Das Schöne an unseren spätabendlichen Hundespaziergängen ist, dass wir dabei manches entdecken, was uns tagsüber nicht aufgefallen wäre. Dazu gehört zum Beispiel die Weiße Lichtnelke (Silene latifolia), die jetzt gerade an den Wegrändern blüht. Diese schöne Blume ist auch unter den Namen Weißes Leimkraut und Nachtnelke bekannt. Nachtnelke wird sie deshalb genannt, weil sich ihre Blüten – ähnlich wie bei den Nachtkerzen – erst am Abend öffnen, wenn es dunkel wird. Bei trüben Wetter öffnen sie sich zuweilen auch schon am Nachmittag. Erst wenn die Blüten ganz geöffnet sind, verströmen sie ihren intensiven Duft, der langrüsselige Nachtfalter anlockt. Nur sie gelangen durch den engen, tiefen Schlund an den begehrten Nektar am Blütenboden.
Freitag, 31. Juli 2015
Donnerstag, 30. Juli 2015
Armer reicher Jakob!
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| Unter der Last der vielen Äpfel ein wenig aus der Form geraten: Unser Jakob Lebel im Regen. |
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Die Zweige hängen schon wie bei einer
Trauerweide herunter. Ein Wunder, dass
sie nicht abbrechen.
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Bis Anfang Oktober musst Du noch durchhalten, Jakob! Dann werden wir Dich von Deiner Last befreien und dann im nächsten Frühjahr Deine Äste mit einem Verjüngungsschnitt wieder aufrichten.
Mittwoch, 29. Juli 2015
Unser Inka-Beet
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Wie einst bei den Inka: Mais, Bohnen
und Kürbisse in Mischkultur.
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Weil ich den Boden frisch mit Kompost und abgelagertem Pferdemist versorgt hatte, habe ich auf die Bohnen verzichtet. Aus den drei wurden zwei Schwestern: (Zucker-)Mais und Kürbis. Der Kürbis hält sich allerdings nicht ganz an die Spielregeln, zunächst ist er brav über den Bodengekrochen, bis eine Ranke – mittlerweile im Nachbarbeet angekommen – die Rolle der Bohnen übernommen hat und sich nun rankend an einer Gladiole und Sonnenblume nach oben strebt. Da oben blüht es jetzt, noch sind die kleinen Kürbisse winzig, aber demnächst wird die Sonnenblume bestimmt unter dem Gewicht der reifenden Früchte zusammenbrechen, wenn ich nicht vorher noch für eine entsprechende Stütze sorge ...
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| Die Kürbispflanze umklammert die Sonnenblumen und nutzt diese als Rankgerüst. |
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| Die Kürbisse sind noch klein, aber sehen gut aus. |
Dienstag, 28. Juli 2015
Verabredung zum Essen
Wir Menschen verabreden uns zum Essen im Restaurant. Und wie handhaben das die Insekten? Sie suchen sich eine Blüte, die groß genug ist, damit alle, die sich zum Essen verabredet haben, gemütlich in großer Runde zusammensitzen und es sich gemeinsam schmecken lassen können. Geradezu ideal für solche Anlässe geeignet sind offenbar die Kürbisblüten. Jedenfalls haben wir in den vergangenen Tagen in unserem Gemüsegarten mehrfach solche "Tafelrunden" beobachten können.
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| Hier haben sich eine Hummel und vier Bienen zum Essen in einer Kürbisblüte verabredet. |
Montag, 27. Juli 2015
Sonne-Wolken-Mix
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| Immer wieder schoben sich heute dicke, dunkle Wolken vor den blauen Himmel und sorgten für ergiebige Regenschauer. |
Sonntag, 26. Juli 2015
Eine vom Aussterben bedrohte Art
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| Ein Hingucker am Wegesrand: die Heide-Nelke. |
Die Umwandlung von Magerwiesen und Sandtrockenrasen in Acker, Grünland, Forst oder Bauland und die Stickstoffeinträge aus der Luft und durch die Landwirtschaft machen der Heide-Nelke (Dianthus deltoides) vielerorts das (Über-)Leben schwer. Die Lüneburger Heide mit ihren nährstoffarmen, lockeren Sandböden ist eine der wenigen Gegenden, in denen diese Blume überhaupt noch anzutreffen ist.
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Die rosa- bis purpurfarbigen Blütenblätter haben kleine,weiße Punkte, die sich bei näherer Betrachtung als deltaförmig
erweisen – daher die lateinische Bezeichnung deltoides im botanischen Namen.
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Samstag, 25. Juli 2015
Von Zeljko verschont geblieben
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Gerade noch rechtzeitig, bevor Zeljko loslegte, war ich
wieder zu Hause. Wenn man das Foto vergrößert, sieht
man, wie es "Bindfäden" regnet.
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Gerade noch rechtzeitig, bevor es los ging, bin ich mit dem Fahrrad vom Einkaufen zurückgekommen. Genau in dem Augenblick, als ich die Haustür öffnete, fing es an wie aus Eimern zu schütten. Glück gehabt! Ich hatte zwar vorsorglich eine Regenjacke dabei, aber bei dem Starkregen wäre ich wohl trotzdem ziemlich nass geworden.
In Braunschweig, 50 Kilometer südlich, tobte Zeljko viel heftiger als bei uns. Sonnenschirme und Baustellenabsperrungen flogen dort durch die Luft.
Laut Wettervorhersage dürfen wir noch bis Donnerstag mit starken Windböen rechnen, und regnen soll es auch immer wieder mal.
Obwohl es uns vielleicht anders vorkommt: Dieses Jahr war bislang viel zu trocken. Die Bauern klagen schon über Ernteausfälle.
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