Mittwoch, 7. August 2013

Parkbank vorübergehend geparkt

Beim Zusammenschrauben der neuen Parkbank.
Ich habe ein Problem: Da haben wir uns neulich im (inoffiziellen) Sommerschlussverkauf eine wunderschöne, qualitativ sehr hochwertige weiße Parkbank aus FSC-zertifiziertem Arkazienholz zum absoluten Schnäppchenpreis gekauft, und jetzt zermartere ich mir seit Tagen den Kopf, wohin ich sie stellen soll. An Platz mangelt es uns nicht – weder draußen im Garten noch drinnen in unserem großen, alten Fachwerkhaus, aber trotzdem will sich kein passendes Plätzchen finden lassen. Außerdem haben wir ja schon mehrere Gartenbänke. Allerdings hatten wir bislang noch keine weiße, und so eine wollte ich immer schon haben. Außerdem erfolgte die Anschaffung der Bank geradezu zwangsläufig, denn vor ein paar Wochen hatten wir bereits, ebenfalls zum Super-Schnäppchenpreis, ein sehr hübsches, dickes Bankpolster gekauft, das bislang nutzlos herumlag. Wenn wir es jetzt nicht kaufen, würden wir uns irgendwann bestimmt deswegen ärgern, prophezeite ich. Als ich jetzt zufällig die Bank für 59,- Euro entdeckte – ursprünglich sollte sie genau 100 Euro mehr kosten –, hatte ich natürlich sofort ein gutes Argument: "Wir haben doch noch die schöne Auflage herumliegen, auf die Bank würde sie doch perfekt passen..."
So, jetzt haben wir eine schöne Bank mit schönem Polster, und bislang steht sie nur im Weg herum. Am liebsten würde ich sie ja bei uns ins Wohnzimmer stellen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich dort nicht lange Freude daran hätte. Immerhin haben die Hunde schon drei Sofas auf dem (nicht vorhandenen) Gewissen. Jetzt habe ich die Bank vorübergehend im Esszimmer geparkt, es ist ja schließlich auch eine Parkbank, aber auf Dauer ist das keine Lösung.
Bevor mir jetzt jemand mit dem Vorschlag kommt: "Ich wüsste jemanden, der so eine Bank gut gebrauchen könnte..." – ich werde schon noch einen guten Platz für die Bank finden, und wenn ich dafür das ganze Haus umräumen muss. Heute habe ich mich schon dabei ertappt, wie ich die Wände in unserer kleinen Frühstücksküche musterte: "Hm, wenn ich die in Farben der Auflage, Rosa und Lila, streichen würden, könnte ich die Bank doch hier aufstellen. Allerdings müssten dann die Deckenpaneele weiß gestrichen werden."
Irgendwie macht es ja auch Spaß, gedanklich mit der Parkbank von Zimmer zu Zimmer durchs Haus zu reisen und sich allerlei Einrichtungsszenarien auszumalen.

Dienstag, 6. August 2013

Die erste Sonnenblume...

Die Sonnenblume hat einen Falter angelockt.
...blüht in unserem Garten, und sogleich hat sie einen merkwürdigen Falter angelockt. Mit der Bestimmung habe ich mich etwas schwer getan. Zunächst vermutete ich, dass da ein Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) auf der Blüte sitzt, jetzt bin aber eher der Meinung, dass es sich um eine Braune Tageule (Euclidia glyphica) handelt. Das ist ein tagaktiver Falter aus der Familie der Eulenfalter. Vielleicht kennt sich ja jemand von unseren Leserinnen und Lesern besser mit Schmetterlingen aus als ich und kann mir sagen, ob ich mit meiner Vermutung richtig oder falsch liege...
Nachtrag: So, der Falter ist bestimmt. Unser lieber Freund und Kollege Franz Zäpernick, ein Schmetterlingskenner und Meister der Makrofotografie, hat den Falter als Gammaeule (Autographa gamma L.) identifiziert. Zu erkennen ist der Falter an dem Gamma-Zeichen auf dem Hinterflügel, das an ein Y erinnert.

Montag, 5. August 2013

Am Dorfteich

Blick über den Dorfteich nach Süden auf die Christophe-
rus-Kirche.
"Wo ist Ihr Büro? In Oerrel? Kenn' ich nicht!" Das höre ich oft, wenn ich Fremden erklären muss, wo ich wohne und arbeite. Früher habe ich immer gesagt: "Das ist ein Nachbarort von Hankensbüttel." Ich dachte, Hankensbüttel müsste doch fast jeder kennen, wegen des Otter-Zentrums und des Klosters Isenhagen. Nein, da hatte ich mich wohl getäuscht. Für die meisten, mit denen ich sprach, war Hankensbüttel genauso unbekannt wie Oerrel. Jetzt sage ich, wenn es um eine Lagebeschreibung geht: "Oerrel liegt in der Nähe von Sprakensehl." Ja, diesen Ort kennt anscheinend fast jeder zwischen Braunschweig und Lüneburg – allerdings nur vom Durchfahren. Klar, schließlich führt die Bundesstraße 4 direkt durch den Ort. Und weil das auf der waldreichen Strecke zwischen Groß Oesingen und Uelzen der einzige "richtige" Ort ist, bleibt der Name den meisten Autofahrern im Gedächtnis haften.
Wie schön Sprakensehl ist, wurde mir heute wieder bewusst. Ich hatte einen Termin im alten Ortskern westlich der B4. Von der Hauptstraße führt die kleine Straße "Am Dorfteich" zum schönsten Platz im Ort. Im Wasser des Dorfteichs spiegelt sich die Christopherus-Kirche, und am Ufer laden Bänke zum Verweilen und Träumen ein. Noch komfortabler als auf einer der Holzbänke sitzt man im Garten des Bauerncafés Rölings Hof am Westufer. Obwohl die B4 so nah ist, nimmt man erstaunlicherweise den Verkehrslärm gar nicht wahr.
Wer es sich zeitlich erlauben kann, auf dem Weg von Nord nach Süd oder umgekehrt für eine Viertelstunde Pause zu machen, sollte in Sprakensehl den Dorfteich ansteuern, die malerische Szenerie auf sich wirken lassen und dann mit den schönen Bildern im Kopf die Weiterfahrt antreten. Es lohnt sich.
Sprakensehl ist übrigens von der Fläche her die größte Gemeinde im Landkreis Gifhorn, aber auch die am dünnsten besiedelte.

Der Blumengarten von Rölings Hof am Westufer des Dorfteichs.

Sonntag, 4. August 2013

Kürbisse sind im Kommen

Eine weibliche Kürbisblüte mit dem Fruchtknoten, aus dem die Kürbisfrucht wächst.
Kürbisse sind faszinierende Pflanzen. Nicht nur, weil sie so riesige Früchte bilden, sondern auch, weil die Pflanze selbst so üppig wuchert, dass man ihr fast dabei zusehen kann. Auch unsere Kürbispflanze, die wir aus einem Samen direkt im Freiland gezogen haben, hat inzwischen wie ein Krake ihre Tentakeln ausgestreckt und sich im Gemüsegarten breit gemacht. Ein Tentakel ist sogar schon durch den Maschendrahtzaun aus dem Gemüsegarten hinaus gekrochen und nähert sich jetzt dem Autostellplatz.
Kürbistentakel mit männlichen Blüten.
In diesen Tagen entscheidet sich, wieviel Früchte die Pfanze bilden wird. Jetzt blühen die Kürbisblüten. Kürbisse sind einhäusige Pflanzen, sie haben sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die weiblichen Blüten sind leicht an der Verdickung unterhalb des Blütenansatzes zu erkennen. Aus dieser Verdickung entsteht die Kürbisfrucht, allerdings nur, wenn es mit der Bestäubung geklappt hat. Dafür sorgen normalerweise die Hummeln, aber man kann der Natur durchaus auch ein wenig auf die Sprünge helfen und so den Ernteertrag steigern. Wir nehmen dazu einen kleinen Schminkpinsel, tupfen damit zuerst in eine männliche und dann in eine weibliche Blüte.
Der erste Kürbis ist schon so groß wie eine Tomate.
Das geht aber nur tagsüber, denn abends schließen sich die Blüten wieder. Das geht zuweilen so schnell, dass zuweilen Hummeln in einer Blüte eingeschlossen werden. Erst gestertn Abend mussten wir wieder eine befreien.
Hat die Bestäubung geklappt, welken die Blütenund fallen ab. Zurück bleibt die kleine Kürbisfrucht, die jetzt von Tag zu Tag an Umfang zulegt. Ein spannendes Schauspiel, das wir von unserer grünen Gartenbank gewissermaßen aus der ersten Reihe verfolgen können.

Samstag, 3. August 2013

Farbtupfer und schwarzer Rauch

Viel blüht nicht mehr im Garten. Nur die Rosen und Stockrosen sorgen noch für Farbtupfer.
Schon wie im Herbst, dachte ich, als unser Hof gegen Abend in goldenes Licht getaucht wurde. Obwohl ich dieses Licht liebe, war ich ein bisschen traurig, denn mir wurde schlagartig bewusst, dass die Zeit des Wachsens und des Blühens fast vorbei und die Natur gewissermaßen auf dem Rückzug ist. Die meisten Blumen sind schon verblüht, nur die Rosen und die Stockrosen setzen noch bunte Farbtupfer in Garten. Zwar kommt noch die Zeit der Astern und Dahlien und der anderen Herbstblüher, aber die meisten Blumen und auch die Bäume haben ihre Blütezeit längst hinter sich. Statt saftigem Grün dominiert jetzt welkes Gelb.
Gelb sind auch die Getreidefelder. Nur der Mais steht wie eine grüne Wand vor dem blauen Himmel. An diesem entdeckte ich heute Nachmittag eine bedrohlich wirkende, schwarze Rauchwolke. Feuer? Waldbrand? Aber warum hört man keine Sirenen? Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und lief deshalb den Hang hinauf. Oben schirmte ich meine Augen mit den Händen vor der Sonne ab und suchte die Äcker und Felder ab. Da sah ich auch schon den vermeintlichen Brandherd: Ein Kartoffelroder zog eine gewaltige Staubwolke hinter sich her. Aus der Ferne hatte der aufgewirbelte Heidesand wie Rauchschwaden ausgesehen.

Freitag, 2. August 2013

Großer grüner Gartengast

Eine Heuschrecke erklimmt heute Abend die höl-
zerne Brüstung unserer Gartenhaus-Terrasse.
Beim Abendessen draußen auf der Terrasse unseres Gartenhauses hat uns heute eine Heuschrecke besucht, und das war schon etwas Besonderes. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich auf unserem Hof schon jemals zuvor eine Heuschrecke gesehen habe. Wir haben durchaus eine große Artenvielfalt (schon allein durch die vielen Haustiere) – aber keine Heuschrecken. Umso mehr habe ich mich heute über den Besuch des großen, grünen Insekts gefreut.
Wenn von Heuschrecken die Rede ist, dann sind ja heutzutage meistens leider nicht tierischen, sondern die menschlichen Vertreter dieser Art gemeint. Geprägt wurde der abwertend gemeinte Begriff "Heuschrecke" übrigens 2004 vom damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering, der damit auf extreme Auswüchse des Kapitalismus hinwies. Er bezeichnete als "Heuschrecken" anonyme Investoren, die Unternehmen zum Zwecke kurzfristiger Gewinnmaximierung zerschlagen, ohne sich für die langfristigen sozialen Kosten zu interessieren.
Tipp: Wer mehr über die "echten" Heuschrecken erfahren möchte, sollte den NABU-Artikel "Sommerzeit ist Heuschreckenzeit" lesen.

Donnerstag, 1. August 2013

Vier Ausflugstipps zum Wochenende

Wie jeden Donnerstag gibt es auch heute wieder Ausflugstipps zum Wochenende:

Heidmärkerfest in Hankensbüttel

Unter dem Motto "Hankensbüttel hat Energie" erwartet die Besucher des Heidmärkerfestes an diesem Wochenende ein abwechslungreiches und unterhaltsames Programm. Am Sonnabend, gleich nach der Eröffnung (18 Uhr), wird das Sofarennen in der Schulstraße angepfiffen. Wer mit seiner mobilen Polsterware dabei sein will, sollte sich noch ganz schnell bei Martina Schwankhaus (Telefon 05832/2101) anmelden. Nach dem Rennen bittet dann die Band Vis-á-Vis auf dem Platz der Partnerschaften zur Party. Das Festprogramm am Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst, danach öffnen die Stände auf der Festmeile in der Bahnhofstraße und im Musental. Den Besuchern wird außerdem ein buntes Bühnenprogramm geboten. Das Otter-Zentrum ist mit einem Natur-Quiz dabei, und es wird ein Exkursion zur Emmerner Biogasanlage angeboten.

Werkstattausstellung in Lüben

Die 25 Künstler aus 13 europäischen und außereuropäischen Nationen, die zur 12. Internationalen Werkstattwoche im malerischen Rundlingsdorf Lüben bei Wittingen zusammengekommen sind, zeigen zum Abschluss ihre während der Werkstattwoche entstandenen Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Graffiti. Die Ausstellung im Gasthof Wolter/Lübener Tenne ist am Sonnabend, 3. August, von 16:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Das Musikprogramm gestaltet Thomas Ossi Rieke.

 „Landgemacht, handgemacht, mitgemacht“

Beim diesjährigen Sommerfest von Deerberg in Velgen bei Hanstedt geht es am Freitag und Sonnabend, 2. und 3. August, jeweils ab 9 Uhr um die Rückbesinnung auf Regionalität, das Wiederentdecken von Handwerkertraditionen, um Selbstgemachtes und Ideen zum Selbstmachen. Das Motto lautet: „Landgemacht, handgemacht, mitgemacht“.
Zahlreiche Aussteller präsentieren ihr Kunsthandwerk wie Glas- und Naturschmuck, Holzarbeiten und Dekoratives für den Garten. Für die Kinder gibt es im Bastelzelt viel zu tun, auf der Festwiese finden sie einen Mitmachzirkus, ein historisches Kinderkarussell, einen Kletterturm und Hüpfburgen.  Musik machen die „Hot Jazz Stompers“ John Lennon-Impersonator Eric Paisley.
Am Freitag, 2. August, ist im Deerberg-Ladengeschäft Latenight-Shopping bis 22 Uhr angesagt. Auf der Bühne spielt derweil die Genesis- und Phil Collins- Coverband „Still Collins“.

Märchen- und Zauberpflanzen...

...sind das Thema einer Führung mit Elfie Brandl am Sonnabend, 3. August, von 14:30 bis 15:30 Uhr im Heilpflanzengarten in Celle. Die Teilnehmer treffen sich am Haupteingang, Wittinger Straße 76.