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| Engagiert windet sich der Wein um die Wäscheleine. |
Gut,
dass wir uns neulich eine Wäschespinne gekauft haben, denn unsere quer
durch den Innenhof gespannte Wäscheleine wird immer kürzer. Wie das?
Nun, die im Innenhof üppig wuchernde Weinrebe hat im Frühsommer ihre
Fühler ausgestreckt und dabei die Wäscheleine entdeckt. Inzwischen ist
schon die Hälfte der Leine kunstvoll mit Zweigen und Blättern umwickelt –
und der Wein windet sich weiter. Erst der Frost wird ihm Einhalt
gebieten.
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| Sieht doch eigentlich ganz hübsch aus, oder? |
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| Grün umkränztes Insektenhotel. |
Ich
habe da folgende Theorie: Wahrscheinlich handelt es sich bei der
Weinrebe um eine Sorte, die trockenen Wein hervorbringt. Das weiß die
Pflanze instinktiv, und deshalb erklimmt sie schnurstracks die
Wäscheleine, damit die Trauben schnell trocknen.
Aber
Spaß beiseite: Der Wein wuchert zwar wie wild, aber geblüht hat er auch
in diesem Jahr wieder nicht, und somit trägt sie auch keine Trauben.
Ernsthafte
Gärtner würden die Weinrebe deshalb wahrscheinlich sofort herausreißen
und durch eine neue ersetzen. Wir werden die Pflanze aber behalten,
allein schon deshalb, weil sie unsere Wäscheleine so schön begrünt hat.
So etwas hat nicht jeder! Und oben unter der Dachrinne ist sie gerade
dabei, ein schlichtes Insektenhotel mit einem grünen Blätterkranz
aufzuhübschen.
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