezu vollständig mit Efeu berankt war. Tatsächlich war der Efeu bis zum Dachfirst emporgeklettert, und sogar der Schornstein war schon teilweise begrünt. Mir kam das kleine Haus vor wie ein Hexenhaus, und ich dachte mir immer neue Geschichten aus, die in dem Haus spielten. Wahrscheinlich stand das Haus schon lange leer, und inzwischen ist es wahrscheinlich längst abgerissen und durch einen "sterilen" Neubau ersetzt worden.
Wenn ich später mal ein eigenes Haus haben sollte, würde ich es auch begrünen, sagte ich mir damals. Heute sind wir auf einem guten Weg in diese Richtung. An der Südseite unseres Hauses war der Efeu schon bis zum Dach geklettert, und als wir vor drei Jahren das Dach neu decken ließen, mussten ihn die Dachdecker etwas stutzen.
Aber der Efeu wächst nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Von unserem begrünten Küchenfenster hatte ich ja schon einmal ein Foto geposted. Jetzt hat sich der Efeu es auch schon bis zum Badezimmerfenster vorgearbeitet. Bevor es ganz zuwuchert, werden wir wohl mal die Gartenschere einsetzen müssen, aber können wir aus dem begrünten Fenster zum Hof hinausschauen und uns an den Efeuranken erfreuen.
Wenn ich später mal ein eigenes Haus haben sollte, würde ich es auch begrünen, sagte ich mir damals. Heute sind wir auf einem guten Weg in diese Richtung. An der Südseite unseres Hauses war der Efeu schon bis zum Dach geklettert, und als wir vor drei Jahren das Dach neu decken ließen, mussten ihn die Dachdecker etwas stutzen.
Aber der Efeu wächst nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Von unserem begrünten Küchenfenster hatte ich ja schon einmal ein Foto geposted. Jetzt hat sich der Efeu es auch schon bis zum Badezimmerfenster vorgearbeitet. Bevor es ganz zuwuchert, werden wir wohl mal die Gartenschere einsetzen müssen, aber können wir aus dem begrünten Fenster zum Hof hinausschauen und uns an den Efeuranken erfreuen.
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| Unser begrüntes Badezimmerfenster |
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Zufall oder Achtsamkeit?
Auf der großen Pferdeweide haben wir in diesem Jahr schon etliche stattliche Exemplare gesichtet. Aber jetzt ist ein Gemeiner Riesenschirmling (Macrolepiota procera) auch auf dem Hof aufgetaucht. Er wächst im Heidesand, ausgerechnet an einer Stelle, die von unseren Tieren besonders stark frequentiert wird. Für die Pferde, Schafe und Ziegen steht der Parasol gewissermaßen direkt in der "Haupteinflugschneise" auf halben Weg zwischen Weide und Paddock. Na, der lebt dort gefährlich, dachte ich, als ich ihn vorgestern am Morgen entdeckte. Er schien war über Nacht aus dem Boden geschossen. Am Abend vorher war er noch nicht da – an der exponierten Stelle hätte ich ihn nicht übersehen können. Heute Abend ist der bestimmt platt, dachte ich, und der Gedanke daran, dass es sein unausweichliches Schicksal sein würde, buchstäblich unter die Hufe zu kommen, machte mich ein wenig traurig.
Aber am Abend, wer hätte das gedacht, stand der Pilz noch da wie eine Eins. Und am nächsten Morgen auch noch und am Abend ebenso. Drei Tage hat der Pilz nun schon unbeschadet überstanden. Obwohl es abends jetzt schon dunkel ist, wenn die Pferde von der Weide kommen und in ihren Paddock laufen, wurde der Pilz bislang noch nicht umgerannt? Zufall? Vielleicht. Aber vielleicht liegt es auch daran, und dieser Gedanke ist mir sehr viel sympathischer, dass die Tiere achtsamer sind als wir Menschen.
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Das wäre ein perfekter Tag zum Segeln gewesen
Ein paar Deko-Wolken am ansonsten blauen Himmel und kühle und frische
Luft, die direkt von der Küste zu kommen scheint, und die schon recht
tief stehende Sonne zaubert schöne Lichtstimmungen – genau das ist es
(abgesehen von der Laubfärbung, die noch auf sich warten lässt), was wir
am Herbst so mögen. Als ich heute gegen Mittag mit dem Fahrrad auf dem
Rückweg von einem Termin in der 25 Kilometer entfernten Kreisstadt Gifhorn kam
und mir der Wind direkt ins Gesicht blies, bekam ich richtig Sehnsucht
nach dem Meer und Lust aufs Segeln – als Kind bin ich mit Begeisterung
gesegelt, seitdem leider nicht mehr. Doch da wir nicht an der Küste
wohnen – bis dorthin sind es von uns aus 200 Kilometer –, begnügte ich
mich mit einem träumerischen Blick über die Wiesen am Wegesrand. Auch
nicht schlecht ...
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| Weite, menschenleere Landschaft bei Betzhorn in der Nähe des Löns-Steins. Auf der Rückfahrt von meinem Termin in der Stadt habe ich heute vom Fahrrad aus diesen herrlichen Herbsttag genossen. |
Sonntag, 2. Oktober 2016
An der Gerdau entlang
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Nicht tief, aber dafür umso schöner: die Gerdau zwischen
Eimke und Wichtenbeck.
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Es war unsere erste längere Wandertour in diesem Herbst – im Sommer waren wir ja meistens mit dem Fahrrad unterwegs – und für die beginnende Wandersaison ein Auftakt nach Maß: Die Gegend dort ist tatsächlich so wunderschön, wie von Niels Tümmler beschrieben, und das Wetter war nicht weniger abwechslungsreich als die Landschaft. Wir hatten viel Sonne, wunderbare Wolken, einen kräftigen Regenschauer und danach einen traumhaften Regenbogen.
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| Blick von der "Kirchsteigbrücke" auf den Fluss. |
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| Über uns scheint noch die Sonne, im Hintergrund verfinstert sich der Himmel. |
Obwohl Fyffes und Fussel nach dem Sommer nicht mehr so gut im Training waren, bewältigten sie die Tour ohne ein Anzeichen von Müdigkeit. Aber geradezu phänomenal war, dass auch Fiene, obwohl erst fünf Monate alte und als Jack Russell mit kürzeren Beinen ausgestattet als die beiden langbeinigen Parson-Russell-Terrier, nicht schlapp machte und nur einmal, während des Regenschauers, mein Angebot, sie ein Stück zu tragen, annahm.
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| Fyffes, Fussel und Fiene auf dem Wanderweg, der am Ostufer der Gerdau entlang führt. |
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| Heidschnuckenherde auf einer Wiese in der Flussaue. |
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| Kaffeepause auf einer Bank am Waldrand bei Wichtenbeck. |
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| Erlenbruchwald am Rand des Kiehnmoores. |
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| Fyffes am Kapellenberg. |
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| Regenbogen, als nach dem Schauer wieder die Sonne hinter den Wolken hervorkommt. |
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