Sonntag, 4. August 2013

Kürbisse sind im Kommen

Eine weibliche Kürbisblüte mit dem Fruchtknoten, aus dem die Kürbisfrucht wächst.
Kürbisse sind faszinierende Pflanzen. Nicht nur, weil sie so riesige Früchte bilden, sondern auch, weil die Pflanze selbst so üppig wuchert, dass man ihr fast dabei zusehen kann. Auch unsere Kürbispflanze, die wir aus einem Samen direkt im Freiland gezogen haben, hat inzwischen wie ein Krake ihre Tentakeln ausgestreckt und sich im Gemüsegarten breit gemacht. Ein Tentakel ist sogar schon durch den Maschendrahtzaun aus dem Gemüsegarten hinaus gekrochen und nähert sich jetzt dem Autostellplatz.
Kürbistentakel mit männlichen Blüten.
In diesen Tagen entscheidet sich, wieviel Früchte die Pfanze bilden wird. Jetzt blühen die Kürbisblüten. Kürbisse sind einhäusige Pflanzen, sie haben sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die weiblichen Blüten sind leicht an der Verdickung unterhalb des Blütenansatzes zu erkennen. Aus dieser Verdickung entsteht die Kürbisfrucht, allerdings nur, wenn es mit der Bestäubung geklappt hat. Dafür sorgen normalerweise die Hummeln, aber man kann der Natur durchaus auch ein wenig auf die Sprünge helfen und so den Ernteertrag steigern. Wir nehmen dazu einen kleinen Schminkpinsel, tupfen damit zuerst in eine männliche und dann in eine weibliche Blüte.
Der erste Kürbis ist schon so groß wie eine Tomate.
Das geht aber nur tagsüber, denn abends schließen sich die Blüten wieder. Das geht zuweilen so schnell, dass zuweilen Hummeln in einer Blüte eingeschlossen werden. Erst gestertn Abend mussten wir wieder eine befreien.
Hat die Bestäubung geklappt, welken die Blütenund fallen ab. Zurück bleibt die kleine Kürbisfrucht, die jetzt von Tag zu Tag an Umfang zulegt. Ein spannendes Schauspiel, das wir von unserer grünen Gartenbank gewissermaßen aus der ersten Reihe verfolgen können.

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