Dienstag, 31. Mai 2016

Kerzen wie kleine Kunstwerke

Perfekt in Form und Farbe.
"Lupi Love" wäre eine Schöne Überschrift für diesen Blog-Beitrag gewesen. Aber leider ist dieser Name schon vergeben. So heißt nämlich eine Serie von veganen Bio-Brotaufstrichen auf der Basis von Süßlupinensamen, die sehr lecker sind und für die wir deshalb hier gerne ein bisschen Schleichwerbung machen. 
Wir lieben Lupinen. Sie gehören für uns in die Kategorie der schönsten Sommerblumen. Immer wenn sie in größeren Gruppen auftreten und staubige Straßenränder in blühende Landschaften verwandeln, begeistern sie uns so nachhaltig, dass wir uns schon im Winter auf die nächste Lupinenblüte freuen.
Die Blütenkerzen dieser schönen Blume, die zu den Hülsenfrüchtlern zählt und unter anderem mit der Erbse, der Kichererbse und der Erdnuss verwandt sind, sind doch wahrlich kleine Kunstwerke! Und auch die Farbvarianten der Lupine sind allesamt sehr ansprechend.

Hier eine Variante in Rosa-Weiß und mit leichtem Linksdrall.

Sonntag, 29. Mai 2016

Weniger ist mehr, auch bei Blütenfarben

Es gab mal eine Zeit, da waren Rhodedendren groß in Mode, und alsbald bevölkerten sie nahezu jeden Einfamilienhausgarten – und wirkten meistens deplaziert und irgendwie auch etwas spießig. Besonders schlimm sieht es aus, wenn auf kleinem Raum Rhodedendron mit verschiedenen Blütenfarben stehen, die nicht mireinander harmonieren. In Parks, wo sie von Gärtnermeistern mit Sinn für Ästhetik gepflanzt worden sind und Platz haben, sich zu entfalten und selten einzeln stehen, sondern mit Artgenossen bis zu drei Meter hohe Hecken bilden, sind Rhodedendren wirklich schön. Auch für einen großzügig angelegten Waldgarten können sie eine echte Bereicherung sein. In einem solchen entdeckten wir heute diesen üppig blühenden Rhodedendron, der uns vor allem deshalb ansprach, weil er sich farblich nicht in den Vordergrund drängte, sondern sich in vornehmer Zurückhaltung übte. Wir würden solchen zarten, pastellfarbigen Blüten immer den Vorzug geben vor den farbstarken, ein wenig zu intensiv leuchtenden Blüten.

So lasen wir uns Rhodedendren gefallen: mit zarten, pastelligen Blüten in einem vegetationsreichen Waldgarten.

Weiße Wegesränder

Ebenso schön wie anspruchslos: Margeriten, wild wachsend am Wegesrand.

Kaum zu glauben, dass so schöne Blumen so wenig benötigen: Margeriten scheinen sogar besonders üppig zu blühen, wenn der Boden extrem karg und nährstoffarm ist. Zu Tausenden blühen sie zurzeit an Straßenrändern und begeistern uns sogar noch mehr als der inzwischen verblühte gelbe Löwenzahn.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Acker-Hornkraut

Die Zugehörigkeit zur Familie der Nelkengewächse ist nicht zu leugnen.
Der Grünstreifen zwischen Straße und Radweg hat sich stellenweise in einen weißen Blütenteppich verwandelt, und immer wenn ich zur Post fahre, was mehrmals in der Woche vorkommt, freue ich mich die vielen kleinen Blumen, die einzeln eher unauffällig sind, aber in der Masse die Blicke auf sich ziehen. Wenn man sich die Mühe macht, anzuhalten, vom Fahrrad zu steigen und sich die Blumen aus der Nähe zu betrachten, erkennt man auch ohne Botanik-Studium, dass das Acker-Hornkraut (Cerastium arvense) zur Familie der Nelkengewächse gehört. Erfreulicherweise ist das Acker-Hornkraut ein recht ausdauernder Blüher. Seine Blütezeit reicht in der Regel von April bis August.

Das Acker-Hornkraut bildet hübsche, weiße Blütenteppiche.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Frühsommer

Oje, war es das schon wieder mit dem Frühling? Leider ja, denn wenn Weißdorn, Klatschmohn und Schwarzer Holunder blühen, hat dem phänologischen Kalender zufolge der Frühsommer begonnen. Die Phänologie, die sich mit den Entwicklungsstadien der Pflanzen in der Natur befasst, teilt das Jahr anstatt in vier in insgesamt zehn Jahreszeiten ein. Den Beginn einer Jahreszeit signalisieren sogenannte "Zeigerpflanzen", die charakteristisch sind für die jeweilige Jahreszeit. Somit gibt es keine fixen Termine, sondern die Jahreszeiten beginnen regional unterschiedlich – und infolge des Klimawandels auch immer früher.

Am Rand eines Kornfeldes entdeckte ich heute blühenden Klatschmohn (Papaver rhoeas). Eigentlich schön, und doch auch
ein Grund zur Traurigkeit, denn wenn Mohn, Holunder und Weißdorn blühen, ist der Vollfrühling beendet und der Frühsommer hat begonnen.

Dienstag, 24. Mai 2016

Großes, gelbes Ginstergebüsch

Dieses üppig blühende Ginster-Gebüsch,  gestern am Waldrand entdeckt, ist ein echter Hingucker.
Ursprünglich kommt er aus dem Mittelmeerraum, ist aber bei uns in der Gegend mindestens ebenso häufig anzutreffen wie die Besenheide (Calluna vulgaris). Mit ihr hat er gemeinsam hat er die Vorliebe für karge, nährstoffarme Standorte, und so sieht man ihn besonders am Rand trockener Kiefern- und Fichtenforsten. Jetzt sorgt er dort für knallgelbe Farbtupfer und tröstet uns darüber hinweg, dass Raps und Löwenzahn inzwischen schon wieder verblüht sind.
Wenn er nicht gerade blüht, ist der Ginster kein besonders attraktiver Strauch, sieht er doch ziemlich struppig und so aus, als sei er kurz vor dem Vertrocknen. Blühend ist er hingegen zum Anbeißen schön, doch das sollte man tunlichst unterlassen, denn alle Bestandteile der Pflanze sind giftig.

Kaum sind Raps und Löwenzahn verblüht, hat schon der nächste gelbe Farbrausch begonnen.

Montag, 23. Mai 2016

Landregen, verzweifelt herbeigesehnt

Über Nacht wird sich der neue Regenmesser, wenn man der
Wetterprognose glauben darf, hoffentlich randvoll mit Wasser
füllen.
Auf die dunklen Wolken gestern hatten wir Hoffnung gesetzt und Regen herbeigesehnt. Ein paar Tropfen sind gefallen, mehr aber auch nicht. Heute dann eine Tat der Hoffnungslosigkeit: Demonstrativ haben wir einen ziemlich hässlichen grünen Plastikregenmesser ins Erbsenbeet gesteckt, ob man damit Regenwolken provozieren kann oder ob sie nur wieder (diesmal beleidigt) abziehen?
Für Hamburg kam heute Abend eine Unwetterwarnung heraus, nein, so viel Regen oder gar ein Unwetter, das wünscht sich keiner. Zwischen Trockenheit und Sturzregen scheint es keine Mitte mehr zu geben.
Lieber Landregen mit Deinen ergiebigen, warmen Tropfen, wo bist Du geblieben?