Freitag, 3. Mai 2013

Frühlingsimpressionen

Statt vieler Worte gibt es heute nur ein paar Frühlingsimpressionen aus unserem Garten:


Es blühen so schön: Kirschen, Tulpen, Löwenzahn

Mittwoch, 1. Mai 2013

Auf historischen Fernhandelswegen

Kleine Pause auf einer Bank am Rand eines historischen Fernhandelsweges.
An dieser Wand in einer Sandgrube sieht man, wie
dünn die obere, fruchtbare Humusschicht ist. Ein
Wunder, dass auf diesen kargen Sandböden über-
haupt etwas wächst und gedeiht.
Den Tag der Arbeit, wie der Maifeiertag auch genannt wird, habe ich zum Arbeiten genutzt. Die Arbeit war anstrengend, aber hat auch Spaß gemacht. Sie bestand aus einer rund 40 Kilometer langen Radtour. Diese muste ich machen, weil unser Verlag eine Broschüre herausgibt, die eine Fahrradtour beschreibt, auf der eine Reihe von Kulturdenkmälern besucht wird. Die wenigsten dieser Kulturdenkmäler erschließen sich dem Besucher auf den ersten Blick. Meistens sind nur noch Spuren in Form bestimmter Landschaftsstrukturen, zum Beispiel Gruben, Hügel vorhanden Wälle, vorhanden. Der Autor der Broschüre ist Geologe. Mit geschultem Blick hat er anhand dieser Spuren und durch intensives Studium historischer Landkarten die Spuren erkannt, gedeutet und für den Laien verständlich beschrieben. Die Radtour führt zu uralten Lehmgruben, Verteidigungsanlagen aus dem Dreißigjährigen Krieg und längst verschwundenen Siedlungen und folgt dem Verlauf mittelalterlicher Fernhandelswege, die einst von der Ostsee bis über die Alpen führten.
Meine Aufgabe war es nun, zu testen, ob die Wegbeschreibungen in der Broschüre ausreichen, um alle Stationen ausfindig zu machen. Außerdem brauchten wir für die Broschüre noch einige Fotos.
Natürlich hätte ich die Tour auch an einem normalen Arbeitstag machen können, aber dann wäre ich alleine unterwegs gewesen. Deshalb habe ich die Tour auf einen Tag gelegt, an dem meine beste Freundin frei hat, damit sich mich begleiten kann. Wir fanden es richtig spannend, uns an den einzelnen Stationen gedanklich in frühere Zeiten zurück zu versetzen. Da standen wir zum Beispiel auf einer friedlichen Lichtung in einem kleinen Wäldchen, die von drei Seiten mit Wällen umgeben waren. Kaum zu glauben, dass es hier einmal ein großes Soldatenlager gegeben haben soll. Ohne die Broschüre wären wir auch achtlos an dem unscheinbaren Hügel aus Erde und Feldsteinen vorbeigefahren. Bis Ende des 19. Jahrhunderts stand an dieser Stelle ein Forsthaus, das für die Reisenden auf dem Fernhandelsweg ein beliebter Rastplatz gewesen sein soll. Auf dem unbefestigten Fernhandelsweg mussten wir absteigen und die Räder durch den tiefen, staubigen Heidesand schieben. Wir mühsam muss es doch damals für die vollbeladenen Ochsengespanne gewesen sein, auf diesem Vorläufer unserer heutigen Autobahnen voranzukommen. Und wie lange mag wohl eine Reise auf diesem historischen "Highway" von Lübeck nach Augsburg gedauert haben!? Wahrscheinlich mehrere Monate.

Dienstag, 30. April 2013

Leben und Tod

Zwischen zwei abgestorbenen  Eichen wächst eine Wild-
kirsche.
Beim Abendspaziergang mit den Hunden entdeckte ich heute ein Bild mit Symbolkraft: Eine blühende Wildkirsche zwischen zwei abgestorbenen Eichen am Waldrand. Im vergangenen Jahr lebten die Eichen noch, wenngleich man ihnen schon ansehen konnte, dass ihre Tage gezählt sind. Der lange, trockene Winter hat ihnen offenbar den Todesstoß versetzt. In diesem Frühling werden sie keine neuen Blätter mehr bekommen, sondern als morsches Gerippe den Sommer überdauern, bis wahrscheinlich die Herbststürme sie zu Fall bringen werden. Dann wird die Wildkirsche hoffentlich an ihrer Stelle wachsen und gedeihen. So ist das in der Natur: Leben und Tod liegen dicht beieinander. Der Wald erneuert sich ganz von selbst, wo immer eine Lücke frei wird. Und das passt doch eigentlich auch ganz gut zum alten Sprichtwort "Alles neu macht der Mai". In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen 1. Mai und natürlich auch 30 weitere schöne Maitage.
Beim Abendspaziergang mit den Hunden entdeckte ich heute ein Bild mit Symbolkraft: Eine blühende Wildkirsche zwischen zwei abgestorbenen Eichen am Waldrand. Im vergangenen Jahr lebten die Eichen noch, wenngleich man ihnen schon ansehen konnte, dass ihre Tage gezählt sind. Der lange, trockene Winter hat ihnen offenbar den Todesstoß versetzt. In diesem Frühling werden sie keine neuen Blätter mehr bekommen, sondern als morsches Gerippe den Sommer überdauern, bis wahrscheinlich die Herbststürme sie zu Fall bringen werden. Dann wird die Wildkirsche hoffentlich an ihrer Stelle wachsen und gedeihen. So ist das in der Natur: Leben und Tod liegen dicht beieinander. Der Wald erneuert sich ganz von selbst, wo immer eine Lücke frei wird. Und das passt doch eigentlich auch ganz gut zum alten Sprichtwort "Alles neu macht der Mai". In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen schönen 1. Mai und natürlich auch 30 weitere schöne Maitage.

Kirschblüten vor morschem Gerippe

Montag, 29. April 2013

Ganz schön schneckig

Auch ohne Weinberg fühlen sich die Weinbergschnecken in der Heide wohl.
Die Lüneburger Heide, an deren Südrand wir wohnen, hat an landschaftlichen Reizen einiges zu bieten. Weinberge gehören allerdings nicht dazu, und deshalb machen sich hier auch die Weinbergschnecken rar. Die lieben nämlich Kalkböden und finden unsere Sandböden ziemlich langweilig. Dennoch haben sie sich bei uns offenbar wohl gefühlt. Vor etwa fünf Jahren hatten wir von einem Freund, der zwei Orte weiter wohnt, fünf Weinbergschnecken geschenkt bekommen. Er hatte sie vor vielen Jahren bei sich ausgesetzt, und sie haben sich so fleißig vermehrt, dass sie in seinem Garten allmählich überhand nahmen. In unserem Garten klappte es mit der Vermehrung leider nicht, aber wir freuten uns in jedem Frühjahr wieder, wenn die Schnecken wieder wie aus dem Nichts auftauchten. Den Winter über bleiben sie nämlich in ihrem Haus, das sie halb in der Erde vergraben haben. Nachdem sie den Eingang zu ihrem Haus verdeckelt haben, fallen sie in eine Kältestarre.
Drei Jahre konnten wir alle fünf Weinbergschnecken in unserem Garten entdecken, dann waren es nur noch drei, und in diesem Frühling waren sie alle weg. Neulich fanden wir dann eine zwischen dem Schneeglanz, der sich mit seinen blauen Blüten wie ein Teppich in unserem Vorgarten ausgebreitet hat. Das Schneckenhaus war noch verdeckelt. Ob die Schnecke wohl noch schläft? Nein, zwei Tage später hatten wir Gewissheit: Die Schnecke war tot, der Winter für sie offenbar doch zu hart. Oder sie war an Altersschwäche gestorben. Weinbergschnecken werden bis zu acht Jahre alt.
Heute waren wir bei dem Freund, von dem wir die Schnecken damals bekommen hatten, um Stroh für den Schafstall zu holen. Wir erzählten ihm, dass der Winter all unsere Weinbergschnecken dahingerafft hatte. Bei dem Freund hatte der Winter zwar auch einige Opfer unter den Schnecken gefordert, aber er hat nach wie vor so viele, dass er nicht zögerte und uns drei wunderschöne Exemplare mitgab, die wir heute Abend im Vorgarten ausgesetzt haben.
Damit sie lange leben und im Winter ihre Häuser mit dicken Kalkdeckeln verschließen können, werden wir im Vorgarten ordentlich Kalk ausstreuen, was auch die Pflanzen freuen wird.
Übrigens: Nach der Bundesartenschutzverordnung hat die Weinbergschnecke hierzulande den Status "besonders geschützt".

Sonntag, 28. April 2013

Frühlingstour

Die Lachte, ein Heidebach mit glasklarem Wasser.
Ach, war das ein schöner Tag heute! Kalt, aber sonnig. Auf dem Fahrrad hätten wir gefroren, aber für eine Tour mit den Hunden war das Wetter perfekt. Wir haben eine Neun-Kilometer-Tour an der Lachte gemacht, einem glasklaren Heidebach, dessen Wasser man ohne Bedenken trinken kann. Überall grünte und blühte es, wir sahen unterwegs Buschwindröschen, Sauerklee, Sumpfdotterblumen, und in den beiden Dörfern, durch die wir kamen, blühten die Forsythien, Zierkirschen und Sternmagnolien. Da ich die Tour auch für unser Natur- und Kulturmagazin verwerten will, habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und jede Menge Fotos gemacht.
Nach unserer Tour haben wir uns dann in der zum Café umgebauten, uralten Wassermühle in Beedenbostel Kaffee und Kuchen gegönnt.

Freitag, 26. April 2013

Da blüht uns was...

Iiih, ist das jetzt draußen eklig! Es stürmt, regnet, und kalt geworden ist es obendrein. Da hatte ich beim Hundespaziergang vorhin gar keine Lust, ein Foto zu machen. Ich wollte bloß wieder schnell nach Hause. Statt hier ein depressiv stimmendes Regenfoto zu präsentieren, habe ich lieber eine kleine Frühlings-Collage gebastelt – mit Fotos von heute Mittag, als es noch warm, trocken und halbwegs sonnig war:


In unserem Garten blühen zurzeit Forsythien, Sternmagnolie (ist der Schmetterling in der Blüte nicht
gut getarnt?), Anemonen und Gänseblümchen.

Donnerstag, 18. April 2013

Einseitige Ernährung

Mit Tomaten, Paprika, Salatgurke und Fetakäse lässt sich schnell eine leckere Salatfüllung fürs Fladenbrot zaubern.
Die Hauptzutat für meine beiden – selbstverständlich vegetarischen, allerdings nicht veganen – Lieblingssnacks an milden Frühlings- und Sommerabenden sind Tomaten. Am liebsten mag ich die kleinen Dattel- und Cherry-Tomaten, sie sind viel knackiger und aromatischer als ihre tischtennisballgroßen Verwandten, und ihr Fruchtfleisch ist nicht so wässrig.
Bei der Snack-Variante 1 wird ein Drittel Steinofen-Baguette (Ciabatta-Brötchen sind ebenfalls gut geeignet) mit Tomaten und Mozzarella gefüllt (beides in Scheiben geschnitten). Ein Schuss Olivenöl, ein Hauch Meersalz aus der Mühle und viel Basilikum – fertig ist der kleine Snack, für den ich gerne auf jeden Restaurantbesuch verzichten würde.
Bei Snack-Variante Nr. 2 wird ein Viertel Fladenbrot mit einem Salat gefüllt, der aus gewürfelter roter Parika, Salatgurke, Fetakäse (aus Schafmilch) und natürlich aus Tomaten besteht. Wer mag, gibt noch eine gewürfelte Zwiebel hinzu (aber bitte eine rote, die ist edler im Aroma und weniger aufdringlich). Mit ein paar Salatkräutern und einem kräftigen Schuss Olivenöl wird die Salatfüllung zur Delikatesse. Das Fladenbrot backe ich kurz auf, damit es schön knusprig und nicht so gummiartig ist.
Ich könnte die beiden Tomaten-Snack-Varianten monatelang jeden Tag abwechselnd essen (besonders im Sommer kommt das auch nicht selten vor), ohne dass ich sie mir überessen würde.