| Meisenknödel bieten fettreiche Nahrung. |
Die Kunden haben sich also überwiegend richtig verhalten. Denn Wildvögel sollte man wirklich erst bei Frost oder Schnee füttern, dann aber regelmäßig. Ist der Boden gefroren oder mit einer dicken Schneedecke bedeckt, finden die Vögel kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte der Umgebung aufrecht zu erhalten. So verlieren beispielsweise Meisen in einer einzigen Kältenacht bis zu zehn Prozent ihres Gewichtes. Das Futter ist täglich, aber in nicht zu großen Mengen nachzulegen. In der Zeit nach Februar und vor November hingegen sollte überhaupt nicht gefüttert werden, da dann das natürliche Nahrungsangebot vollkommen ausreicht.
Um die Übertragung von Krankheiten wie Salmonellen zu vermeiden, rät die Landwirtschaftskammer, Futterspender zu wählen, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können.
Die Zusammensetzung des Futters sollte auf die jeweiligen Vogelarten abgestimmt sein: Für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern sind Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen geeignet. Dagegen benötigen Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Meisen, Amseln und Zaunkönige Futter aus Haferflocken, Rosinen, Obst oder Kleie. Meisenknödel und Futterglocken werden von allen Vögeln gerne gefressen. Sie sind sehr gehaltvoll und lassen sich aus einer Körnermischung und Rinder- bzw. Kokosfett leicht selber herstellen. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.
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