Sonntag, 3. Februar 2013

Durch Wälder und Wiesen

Natürlicher Ersatz für die morsche Sitzbank: Der naturnahe Sitzplatz in der
Gabel einer Zwillingseiche ist sogar mit Moos ausgepolstert.
Auf unserem Sonntagsspaziergang mit den Hunden stellten wir heute fest, dass die Sitzbank an einem der Waldwege, auf der wir schon oft eine kleine Pause gemacht haben, in sich zusammengefallen ist. Tapfer hatte das Holz jahrelang dem nasskalten norddeutschen Herbst- und Winterwetter standgehalten, bevor es kapitulierte. Nur etwa 200 Meter von den Überresten der morschen Bank entfernt erblickte ich einen naturnahen Pausenplatz: Zwei am Fuß ihrer Stämme zusammengewachsene Eichen bildeten eine superbequeme Sitzgelegenheit, die obendrein auch noch mit weichem Moos ausgepolstert war. Wenn man die Augen offen hält und einen Blick für die Natur links und rechts des Wegensrands hat, macht man die tollsten Entdeckungen!
Wieder zu Hause vertilgten wir die beiden Stücke, die von meinem Apfelkuchen noch übrig geblieben waren. Heute schmeckte der Kuchen sogar noch besser als gleich nach dem Backen.

Samstag, 2. Februar 2013

Dinkel-Apfelkuchen mit Rum-Rosinen

Dieser Apfelkuchen enthält 1 kg Äpfel und ist deshalb
schön saftig.
Dass ich in der Küche kein Weißmehl mehr verwende, habe ich hier ja schon einmal erwähnt. So ist auch dieser Apfelkuchen ausschließlich mit Vollkornmehl gebacken, und zwar mit Dinkel-Vollkornmehl. Dinkel ist eine Urform des Weizens und war schon 1000 v. Chr. weit verbreitet. Er ist anspruchslos gegenüber Boden und Wetter und sehr robust. Dinkel hat ein leicht nussiges Aroma und enthält einen größeren Anteil an Klebereiweiß als Weizen, was den Vorteil hat, dass man zum Backen weniger Eier braucht. Die klebrige Konsistenz des mit Vollkorn-Dinkelmehl angerührten Teiges kann allerdings auch nerven, besonders wenn man den Teig ausrollen will und er wie Klebstoff am Nudelholz haftet. Das sollte einen allerdings nicht davon abhalten, mit Vollkorn-Dinkelmehl zu backen, denn der Geschmack entschädigt allemal für die etwas schwierigere Verarbeitung des Teiges.

Zutaten
• 450 g Dinkel-Vollkornmehl (gibt es mittlerweile sogar bei manchen Discountern)
• 250 g  Zucker
• 1 Tütchen Backpulver
• 1 Tütchen Vanillezucker
• 250 g Butter
• 2 Eier
• 100 g Rosinen
• 1 Schnapsglas Rum (der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen, das Aroma bleibt)

Zubereitung
Die Rosinen in einer kleinen Schale mit einem Schnapsglas Rum übergießen und durchweichen lassen.  Die Butter schmelzen und zusammen mit allen weiteren Zutaten außer den Äpfeln zu einem Teig verrühren. Zum Schluss die Rum-Rosinen unterrühren. Die Teigkugel in zwei etwa gleich große Teile teilen. Die eine Hälfte in eine Springform (ich nehme lieber eine Silikon-Backform) geben Die Äpfel schälen, entkernen, klein schneiden und auf den Teig geben. Die Äpfel mit dem restlichen Teig bedecken. Den Kuchen bei etwa 160 Grad knapp eine Stunde backen. Nach dem Abkühlen mit gesiebten Puderzucker bestreuen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Zum Dahinschmelzen

Ganz schön glatt! Der Abendspaziergang mit
Hund geriet heute zur Rutschpartie.


Zum Glück ist es draußen schon dunkel. So bleibt mir der Anblick des Elends erspart. Ich könnte es auch gar nicht mit ansehen, wie all der schöne Schnee einfach dahinschmilzt (dabei ist Dahinschmelzen doch eigentlich ein positiv besetzter Begriff). Es ist zum Heulen! Auf die schönen kalten und trockenen Wintertage folgt jetzt wieder mieses Novemberwetter. Das hatten wir doch Anfang dieses Monats schon zu Genüge.
In der Stadt, wo sowieso alles asphaltiert ist, würde mir der Matsch wahrscheinlich nicht so viel ausmachen, aber hier auf dem Land ist es einfach nur widerlich, besonders weil der Boden noch gefroren ist und somit weder das Regenwasser noch das Schmelzwasser abfließen kann.
Gerade haben wir unsere abendliche Hunderunde durchs Dorf gedreht. Gut, dass wir Gummistiefel trugen! Noch besser wären allerdings Gummistiefel mit Spikes gewesen, denn es war verdammt glatt, und mit dem kräftig ziehenden Hund an der Leine musste ich zuweilen schon ganz schön balancieren, um mich nicht langzumachen.

Freitag, 25. Januar 2013

So sollte der Winter immer sein!

Fyffes tobt begeistert durch den Schnee.
Die Autorin machte heute jede Menge Schnee-
fotos fürs Calluna-Archiv.
Wow, war das ein wunderschönes Winterwetter heute! Der Schnee glitzerte in der Sonne, und der blaue Himmel wirkte im Kontrast zu dem strahlenden Weiß am Boden noch intensiver. Bei so einem Wetter lässt sich auch die Kälte (minus neun Grad) gut ertragen. Am Nachmittag schnappte ich mir meine Kamera und nahm Fyffes und Foxy an die Leine und machte eine Runde durch die Moorwiesen, um ein paar Schneefotos für das Archiv unseres Natur- und Kulturmagazins zu machen. Wer weiß, wie oft sich dieser Winter noch von seiner schönsten Seite zeigen wird. Solche Tage muss man einfach ausnutzen! Außerdem tat es gut, mal wieder etwas Sonne zu tanken. Das wirkt auch vorbeugend gegen den Winterblues.
 Ein traumhaft schöner Spaziergang, allerdings begleitet vom Lärm zahlreicher Motorsägen. Die Bauern nutzten das gute Wetter, um Brennholz zu machen.
Frisches Brennholz am Wegesrand.
Bis vor einigen Jahren waren auch wir in Sachen Brennholz Selbstversorger, aber damals hatte ich auch noch mehr Muskeln.
Jetzt heizen wir mit Holzspänebriketts. Das ist eigentlich auch besser, denn sie werden aus Sägespänen, die in den Sägewerken anfallen, gepresst, und kein Baum muss für sie gefällt werden.

Montag, 21. Januar 2013

Zu früh gefreut

Zu früh gefreut: Der vom Handel voreilig eingeläutete Frühling versank heute buchstäblich im Schnee:

Diesen Bollerwagen fotografierte die Autorin heute vor einem Supermarkt in Wahrenholz.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Analog statt digital

Die Autorin freut sich über ihre neue Küchenwaage im
Retro-Design, die Ihr heute der Paketbote gebracht hat.
Einerseits fühle ich mich in der digitalen Welt ganz wohl, liebe mein iPad, mein iPhone und meine Digitalkameras und natürlich das Internet, auf das ich ungern verzichten würde. Andererseits mag ich alte Häuser und Möbel, antiken Hausrat und ganz einfache Dinge, die ohne Motor und Akkus auskommen. Ein solches Teil habe ich mir jetzt auch für mein Küche angeschafft. Eine analoge Waage im Retro-Design. Sie ersetzt ab sofort meine zwar stylische, aber, weil ständig die Batterie (eine kleine, teure Knopfzelle!) leer ist, nervige Digitalwaage. Die kommt nicht auf den Müll, sondern wird mir hoffentlich als Briefwaage im Büro noch gute Dienste leisten. Einen Brief zu wiegen, geht deutlich schneller, als nacheinander sämtliche Zutaten für einen Kuchen zu wiegen, und so hoffe ich, dass die Batterie nicht so schnell schlapp macht wie beim Betrieb der Waage in der Küche.
Neben der Küchenmaschine habe ich jetzt einen zweiten Blickfang in der Küche. Ich finde es schön, wenn nützliche Dinge zugleich auch dekorativ sind und einen sogar dann erfreuen, wenn man sie gerade nicht im Einsatz hat.
Woher kommt die Vorliebe für das Alte, das Schlichte, das Einfache? Wahrscheinlich ist es eine Reaktion auf den Alltag in der digitalen Welt – ein Art Kontrastprogramm sozusagen. Wenn man den ganzen Tag am Bildschirm sitzt, ist es schön, sich abends und am Wochenende mit Dingen umgeben zu wissen, die ohne die ganze moderne Elektronik funktionieren.
Dass ich mit vielen Tieren in einem alten Fachwerkhaus auf dem Land lebe, ist auch so ein Kontrastprogramm. Ich bin gerne in großen Städten, gehe dort durch die Geschäfte und freue mich über das vielfältige kulturelle Angebot. Aber ich bin auch immer wieder froh, wenn ich aus der Stadt zurück aufs Land flüchten kann.
Digital und analog, Elektronik und Mechanik, Stadt und Land – die Gegensätze machen den Reiz aus.

Sonntag, 13. Januar 2013

Besuch auf einem Arche-Hof

Aylesburyenten auf dem Arche-Hof
Heute habe ich  einen so genannten Arche-Hof besucht, wo vom Aussterben bedrohte Enten, Gänse und Hühner gezüchtet werden, um die Artenvielfalt zu erhalten. Es handelt sich um die Aylesburyente, die Leinegans und das Sulmtaler Huhn. Mehr über diese drei Tierarten und ihren Züchter lesen Sie in der Frühlingsausgabe des Calluna-Magazins, die am 25. März erscheint.

Zwei Leinegänse und eine Aylesburyente im Gänsemarsch.