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| Aus dem Spinnennetz gerettet: Was wohl für ein schöner Schmettering aus dieser Raupe wird, wenn sich ihre Meta- morphose vollzieht? |
Vorsichtig, ohne das Spinnennetz zu zerstören, befreie ich die Raupe aus ihren Fesseln, trage sie in den Garten und setze sie auf ein Blatt einer Weide. Die Raupe rührt sich nicht. Hoffentlich war es nicht schon zu spät, denke ich. Wer weiß, wie lange die Raupe da schon im Netz hing!? Minutenlang passiert gar nichts, doch dann kommt endlich Leben in die Raupe. Sie robbt ein Stück vor, bewegt den Kopf und beginnt zu fressen. Das Weidenblatt ist offenbar ganz nach ihrem Geschmack. Ich bin erleichtert, und die Weide wird es verschmerzen, dass an einem ihrer Blätter genagt worden ist.
Man mag mich für bescheuert halten, dass ich mich mit solchem "Kleinkram" abgebe, aber ich halte das durchaus für wichtig, denn die großen Zusammenhänge – nicht nur in der Natur – erschließen sich uns bekanntlich nur, wenn wir die Details kennen. Und deshalb kann es nie schaden, genauer hinzuschauen.

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