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| Die Autorin bei der Bohnenernte |
Bislang dachte ich immer, mit dem Begriff
blaue Bohnen
sei Schusswaffenmunition gemeint. Es gibt ja diverse (Schund-)Krimis,
in deren Titeln diese Bezeichnung auftaucht, und manch einer erinnert
sich noch an den Italo-Klamauk-Western
"Blaue Bohnen für ein Halleluja".
Aber jetzt weiß ich: Blaue Bohnen müssen nicht unbedingt hart wie Stahl
und bleihaltig sein, sondern können auch aussehen wie ganz normale
Buschbohnen – nur dass sie nicht grün, sondern blau sind. Wobei blau
allerdings nicht ganz korrekt ist. Denn streng genommen handelt es sich
eher um ein Dunkles Violett.
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Das reicht massig fürs Abendessen. Der
Rest der Ernte wird eingefroren. |
Hübsch sehen sie ja aus – eine richtige
Zierde für den Gemüsegarten sind sie. Aber sie essen?
"Du, ich weiß
nicht, ob ich die überhaupt essen mag", sage ich zu der Freundin, von der ich das Saatgut bekommen habe .
"Ich finde
die Farbe wirklich schön, aber bei Bohnen ist sie vieleicht doch etwas
gewöhnungsbedürftig." Die Freundin amüsiert sich.
"Keine Angst, die Bohnen
werden beim Kochen grün." Ich mag es kaum glauben, aber tatsächlich. Als
ich das Kochwasser abgieße, sehen die Bohnen aus wie ganz normale
grüne. Und sie schmecken auch so.
Die blaue Bohne ist übrigens eine heutzutage eher selten anzutreffende alte Varietät der grünen Bohne.
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